Alle Artikel von Wilma

Elternschaft muss freiwillig sein! Warum es für Frauen ein Opt-Out geben sollte

Spende für die Störenfriedas

By TMagen (Own work) (modified) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Dieser Text ist eine Antwort auf einen Blogbeitrag von Antje Schrupp vom 31.05.2016. Da Diskussionen mit Antje Schrupp so lustig sind wie eine Wurzelbehandlung, bieten wir unseren Diskussionsbeitrag hier an. Die meisten von uns sind auf ihrem Blog sowieso schon blockiert. Andere haben da noch nie kommentiert. Antje Schrupp ist Journalistin und Politikwissenschaftlerin und publiziert und referiert auch zu feministischen Themen. Wir sind über ihre Beiträge selten erfreut, meist ehrlich enttäuscht. In ihrem Blog fordert sie nun eine Möglichkeit, sich aus der elterlichen Verantwortung und Verpflichtung zu befreien – für Väter. Bei diesem wichtigen Thema, der zentralen Basis weitreichender Drangsalierung von Frauen, sorgt sie sich um die Freiheitsechte der Väter. Wir sind baff.
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Kategorie Allgemein

Köln – ein Pogrom mit Ansage

Kein Ort für Neonazis - Türschild

By Riki1979 (Self-photographed) [Public domain], via Wikimedia Commons

Die Situation eskaliert. Muslime in Deutschland haben Angst vor Übergriffen [1]. Moscheen brennen in regelmäßigen Abständen [2]. Um nur das Zeichen zu nennen, das – schon vor Köln – niemand mehr verschweigen oder ignorieren konnte. Die Kommentarspalten triefen nur so vor Hass auf Muslime. Die Kurdistansolidarität wird zur Projektionsfläche für antimuslimischen Rassismus und Mordfantasien. Zum Teil beteiligen sich die Akteure selbst oder lassen passiv geschehen. Neulich wurde auf dem Youtube-Channel der Partei „Die Rechte“ Bremen ein Video veröffentlicht, in dem Pierre Vogel (angeblich Salafist, er selbst bestreitet das) an unbekanntem Datum zur Spende für den „IS“ aufgerufen hätte. Tatsächlich belegte der Mitschnitt einen Auftritt Vogels im September 2013 beim islamischen Friedenskrongress in FFM und er ruft zu Spenden für den Islamischen humanitären Entwicklungsdienst (IHED) auf. Das Video wurde auf Kurdistan-soliseiten und auf linken Seiten unreflektiert mit diesen Falschinfos geteilt und direkt von einem Nazichannel übernommen. Auf manchen Seiten steht es heute noch und die Verlinkung einschließlich unzutreffender Kommentierung wird als legitim verteidigt.

Deutschland ist Europameister in Sachen Islamfeindlichkeit [3]. Die Linke ist derweil damit beschäftigt, den Kampf der kurdischen Selbstverteidigungskräfte gegen die „IS-Faschisten“ zu supporten und transportiert mit Sheorisierung der YPJ und antiislamischen Mythen („Sex-Dschihad“ etc.) die Bestätigung ihrer eigenen männlichen Ritterlichkeit des engagierten „Islamisierens“. Manche helfen auch der Bundesinnenministerkonferenz, in dem sie einen „neuen“ Antisemitismus im Islam erkennen wollen. Islamisierung von Terror, Gewalt, Frauenhass und Antisemitismus stehen auf der Tagesordnung, auch in vielen linken Gruppen. Antisemitische Steoretypen werden wieder zum Tagesgeschäft und die Linke schweigt. Wenn sich Antisemitismus nicht gegen Israel richtet, fällt das Erkennen so schwer.

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Keine Bühne für Sexisten!

"End Rape Culture"

Chase Carter via Flickr, [CC BY-ND 2.0]

Widerstand gegen Anti-Feminismus

Folgender Aufruf erreichte die Störenfriedas:

Mal wieder wird der Antifeminist Justus Wertmüller, von einer sich als linksradikal verstehenden Gruppe, eingeladen, einen Vortrag halten. Am Donnerstag um 19 Uhr wird er in der Reil 78 (Reilstr. /Halle) seinen Vortrag mit klaren antifeministischen Positionen unter dem reißerischen Titel: „Infantile Inquisition — Die neuesten Übergriffe der Definitionsmacht“ halten. In diesem spricht er sich gegen das Konzept der Definitionsmacht aus, verharmlost Vorfälle sexualisierter Gewalt und zieht die Arbeit von Awareness-Gruppen ins Lächerliche.

