Kategorie: Aktuelles/Veranstaltungen

Auf die Straße gegen Rape Coaches

Rape is not legal?

Fabio Venni via Flickr, [CC BY-SA 2.0]

Für den kommenden Samstag haben Pick-Up-Artists weltweit in 165 Städten dazu aufgerufen, sich an öffentlichen Plätzen unter geheimen Erkennungsmerkmalen zu treffen und ihre Techniken an wehrlosen Frauen auszuprobieren. In den sozialen Netzwerken schlagen die Wellen hoch, auch die ersten Printmedien reagieren langsam. Das ist auch bitter nötig, denn diese Ableger der Pick-Up-Artists finden, man sollte Vergewaltigung im Generellen legalisieren.

Roosh V. (Daryush Valizadeh), der Initiator, verfasste im Februar 2015 einen Blogbeitrag mit dem Titel „How to Stop Rape“. Darin formulierte er die These, dass man das Problem sexueller Übergriffe ganz einfach damit beenden könnte, in dem man Vergewaltigung auf privatem Gelände ganz einfach legal macht. Auf Twitter erklärte er jüngst, das sei Satire gewesen und nicht ernst gemeint.

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Fr. Dr. E. liebt die Abendsonne

Abendrot

By Valentina Requesens from Viña del Mar, Chile [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Dieses aufgeblasene Fräulein glaubt, sie ist was besseres! Das Fräulein hat keinen abgekriegt, und deshalb trägt sie jetzt die krumme Nase hoch. Als ob es eine Auszeichnung ist, keinen Mann zu haben!

schimpfte die Großmutter den ganzen Hinweg über.

Warum sind in der Hochstapler-Branche nur Männer unterwegs? Woran auch immer das liegen mag – damit ist´s jetzt vorbei, es kommt Frau Dr. E.

Neben ihrer fragwürdigen Berufstätigkeit geht es um eine Familientragödie im Kleinbürgertum, psychische Erkrankungen, Gespenster, an die man sich lieber nicht erinnern möchte und vor allem um das Gehorsamkeitsgebot für Töchter.

Autorin Juliane Beer liest am Freitag, den 5.12.2014 um 20 Uhr aus ihrem Roman: „Frau Dr. E. liebt die Abendsonne“in der Galerie KungerKiez, Karl-Kunger-Straße 15, 12435 Berlin (Alt-Treptow).

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der KungerKiezInitiative e.V. in Kooperation mit der Fahrbibliothek Treptow-Köpenick, gefördert vom Berliner Autorenlesefond.

Das Buch erscheint Anfang nächsten Jahres bei Marta Press.

Zeit der Namenlosen – ein Film über Menschenhandel

Logo: Augsburger/innen gegen Menschenhandel

Am 30. November und am 01. Dezember um 19 Uhr wird die Initiative Augsburger/Innen gegen Menschenhandel den Film „Zeit der Namenlosen“ im Thalia-Kino in Augsburg zeigen. Anschließend stehen Filmemacherin Marion Leonie Pfeifer, Helmut Sporer von der Kripo Augsburg, Klaus Engelmohr von Projekt X und Frau Hieble von SOLWODI Augsburg für eine Gesprächsrunde zur Verfügung.

Kurzinfos zum Film: Neben dem Drogen- und Waffenhandel gilt die Versklavung mittlerweile als das lukrativste Geschäft der Organisierten Kriminalität. Anhand der Aussagen von Opferzeuginnen, Mitarbeiterinnen rumänischer und deutscher NRO’s sowie Kriminalbeamten vom BKA Wiesbaden und dem Polizeipräsidium München werden in der Dokumentation von Marion Leonie Pfeifer die perfiden Strukturen des Frauenhandels aufgezeigt. Der überwiegende Teil der Prostituierten, die in Deutschland arbeiten, sind Ausländerinnen, viele davon sind von Menschenhandel betroffen. Die Zahl der Zwangsprostituierten, die auch in „offiziellen“ Bordellen eingesetzt werden, steigt. Das Prostitutionsgesetz sollte die Lage der Prostituierten verbessern, in der Praxis wurden die Rechte der Bordellbetreiber und Zuhälter gestärkt.

Störenfriedas gesucht! Lust auf einen Gastbeitrag bei uns?

Störenfriedas Hintergrundbild

Wir bekommen oft Zuschriften von unseren LeserInnen, die gerne über ein bestimmtes Thema schreiben möchten. Wer von euch hat Lust, über ein bestimmtes Thema rund um Feminismus, Antifaschismus und Sozialkritik zu schreiben? Erlaubt ist alles – von einem polemischen Rant über einen persönlichen Bericht oder ein Interview oder eine Analyse. Wir freuen uns auf eure Beiträge! Schreibt uns auf Facebook oder unter stoerenfriedas [at] googlemail.com

HPV: Gesundheitsprävention oder großer Wurf für die Pharmaindustrie?

