#2016 – ein Jubeljahr für den many faced god namens Patriarchat

Stop Patriarchy international women's day protest in North Beach

Steve Rhodes (CC BY-NC-ND 2.0)

Eigentlich wollte ich diesen Artikel „#2016 – go fuck yourself“ nennen, so ernüchternd ist die Bestandsaufnahme des scheidenden Jahres aus feministischer Sicht.  Es ist ein Jahr voll männlicher Gewalt und einer erstaunlichen Vitalität der patriarchalen Misogynie, die alle gesellschaftlichen Transformationsprozesse überlebt. Sie ist, in Anlehnung an Game of Thrones, der „many faced god“, dem unsere Welt in unzähligen Gestalten huldigt, eine Hydra, der, sobald man einen Kopf abschlägt, sofort wieder ein neuer nachwächst. Ganz gleich, wie sehr versucht wird, uns mit dem Begriff des „Postfaktischen“ zu verwirren, unser Gegner heißt nach wie vor Patriarchat und gegen ihn haben wir 2016 gekämpft und wir haben ein gutes Spiel hingelegt. Wir hatten tolle Spielerinnen und gute Vorlagen, doch leider war der Schiedsrichter geschmiert und die Hälfte unserer Mannschaft spielte eigentlich für das gegnerische Team. Schauen wir es uns an, dieses Spiel Patriarchat gegen Frauen 2016:

Heute Nacht jährt sich die Silvesternacht von Köln zum ersten Mal. Viel ist darüber gesprochen und gestritten worden und die Angst ist groß, dass sich etwas Ähnliches wiederholen könnte. Das Gefühl ist, nach dem Mord von Freiburg, den Vergewaltigungen in Bochum und den anderen sexuellen Übergriffen von Flüchtlingen anderswo, insbesondere aber nach dem Anschlag von Berlin, dass unser Land eine weitere Nachricht über kriminelle Flüchtlinge nicht erträgt, dass dann „die“ endgültig Recht haben und etwas zum Feiern. Gerade in linken Zusammenhängen setzte sich auch in der Folge die Meinung durch, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Die Verlierer waren, wie so oft, die Opfer. In den nachfolgenden Prozessen wurden schließlich auch noch alle Anklagen wegen sexueller Gewalt fallengelassen. Auf einen Schlag 3:0 für das Patriarchat. Was für ein Spielauftakt!

Es wäre schön gewesen, heute erzählen zu können, dass sich die Befürchtungen, die nach der Silvesternacht 2015 aufkamen, nicht bestätigt haben. Leider kam es aber in der Folge tatsächlich zu weiteren Vorkommnissen, sei es auf dem Darmstädter Schlossfest, in Freibädern, bis hin zu den Vergewaltigungen in Bochum, dem Tritt in der Berliner U-Bahn bis hin zum Mord in Freiburg. Frauen haben uns im Laufe des nun ablaufenden Jahres erzählt, dass sich für sie auf den Straßen, in den Bussen und U-Bahnen zumindest gefühlt sehr wohl etwas verändert hat. Die Angst vor dem Fremden, so scheint es, ist berechtigter denn je. Wir alle sind seit Silvester sensibilisiert für Gewalt gegen Frauen, die von Zuwanderern begangen wird, auch wenn die Zahlen unserer Wahrnehmung widersprechen. Zwar ist das mit den Zahlen so eine Sache: Stockholm gilt dank einer Statistik als „rape capitol“, als Vergewaltigungshauptstadt der Welt. Das liegt aber nicht daran, dass in Schweden mehr vergewaltigt wird, sondern dass sich dort mehr Frauen trauen, sexuelle Übergriffe anzuzeigen. Statistiken gegen ein Gefühl anzuführen ist eine schlechte Strategie, gleichzeitig birgt eine solche Aufzählung von „Einzelfällen“ wie oben  auch immer die Gefahr einer verzerrten Darstellung. Wir befinden uns damit einmal mehr in der Falle des patriarchalen Doublebind: Ganz gleich wie wir Frauen uns verhalten, es ist falsch. Wer sexuelle Gewalt und Belästigung durch Fremde spricht, begibt sich in die Nähe der Rechten, wer darüber schweigt, verschweigt, was Frauen erleben. 4:0 für das Patriarchat.