Lasst uns dem antifeministischen Diskurs in Halle und sonst wo etwas entgegen setzen und dem sexistischen Gehabe und Gemackere Wertmüllers gehörig die (so langweilige) Show zu vermiesen!“ – das unterstützen die Störenfriedas natürlich sofort.

Wir wurden weiter gebeten, uns zum Vortrag von Justus Wertmüller am 30.10. in Halle zu äußern. Er wird darin, wie schon einige mal zuvor, sexualisierte Gewalt „naturalisieren“, Frauen als Opfern sexualisierter Gewalt das Recht auf Selbstbestimmung und Solidarität absprechen und sein sexistisches Basisverständnis in ekelhafte Frauenverachtung münden lassen.

Plädoyer für Opferschutz

Es ist kein Verbrechen, keine Straftat, kein Skandal, den Schilderungen des Opfers einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung bedingungslos zu glauben. Die Unschuldsvermutung wird nicht unterboten, wenn dem Opfer einer Straftat vorbehaltlos die erhobenen Vorwürfe geglaubt und übernommen werden. Wer was anderes sagt, hat die Unschuldsvermutung nicht begriffen, die einzig dazu dient, den Beschuldigten (!) vor einer Vorverurteilung zu schützen. Eine Verurteilung des Opfers ergibt sich aus der Unschuldsvermutung nicht. Die Unschuldsvermutung als Prinzip erfordert auch nicht, die Glaubwürdigkeit des Opfers anzuzweifeln. Für ein solches Verlangen muss es andere Ursachen geben als die Achtung vor der Glaubwürdigkeit eines Opfers sexualisierter Gewalt.

Irrational sind Unglaubwürdigkeitsvermutungen in jedem Fall: Die Quote an Falschbeschuldigungen im Deliktbereich der Sexualstraftaten ist geringer als zu anderen Straftaten. Frauenverachtung und misogyne Vorurteile sind als Basis der irrationalen Zweifel an der Glaubwürdigkeit eines weiblichen Opfers nicht auszuschließen. Frauenverachtung als sexistisches Basisverständnis dient als Verstärker für diese Form des Täterschutzes, die darauf abstellt, die Glaubwürdigkeit eines weiblichen Opfers im Ansatz und im Detail zu erschüttern.

Die Implikation einer Schuldvermutung, die in der Formulierung des „mutmaßlichen Opfers“ steckt, mit dem Hinweis, den Beschuldigten schützen zu wollen, ist nur das notdürftig verkleidete Verlangen, Sexualstraftaten nicht bestrafen zu wollen und die Beschuldigten der Strafverfolgung zu entziehen. Die Forderung nach einem Urteil zur Unschuld des Beschuldigten ergibt sich dabei für echte Frauenhasser aus dem männlichen Geschlecht des Täters und dem weiblichen Geschlecht des Opfers und dem mindestens unbewußt verinnerlichten „Naturrecht“ des Mannes auf sexuelle Verfügungsgewalt über den weiblichen Körper. Um die juristische Entsprechung des bereits getätigten moralischen Freispruchs wird dann vor Gericht und drumherum gestritten. Oft auch über die Strategie einer vollständigen Vernichtung des Opfers und inflationär vorgetragener Zweifel an der Glaubwürdigkeit, die sich bei Mann=Täter/Frau=Opfer-Konstellation beliebig durch Medien und Publikum vervielfachen lassen.

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Für mehr Solidarität unter Frauen!

Woman Power Emblem Red

Public Domain

In stürmischen Zeiten wird gern die Solidarisierung unter Frauen gefordert. Mit Solidarität kommen wir weiter und das Patriarchat macht die Mücke. Der Mangel an Solidarität unter der Frauen schwächt unsren Kampf . Unsere Solidarität deckt aber keine Entsolidarisierungsforderungen. Aus aktuellem Anlass, und weil wir im Namen der Solidarität unter Frauen, nicht dümmer aussehen wollen, als wird sind, dieser Kommentar.