Tabletten, Medikamente

By Peter Franz via Flickr, [ CC BY 2.0 ]

Wie das Berliner Frauengesundheitszentrum berichtet, hat die Ständige Impfkommission (STIKO) eine neue Empfehlung herausgegeben, nach der nun alle Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren (statt bisher zwischen 12 und 17 Jahren) gegen HPV (Humane Papillomaviren) durchgeimpft werden sollen,  da die Impfung am wirksamsten sei, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolge. Mit dieser neuen Empfehlung sollen die Impfzahlen, die momentan um die 40% liegen, erhöht werden. Auch die Weltgesundheitsorganisation empfehle die Impfung ab 9 Jahren.

Dies ist ein weiterer Schritt hin zu einer immer früheren Medikamentalisierung von jungen Mädchen. Genauso unkritisch wie Gynokälog*innen heutzutage die Pille (ein absoluter Hormonhammer) als Arznei gegen beispielsweise Regelbeschwerden verschreiben, wird von ihnen und der STIKO zu dieser höchst umstrittenen Impfung geraten:

  1. Es lagen zum Zeitpunkt der Zulassung noch keine Studien zur klinischen Nutzen vor.
  2. Alle bisherigen Studien lieferten ernüchternde Ergebnisse über die Wirksamkeit.
  3. Die Impfung führte in zahlreichen Fällen zu gravierenden Nebenwirkungen bis hin zu massiven Impfschäden.

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Die „nihilistische Revolution der unheiligen Allianz“ in Chile: Gesprächsrunde mit Corina Toledo

Graffiti in Berlin

By User:Nicor (Own work) [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Revolution im Spiegel der Kunst? Gesprächsrunde mit der Künstlerin Dr. Corina Toledo zur „nihilistische Revolution der unheiligen Allianz“ in Chile, d.h. der  Allianz zwischen Militarismus, Patriarchat, Religion und Kapitalismus. Ihre Position ist, dass die Revolutionen bis heute „blutige Schauspielplätze“ von Männer sind, meistens gegen Frauen und Kinder. Demzufolge vertritt sie die Auffassung, dass die Revolution von Frauen noch aussteht, die darin besteht, „Leben zu spenden und Leben zu erhalten“, im Einklang mit der Pachamama! Die Gesprächsrunde ist am 28.10.2014, 18.00 Uhr im Cafe Freiraum freiraum e.V. Pestalozzistr. 8 80469 München. Mehr Informationen unter: http://www.corinatoledo.com/

Der Kampf um Kobane: Ein Beispiel selektiver Solidarität

Kampf um Kobanê

By Agathocle de Syracuse (http://www.agathocledesyracuse.com/archives/52) [Public domain], via Wikimedia Commons

Der heroische Widerstand der Menschen in Kobane gegen das Gemetzel der Daesh (ISIS)–Faschisten seit Mitte September, hat zu einer Welle der internationalen Solidarität geführt. Eine Vielzahl von Artikeln und Statements wurde geschrieben und es wurden Proteste in zahlreichen Städten auf der ganzen Welt abgehalten. Kurden sind ihren Landsmännern über die türkische Grenze hinweg zur Hilfe geeilt, obwohl sie vom türkischen Militär brutal zurückgedrängt wurden. Andere, darunter auch unsere türkischen Genoss*innen der DAF (Revolutionäre Anarchistische Aktion), sind zur Grenze gegangen um mitzuhelfen diese offen zu halten für Flüchtlinge, die in Richtung Türkei fliehen. Es gab Rufe die kurdischen Kräfte zu bewaffnen und Aufrufe, die DAF zu unterstützen und Hilfe für die Flüchtlinge zu senden. Jedoch wurde diese Solidarität mit den syrischen Kurden nicht auf nicht-kurdische Gruppen ausgeweitet, die im Land ebenfalls kämpfen und sterben um sich vom Faschismus und gewalttätiger Unterdrückung zu befreien und für Freiheit und Selbstbestimmung eintreten. Es wird häufig fälschlicherweise behauptet, dass der Kernkonflikt in Syrien auf Sektierertum beruht. Es ist notwendig zu verstehen in welchem Ausmaß Sektierertum auch in unseren Reaktionen eine Rolle spielt.