Unsere radikalfeministische Antwort ist unser erhobener Mittelfinger. Das Problem heißt nämlich nicht Zuwanderung oder Flüchtlingskrise, sondern männliche Gewalt. Wir weisen die Frage, ob es sich nun über Fremde oder Deutsche oder Marsmännchen handelt, zurück, denn eines ist allen gleich: Männer sind die Täter und sie kommen in den meisten Fällen ungeschoren davon. Rund 20 Vergewaltigungen werden von Frauen jeden Tag angezeigt, das Dunkelfeld ist vermutlich mehr als doppelt so hoch, in den meisten Fällen ist der Täter aber kein Fremder, sondern jemand aus dem Umfeld, verurteilt werden weniger als neun Prozent. Und das ist nur ein kleiner Teil der alltäglichen Gewalt gegen Frauen. Im Jahr 2015 gab es 331 versuchte und vollendete Morde an Frauen durch aktuelle oder ehemalige Partner. In den Medien heißt das dann ganz euphemistisch „Beziehungsdrama“. Es sind also nicht allein die Taten der Flüchtlinge, die uns in Angst und Schrecken versetzen sollten, es ist die Allgegenwärtigkeit männlicher Gewalt, die sich gegen Frauen richtet und die in ihrer Selbstverständlichkeit weder in den Nachrichten noch in den Talkshows dieses Jahres besprochen wurde.

Als Feministinnen kann deshalb die Konsequenz aus 2016 auch niemals sein, den Bauernfängern der AfD das Wort zu reden. Wer auch nur einen oberflächlichen Blick in deren Parteiprogramm wirft, der erkennt schnell, dass Frauen hier nur einen Platz haben: in der Familie und am Herd. Von Gleichberechtigung hält man dort wenig, man posaunt lieber gegen den „Genderwahn“ und bei Vergewaltigungsvorwürfe gegen einen der ihren geht man – in trauter Einigkeit mit linken Männern –  auf einmal lieber von einer weiblichen Racheaktion aus (male bonding ist eben stärker als politische Gegensätze, oder auch: „bros before hoes“, nicht wahr, liebe „Genossen“?).

In all diesen Debatten fehlt es an einem eigenen, einem feministischen Meinungsangebot. Wenn die Identitären von der „Schande von Köln“ schreiben, dann geht es ihnen nicht um die Frauen, es geht ihnen um ihr verletztes Ehrgefühl als Deutsche. Frauen sind dabei nur Verhandlungsmasse zwischen zwei patriarchalen Bezugssystemen. So lange wir Frauen kein eigenes Bezugssystem entwickeln, werden wir zwischen den verschiedenen patriarchalen Systemen aufgerieben und dabei spielt es keine Rolle, welches Label sie tragen, ob nun Christentum, Islam, Neoliberalismus oder die heimische Sexismuskultur. Wo immer es uns gelang, diese männliche Gewalt zu bennen im scheidenden Jahr, war das ein Sieg für uns. Damit steht es zumindest 4:1.

Wie lebendig unser heimischer Sexismus ist, zeigte die hastig durchgeführte Neuregelung des Vergewaltigungsparagrafen, eine klare Folge der Debatten nach der Silvesternacht. „Nein“ heißt seither auch in Deutschland endlich nein, damit steht es immerhin 4:2. „Kopf ab“, wollten wir schon jubeln, „du hässliche Hydra namens straflose Vergewaltigung“, doch der Jubel blieb uns im Hals stecken. Unmittelbar danach folgte nämlich ein Backlash in den Gerichten, die das althergebrachte Gleichgewicht nun auf andere Weise wieder herstellten und herstellen. „Nein“ mag jetzt vielleicht „Nein“ heißen, eine Frau, die eine Vergewaltigung anzeigt, muss aber damit rechnen, dafür mit einer Geldstrafe belegt zu werden, so sie denn das obligatorische Glaubwürdigkeitsgutachten überhaupt übersteht. Der Mythos der sich rächenden Frau, die eine Vergewaltigung nur erfindet, hält sich hartnäckig, auch wenn alle Statistik und alle Untersuchungen dagegen sprechen. 5:2.