Julia Schramm ist Politikwissenschaftlerin und Autorin. Sie bloggt und twittert auch zu feministischen Themen und viel über Antifeminismus und in dieser Rubrik am 16. September auf br.de einen Gastbeitrag zum Thema „Hater vs. Feministinnen“ [1]. In ihrem Text erklärt sie warum Frauen im Netz so viel Hass abbekommen. Als Anlass für diesen Text nahm sie einen zynischen, aber im Kern üblen, Kommentar, der ihr als Reaktion auf ihre Behauptung zuteil wurde, die Feministische Initiative (FI) müsse für „antisemitische Anwandlungen“ kritisiert werden.

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„Maskulisten sind Schaumschläger!“

We Can Do It - Poster

By J. Howard Miller, artist employed by Westinghouse, poster used by the War Production Co-ordinating Committee [Public domain], via Wikimedia Commons

Störenfrieda: „Hallo Isi, wie geht es dir?“

Isi: „Soweit ganz gut. Ich fühle mich bestens unterhalten. Diese Gesellschaft kommt ihrer Unterhaltungspflicht bestens nach, jedenfalls mir gegenüber.“

Störenfrieda: „Was amüsiert dich denn?“

Isi: „Habt ihr am Dienstag die Sendung „Menschen bei Maischberger“ gesehen? Hieß „Krieg um Kinder“. Da war Detlef Bräunig zu Gast. Er bekannte sich zur Unterhaltsprellerei und sorgte für Empörung.“

Störenfrieda: „Du meinst Detlef Bräunig oder Leutnant Dino, wie er sich nennt? Hattest du den nicht verklagt?“

Isi: „Ja, auf Unterlassung. Er hatte ohne meine Zustimmung Personendaten und Bilder veröffentlicht. Ich nehme an, er war wohl wütend auf mich, weil ich auf meinem Blog einen seiner rassistischen Beiträge kritisiert habe. Das Landgericht entschied, dass er dies zu unterlassen habe.

Störenfrieda: „Wie kam er an diese Bilder und Daten?“

Isi: „In der Maskulisten-Szene werden in Dossiers Daten über Bloggerinnen und Autorinnen gesammelt, die als Feministinnen erkannt werden, um ihnen zu schaden. Das Dossier über mich trägt die Artikelnummer 12. Das Internet vergisst wenig und hier da fallen Informationen an, die dann zusammengestellt werden und jedem zur Verfügung gestellt, der sich als wahrer Antifeminist in den Kampf gegen den Feminismus stürzen möchte.“

Störenfrieda: „Er schreibt, du hättest dieses Bild selbst veröffentlicht.“

Isi: „Ja, genau. ICH habe ein Bild von mir veröffentlicht und zwar auf meinem Blog. Das gibt ihm nicht das Recht ebenfalls Bilder von mir auf seinem Blog hochzuladen. Als abgebildete Person muss ich bei der Veröffentlichung von Portraitaufnahmen zustimmen oder habe das Recht die Veröffentlichung zu unterbinden. Zumal er auch nach Klagezustellung das Bild noch mit Seitenscheitel und Hitlerbärtchen erneut publizierte. Im Verfahren meinte er, der schwarze Punkt auf der Oberlippe und der Scheitel dienten der Unkenntlichmachung. Das überzeugte das Gericht nicht.“

Störenfrieda: „Wie hast du das Verfahren erlebt?“

Isi: „Zum ersten Termin vor dem Amtsgericht haben mich viele Freunde und Freundinnen begleitet. Das war sehr gut. Ich wußte nicht so recht was auf mich zukommen wird. Die Verhandlung endete mit der Verweisung an das Landgericht, da sich nicht zuletzt durch die Nachveröffentlichung, der Streitwert erhöht hat. Da vor dem Landgericht Anwaltszwang besteht, war anzunehmen, dass es mit einem Versäumnisurteil zu meinen Gunsten ausgeht.“

Störenfrieda: „Du hast das Verfahren gewonnen?“

Isi: „Ja. Das Internet ist ja kein rechtsfreier Raum. Unter Ankündigung von Ordnungsgeld oder Ordnungshaft wurde ihm auferlegt, zukünftig weder meinen Namen, noch Bilder oder sonstige Daten zu meiner Person zu veröffentlichen. Im Buch „Die Maskulisten“ habe ich dazu meine Erfahrungen niederschreiben dürfen. Ich nehme mal an, dass ich die einzige Klägerin bin, die erfolgreich gegen ihn geklagt hat, mit der er weder Sex noch Kinder hat.“