Die Protestbewegung, die 2011 gegen Bashar Al Assad entstand, vereinte die Menschen über Syriens diverse ethnische und religiöse Spektren hinweg in einem Kampf für Freiheit. Kobane war keine Ausnahme. Die Kurden, die in dieser Stadt die Mehrheit stellen, hatten lange Zeit unter der Arabisierungs-Politik des Baathistischen Regimes gelitten, und sie waren unter den ersten, die sich erhoben als die Revolution begann. In diesem Protest ab Mitte 2012 forderten Kurden und Araber gemeinsam den Sturz des Regimes und feierten unterstützend die Freie Syrische Armee (FSA), als diese die kurdische Flagge hochhielt, als dies noch ein gefährlicher Akt des Widerstands war. Aber von diesen frühen Tagen an gelang es der syrischen Protestbewegung in Kobane und anderswo nicht internationale Unterstützung zu erhalten. Wäre ihnen das gelungen wäre das Land nicht in einem solchen Maße zerstört worden, dass ISIS in weiten Teilen die Kontrolle erlangen konnte.

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StörenFrida Berlin- Feministische Frauenkneipe: Erzählcafé mit Anna und Jalda, zwei jüdischen Künstlerinnen in Berlin

Störenfrida-Berlin feministische Frauenkneipe

Die StörenFrida Berlin ist ein Ort für Frauenpolitik und Frauengeschichte für Frauen, FrauenLesben und Trans*. Das heißt, unser inhaltlicher und politischer Schwerpunkt liegt auf Frauenpolitik und der Geschichte der FrauenLesbenbewegung und Frauen in dieser Gesellschaft. Wir freuen uns über alle Frauen, FrauenLesben und Trans*, die sich dafür interessieren und darüber auseinandersetzen wollen oder einfach mit uns Zeit verbringen wollen.
Die feministische Frauenkneipe StörenFrida gab es schon in Hannover. Wir haben die Kneipe quasi von dort importiert und in Berlin etabliert, auch um unserer uns wichtigen feministischen Sozialisation in Hannover und den Inhalten, Debatten und Schwerpunkten, die uns feministisch geprägt haben, einen Ort in Berlin zu geben.

Die StörenFrida hat jeden Monat ein wechselndes kulturelles/ politisches/ kreatives Programm und möchte einen feministischen Raum schaffen und gestalten, in dem Menschen sich austauschen, Ideen entwickeln, Spaß haben oder einfach sein können.

Die Kneipe ist selbstorganisiert und unkommerziell und trägt sich vor allem über Spenden von den Veranstaltungen und Soli-Einnahmen.

Es gibt die StörenFrida seit Juni 2011 einmal im Monat – jeden 4. Donnerstag Abend. Unsere Heimat ist der Antisexistische Infoladen FAQ in Neukölln http://as-laden.info/. In Ausnahmen geht die StörenFrida auch auf Reisen in andere Räume in Berlin.
Die Kneipe ist rauchfrei und barrierearm.

Weitere Infos gibt es hier: http://stoerenfridaberlin.blogsport.de/

Ihr findet uns jeden 4. Donnerstag ab 20 Uhr im

Antisexistischen Infoladen faq
Jonasstr. 40, Neukölln
U8, Haltestelle Leinestr.

Oder schreibt uns eine E-Mail:
stoerenfridaberlin@riseup.net

Aktueller Termin 23. Oktober 2014: Erzählcafé mit Anna und Jalda, zwei jüdischen Künstlerinnen in Berlin

Die Bildende Künstlerin, Bühnenbildnerin und Ausstellungsmacherin Anna Adam ist vor allem mit ihrem Satireprojekt FEINKOST ADAM bekannt geworden. Die Kantorin Chasan Jalda Rebling lehrt in der Tradition der Maggidim, jüdischer Wander-Lehrer, die mit Liedern, Legenden und Geschichten jüdisches Wissen in die Welt tragen. Sie ist eine international bekannte Musikerin für Jüdische Musik. Beide Frauen wurden in dem Dokumentarfilm von Katinka Zeuner JALDA UND ANNA ERSTE GENERATION DANACH portraitiert.
Im Erzählcafe sprechen sie mit uns über ihre Kunst und ihre Musik, über Feminismus und jüdisches Leben.

STOP SEXKAUF – internationaler Kongress zum Abbau von Prostitution

Logo Stop Sexkauf

Die Initiative Stop Sexkauf veranstaltet vom 05. bis zum 07. Dezember in Kooperation mit dem KOFRA München den Kongress „STOP SEXKAUF – internationaler Kongress zum Abbau von Prostitution“ in München. In den drei Tagen sprechen unter anderem Lea Ackermann von SOLWODI, Kathleen Barry von Abolish Prostitution Now, Mary Honeyball, die im Europäischen Parlament die Empfehlung für ein Sexkaufverbot initiierte, Kriminalhauptkommissar und Autor Manfred Paulus, Simon Häggström von der Stockholmer Polizei, Prostitutionsüberlebende und Aktivistinnen aus der ganzen Welt. Der Kongress ist eine hochkarätige Vernetzungs- und Informationsveranstaltung für alle, die sich im Kampf gegen Prostitution engagieren.

Programm und Anmeldung gibt es hier.