Gegen den Prozess gegen Gina-Lisa Lohfink fomierte sich Protest, laut und sichtbar. „Nimm das, du hässliche Hydra“, wollten wir wieder schreien, und auch gleich jubeln, damit steht es doch wenigstens 5:3 oder nicht?  Doch wir hatten das Monster erneut unterschätzt. Denn der gemeinsame Protest scheiterte beinahe daran, dass irgendwer Sternchen nicht richtig setzte und sich andere Gruppen nicht inkludiert fühlten. Gemeinsamkeit, ja Solidarität, findet sich in Deutschland unter Feministinnen nämlich nicht. Die Debatte wird dominiert von jenen, die sich ihre ganz eigene Art des Feminismus zurechtgelegt haben, den „3. Welle“ Feministinnen, die Prostitution und Porno „empowernd“ finden und lieber über Sternchen und Cis-Privilege streiten, anstatt die Probleme, die alle Frauen betreffen, zu benennen und anzugehen. So war dann auch die Aktion #ausnahmslos eher eine Antirassismus-Kampagne als eine gegen sexuelle Gewalt – über den Sexismus in Porno und Prostitution durfte nicht gesprochen werden. Darüber könnte man hinwegsehen, würden diese Stimmen nicht jede Debatte hegemonial bestimmen. Wer keine Sternchen setzt, darf nicht mitreden. So werden Frauen, Feministinnen, mundtot gemacht – von sogenannten „Feministinnen“. 6:3, das Patriarchat liegt solide in Führung, dank seiner „Handmaidens“ im Gewand des liberalen Feminismus, die sogar noch eins drauf legten: Eines der am meisten besprochenen „feministischen“ Bücher des vergangenen Jahres stammt von Mithu Sanyal, die Opfersein nach einer Vergewaltigung mal flugs zu einem konstruierten Problem erklärte, dass die Opfer mit der richtigen Sichtweise schon überwinden können. Damit gelang ihr ein Zaubertrick, denn wo es keine Opfer gibt, gibt es auch keine Täter mehr, Abakadabra, Applaus, Applaus. Ihr Buch wurde von sämtlichen Medien, auch den kritischen, bejubelt und beklatscht, endlich sind wir das hässliche Vergewaltigungsproblem los, das uns als einer ach so aufgeklärten und gleichberechtigten Gesellschaft so schlecht zu Gesicht steht. Mithu Sanyal trumpfte noch einmal auf, indem sie behauptete, das Opfergefühl entstünde nur aus dem Gefühl der verlorenen Ehre, der empfundenen Schande, auf die sich auch die Identitären beziehen und sprach Frauen damit ab, dass sie irgendeine Wahrnehmung jenseits patriarchaler Zuschreibung haben. 7:3, das Patriarchat jubelt, die Zuschauer toben.

Natürlich gab es 2016 auch Erfolge. Die polnischen Frauen wehrten sich sehr erfolgreich gegen ein beinahe totales Abtreibungsverbot, initiiert von katholischen Meinungsführern. Wie ihnen das gelang? Sie gingen auf die Straße, gemeinsam, zeigten geschlossene Gegenwehr und erhöhten so den Druck auf die Politik, bis diese nachgab. Die Bilder hunderttausenden Frauen auf den polnischen Straßen sorgten für echte Gänsehaut. 7:4, nimm das, Patriarchat!

Als wir dieses Blog vor zwei, fast drei Jahren starteten, machten wir eine sehr positive Bestandsaufnahme von all den verschiedenen feministischen Bewegungen weltweit, die zeigten, dass sich etwas verändert. Es herrschte eine Art Aufbruchsstimmung in vielerlei Hinsicht. Endlich fanden sich Stimmen, die Prostitution als die Art von sexistischer, klassistischer und rassistischer Ausbeutung kritisierten, die sie ist, das sogenannte Prostitutionsschutzgesetz ist eine Folge dieser mit harten Bandagen gefochtenen Debatte, der es gelang, ganz unterschiedliche AkteurInnen zusammen zu bringen. Nicht alle Bündnisse überlebten diesen Kampf, am Ende aber zählt das Ergebnis. Trotzdem ist das  – sehr reduzierte – Prostitutionsschutzgesetz höchstens ein Etappensieg, denn an der tatsächlichen Lage der Frauen auf der Straße und in den Laufhäusern ändert es wenig. Dennoch ist die Gründung von Sisters zum Beispiel eine Erfolgsgeschichte, die sehr konkret den betroffenen Frauen Hilfe anbietet. Einige von uns hielten in diesem Jahr Vorträge über Prostitution, in Deutschland und in Europa. Deutlich ist zu spüren, dass sich die Stimmung verändert hat. Die Leute glauben die Lügen vom „ältesten Beruf der Welt“ nicht mehr, sie erkennen, welche Ungerechtigkeit sich da vor ihren Augen abspielt. Die Millionen von Frauen in Europa, denen nichts anderes übrig bleibt, als ihre Körper zu Markte zu tragen und dafür einen unerträglich hohen Preis zahlen, sind nicht länger unsichtbar. Das ist in der Tat ein Erfolg und heißt für uns 7:5. Wir holen auf!