Störenfrieda: „Warum war dir das so wichtig und was hat´s gebracht?“

Isi: „Wichtig war das für mich, um irgendwie ein Zeichen zu setzen. Es sollte lauten: Bis hierher und nicht weiter. Wichtig ist es auch, weil unsere Beziehung zu einander, eine andere ist, als in seinen sonstigen verlorenen Prozessen. Wir hatten nämlich überhaupt keine persönliche Beziehung zu einander. Das verschafft mir eine andere Basis der juristischen Auseinandersetzung. Als er die Klage zugestellt bekam, konnte der sonst so coole Macho tagelang nicht schlafen. Hat mir seine Ex erzählt. Mich hat das amüsiert. In einem Verfahren unterlegen zu sein, in dem es nicht um Unterhaltsansprüche geht, ist eine neue Erfahrung für ihn. Ans Prozesse verlieren hatte er sich ja schon gewöhnt und redet sich seit dem jede Niederlage schön.“

Störenfrieda: „In seinen Kommentaren schreibt er, dass es dir nur ums Geld gehen würde. Stimmt das?“

Isi: „Wenn es mir ums Geld gehen würde, dann hätte ich ihn auf Beleidigung und Schadenersatz verklagt und nicht auf Unterlassung. Vom angedrohten Ordnungsgeld bei Zuwiderhandlung sehe ich auch keinen Cent. Einem Mann in die Tasche zu greifen, der so viel Zeit und Aufwand darauf verwendet, sich arm zu rechnen, ist sadistisch.“

Störenfrieda: „..und sadistisch willst du nicht sein?“

Isi: „Nein, einen Masochisten schlägt man nicht.“

Störenfrieda: „Wie hast du das Verfahren erlebt? Hast du Bräunig mal kennengelernt?“

Isi: „Ich habe ihn an den beiden Verhandlungstagen getroffen. Wir saßen uns in den Gerichtssälen gegenüber. Er trat als Mann von Welt auf, der dann um Fahrtkostenrückerstattung bettelt und auch da scheitert. Es war die großartigeste Darstellung einer am eigenen Mannsein gescheiterten Existenz nach Alvy Singer.“

Störenfrieda: „Möchtest du unseren Leserinnen noch einen Rat mit auf den Weg geben?“

Isi: „Ja, mehrere. 1. Schließt eine Rechtsschutzversicherung ab. 2. Wehrt euch und stellt es klug an. 3. Glaubt bloß nicht, dass Maskulisten irgendetwas besser könnten oder wüssten als ihr selbst. 4. Maskulisten sind Schaumschläger.“

Störenfrieda: „Vielen Dank für das Gespräch!“

Isi: „Bitte. Gern.“

Warum Staigers „Rundumschlag“ Schnee von gestern ist

Three wise monkeys, Tōshō-gū Shrine, Nikkō

By Jakub Hałun (Own work) [GFDL or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Marcus Staiger ist Jahrgang 1971 und ein deutscher Journalist und ehemaliger Labelbetreiber. Er gilt als einer der Wegbereiter des Berliner Rap und betreibt einen eigenen Blog. Staiger konnte es (wie viele andere Männer) nicht unterlassen, sich ebenfalls zum Nah-Ost-Konflikt zu äußern. Dabei lässt er kein Fettnäpfchen aus und fässt in bemerkenswerter Konsequenz zusammen, was im Diskurs in mehr oder weniger sozialen Netzwerken gerade so schief läuft. Allerdings stellt er sich selbst auch kein bisschen schlauer als der beschämende Rest.

Dass Marcus Staiger jeden seiner Sätze mit einem ‚Ich..“ beginnt, sei ihm verziehen. Er macht sich eben gern – und absolut zurecht!- nackig. Zudem isser auch tatsächlich so allein wie Don Quixote (nur ohne Sancho Panza) und auch die Windmühlen sind schon abgerissen. Alle.

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Frauen im Nahen Osten: „Die Vorbilder werden hoffentlich einmal wir sein!“

Israel

via Pixabay, Public Domain C00

In diesen Tagen beschießt die israelische Armee (IDF) in Tötungsabsicht Wohngebiete im Gazastreifen. Im Zielgebiet werden Menschen vermutet, die im Verdacht stehen, das Staatsgebiet Israels zuvor mit Raketen beschossen zu haben. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu veröffentliche am 8. Juli 2014 folgende Stellungnahme [1]:

In den letzten Tagen haben Hamas-Terroristen hunderte Raketen auf israelische Zivilisten gefeuert. Kein anderes Land lebt unter solcher Bedrohung und kein anderes Land würde solch eine Bedrohung akzeptieren.