Doch 2016 war auch das Jahr der Trumpwahl. Ein Präsident, der sich mit sexistischen Äußerungen und der Relativierung sexueller Gewalt hervorgetan hat, wird ab Januar das mächtigste Land der Welt regieren. Das Entsetzen, auch in der feministischen Community war groß. Viel wurde darüber gestritten, ob man Hillary, die nun auch nicht gerade eine Galionsfigur des Feminismus ist, um es euphemistisch auszudrücken, als das kleinere Übel hätte wählen müssen, um Trump zu verhindern. Letztlich hat das nicht funktioniert. Trumpwähler waren zwar vor allem abgehängte, männliche Arbeiter und sich vom ökonomischen Abstieg bedroht fühlende Mittelständler, vor allem viele Weiße. Als Trump gewann, wurden dann allerdings nicht seine männlichen Wähler dafür verantwortlich gemacht – sondern weiße Wählerinnen, die in der Folge auch in deutschen Medien von sogenannnten Feministinnen als „Bitches“ beschimpft wurden. Das machte dann gleich 9:5, dank der Handmaidens im Libfem- Trikot, die locker lächelnd Tore für die gegnerische Mannschaft schossen – und von deren Fans, oh Wunder, auch noch bejubelt wurden, während die eigenen mit langen Gesichtern am Spielfeldrand standen und gar nicht wussten wie ihnen geschah.

Wir haben an anderer Stelle bereits von der „triple oppression“, der dreifachen Unterdrückung geschrieben, der Frauen ausgesetzt sind. Wie diese funktioniert, konnte man unter anderem an der Debatte um die Reformation des Unterhaltsvorschusses gut erkennen. Manuela Schwesig machte den dringend notwendigen Vorstoß, den Unterhaltsvorschuss nicht länger zu begrenzen, sondern konsequent bis zum 18. Lebensjahr zu bezahlen. Eigentlich sollte das Gesetz morgen in Kraft treten. Die Kommunen, der deutsche Städtetag, protestieren. Sie hätten kein Geld und kein Personal, um es umzusetzen, wurde erklärt. Viele Frauen und vor allem ihre Kinder machten sich Hoffnungen, wann das Gesetz nun in Kraft tritt, bleibt unklar. 10:4 für many faced patriarchy.

Die mit großem Tamtam eingeweihte Elbphilharmonie, von allen Seiten bejubelt, verschlang eine dreiviertel Milliarde Euro. Davon hätte man den Unterhaltsvorschuss für viele Familien für viele Jahre bezahlen können, stattdessen wird er in ein elitäres Bauprojekt gesteckt, das 99 Prozent aller Deutschen (einschließlich der Zugewanderten) niemals von innen sehen werden. Für die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge hatten die Kommunen noch Geld, immerhin musste Deutschland beweisen, dass es das Sommermärchen auch im Alltag kann. Die Waffenlieferungen in alle Teile der Welt gingen in 2016 aber uneingeschränkt weiter, obwohl alle Parteien davon reden, die vermeintlich nebulösen „Fluchtursachen“ zu bekämpfen. Die größten Fluchtursachen sind der Neoliberalismus und die Gewalt, beides ihrem Wesen nach genuin männliche Konzepte. Alle ihre Folgen gehen deshalb auf das Konto des Patriarchats. Der aktuelle Spielstand? Satte 11:4 gegen uns.

11:4 heißt der Endstand 2016, der Gewinner heißt eindeutig Patriarchat. Aber das hier war noch nicht das Finale. 2017 gibt es ein neues Spiel, es gilt, die Spielerinnen aufzustellen und uns vorzubereiten. Krempeln wir die Ärmel hoch und treten wir der allgegenwärtigen Misogynie und ihren Verschleierungsversuchen entgegen. Lasst euch nicht verwirren vom angeblichen Gerede über das „Postfaktische“, immerhin Wort des Jahres 2016, das anzeigt, dass angeblich nicht mehr so leicht zu erkennen ist, wer Freund und Feind ist, was Gut und Böse ist. Bullshit! Das Patriarchat und seine Unterdrückung sind nicht postfaktisch. Unser Gegner in 2016 hieß Patriarchat und wird auch 2017 Patiarchat heißen. Wir sind bereit für das nächste Spiel. Welcome, 2017!

 

2 Kommentare

  1. Gerne würde ich einmal den Begriff „Patriarchat“ neu definieren, dh. auseinandernehmen und wieder zusammensetzen.

    Tatsache ist doch, dass das Patriarchat, so schlimm es auch ist und war; zunehmend durch ein total irrsinniges „Bubiokrat“ oder Pimpo-Psychopathokrat abgelöst wird. Dh. es wird ALLES noch schlimmer, als es eh schon war. Und ALLES im Namen des Kampfes gegen Terroristen und nebenbei sog. Feminazis?!?

    Wo sind wir da gelandet? Im Namen des digitalen Fortschritts wird das Leben mechanisiert und digitalisiert. Alles wird überwacht und kontrolliert. Neue Normen werden festgezurrt, nach denen sich mensch, dh. vor allem Frau zu verhalten hat.

    Weiter geht es jedoch in irrsinnigem Tempo mit der Ausbeutung von Natur, Tieren und Frauen. Für Profit oder Erdöl wird jeder
    Krieg und jede Grausamkeit in Kauf genommen. Der Irrsinn nimmt täglich zu; und vor allem Frauen, aber auch zunehmend Männer dürfen „NEU“ für ihre Ausbeutung, Schinderei und Schändung auch noch bezahlen.

    Nein, nicht nur in der Prostitution, wo die Zwangsprostituierte ihren Oberpeiniger und den Staat auch noch bezahlen muss für ihre Ausbeutung, sondern diese Mentalität hat überall um sich gegriffen. Neu darf man für die Ausbeutung noch bezahlen.
    Also nicht mehr „nur die dümmsten alle Kälber bezahlen ihren Metzger selber; sondern wir alle werden dazu verpflichtet.
    Legalisiert bezahlen wir, die neuen Sklaven die selbsternannten Bosse aus Politik, Banken (Millionenboni) und Megawirtschaft.
    Die Riesenverluste werden dann erneut der Bevölkerung via immer neuen Steuern aufgedrückt. Also Doppelausbeutung. Die untersten in dieser geisteskranken künstlichen patriarchalen „Nahrungskette“ sind dann natürlich die Frauen, Mütter und Kinder.

    Ausserdem wird Frauen und Müttern von überall her Schuldgefühle gemacht und sie werden in ihrer Entfaltung, Rede- und Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt. Aber die Gewalt und neu Dreifachbelastung dürfen sie gerne tragen. Dafür sind sie dann auch noch „schuld“ an allem und versagende Rabenmütter.

    Totale Überwachung und Kontrolle und erneute Jagd auf Mädchen, Frauen und Mütter, die alle unter dem Generalverdacht stehen, die Männer und Söhne nicht gut „angemessen“ genug zu behandeln, resp. zu erziehen. Zudem wird wieder zunehmend Unterwerfung und Gehorsam gegenüber dem Mann und dem Staat, sowie fundamentalen religiösen Psychopathen verlangt. Nicht Rechtsrutsch, sondern Rückwärtsrutsch in finstere Zeiten.

    Wie die Ausbeutung der Erde voranschreitet, so schreitet die Ausbeutung von Frauen, Müttern, Tieren und Kindern voran.
    Neu ist allerdings, dass heute auch ein Grossteil der Männer betroffen sind. Claudia Werlhoff hat dies „die Hausfrauisierung“ der Arbeit genannt. Eh voilà ! Schöne neue Welt in der Pimpokratie!

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