Israel wird den Raketenbeschuss seiner Städte und Dörfer nicht reaktionslos hinnehmen.

Wir haben darum unsere Operation gegen die Hamas und andere Terrororganisationen im Gazastreifen erheblich ausgeweitet.

Israel will keinen Krieg, aber die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, ist unsere vorrangige Aufgabe.

Israel zielt auf Hamas-Terroristen und nicht auf unschuldige Zivilisten. Dem entgegen zielt die Hamas auf israelische Zivilisten und missbraucht palästinensische Zivilisten als Schutzschild. Die Hamas trägt daher die volle Verantwortung für jede Gefährdung und Schädigung der israelischen und palästinensischen Zivilbevölkerung gleichermaßen.

Wir sind entschlossen, unseren Bürgern die Sicherheit und den Schutz zu geben, den sie verdienen.

In diesen Sätzen steckt die Erklärung, Menschen gezielt töten zu wollen, sobald diese als Terroristen eingestuft werden. Diese Einstufung kann auch post mortem erfolgen. Terroristen, zu deren Ermittlung es keine zusätzliche Begründung als die Nachrufe der Hamas braucht, haben ihr Lebensrecht verwirkt. Die Tötung von „Hamas-Terroristen“ ist – nach Netanyahu – legitim, die Tötung von Zivilisten ein bedauerlicher Kollateralschaden in fremder Verantwortung. Mit den Toten wird auch der israelische Rechtsstaat begraben.

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Gegen Dogmatismus! Für mehr Skeptizismus!

Graffiti Berlin Monster

By Jotquadrat (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Am Abend des 4. Juli 2014 kam es in Wuppertal zu einem physischen Angriff auf Antifaschist_innen [1]. Der Angriff wirkte auf die Betroffenen zielgerichtet und planvoll. Aus Sicht der Opfer liegt die Vermutung nahe, es könne sich um ein antisemitisches Tatmotiv handeln. Auf dem linksliberalen Blog ruhrbarone.de ist zu diesem Ereignis zu lesen, dass das Bekenntnis zum Judentum, eine paradoxe Reaktion hervorrief. Ob dieser Angriff einen antisemitischen Hintergrund hat, ist nur sehr schwer herauszufinden. Antisemitische Parolen sind nicht belegt. Unstrittig ist, dass dieser Angriff stattgefunden hat. Ebenso klar sollte sein, dass Gewalt politische Differenzen nicht auflöst sondern weiter verschärft.

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Die Wahrheitssucher finden die Wahrheit nicht

Fight Sexism - Streetart

by Steffi Reichert via Flickr, [CC BY-NC-ND 2.0]

Im Artikel „Warum die Friedensmahnwachen für’n Arsch sind“  wird ein sexistisches Werbe-Banner kritisiert. Darauf zu sehen ist eine gefesselte Frau, die in Latexbuchse ihren Arsch zur Ansicht anbietet. Der Ersteller bildet sich ein, diese Grafik sei geeignet, „Schubladendenken“ zu überwinden. Tatsächlich degradiert sie Frauen zu hilflosen Sexobjekten und einem Ornament der Friedensmahnwachenbewegung.

Trotz heftiger Kritik und breiter Ablehnung wurde dieses Banner nicht entfernt und kann weiterhin abgerufen und verlinkt werden. Auf die Verlinkung hier wird verzichtet.

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Warum diese Friedensmahnwachen für’n Arsch sind

Woman Power Emblem Red

Public Domain

Über die Friedensmahnwachen wurde schon viel nachgedacht und noch mehr veröffentlicht. Die Veröffentlichungen sollen hier durch eine radikalfeministische Perspektive ergänzt werden.

Was sind Friedensmahnwachen?

Die sogenannten Friedensmahnwachen finden in den meisten Städten montagabend statt. Die Orgastrukturen arbeiten autonom und bestehen meist aus wenigen Leuten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, einmal wöchentlich im öffentlichen Raum eine Veranstaltung zu organisieren, um ihren Friedenswillen zu bekunden. Diese Veranstaltungen werden privat und ehrenamtlich organisiert und sind als politische Willensbekundung zu bewerten. Kritisiert werden im Rahmen der Friedensmahnwachen die Kriegsberichterstattung durch Medien, die bekundete Kriegsbereitschaft der politischen Eliten sowie die Macht des Geldes in der Politik wie auch auf das eigene Leben.

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