Kategorie: Buch- und Filmtipps

Der Körper als Ware

Buchcover: Der Körper als Ware

Lisbeth N. Trallori: Der Körper als Ware, Mandelbaum-Verlag, 2015

 

Der Kapitalismus macht vor nichts Halt – auch nicht vor dem Körper. Besonders Frauenkörper sind der kapitalistischen Ausbeutung auf vielfache Weise unterworfen. Von Körperzellen über Eizellen bis zur Leihmutterschaft und der Prostitution werden einzelne Bestandteile des weiblichen Körpers verkauft und ausgebeutet. Die Pornoindustrie treibt bewusst die Pornifizierung von Körpernormen und die Darstellung von Frauen in Werbung und Medien voran. Mit Frauenkörpern lässt sich Geld verdienen.

In „Der Körper als Ware – Feministische Interventionen“, erschienen im Mandelbaum Verlag, geht Lisbeth N. Trallori in 5 Teilen der neuen Vermarktung von weiblichen (und männlichen) Körpern nach.

Teil I trägt den Titel „Der Körper als Medium der Kapitalisierung“. Darin wird die neue Körperpolitik in engen Zusammenhang mit neoliberaler Verwertungslogik gestellt. Alles am Körper ist verwertbar, seine Zellen, Organe, Fortpflanzungsorgane und wird mit einem Preis versehen. Der eigene Körper soll ständig verbessert werden – mit Schönheits-Ops, Kosmetik und anderen Tuning-Maßnahmen, die auch vor dem eigenen Kind, das längst als eine Art „Glücksinvestition“ betrachtet wird, nicht Halt machen.

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„Gewalt unter der Geburt“ Buchempfehlung

Buchcover: Gewalt unter der Geburt

Christina Mundlos: "Gewalt unter der Geburt - Der alltägliche Skandal", Tectum Verlag, 2015

Mit ihrem Buch „Gewalt unter der Geburt“ möchte die Autorin, Christina Mundlos, eines der letzten Tabus in unserer Gesellschaft aufbrechen. Die Geburt eines Kindes wird im Allgemeinen als etwas Positives dargestellt, eines der wichtigsten Momente im Leben einer Frau. Es wird nicht über die oft brutalen Erfahrungen, die so viele Frauen während der Geburt erleben müssen, so offen berichtet.

Der Begriff Gewalt im Kontext von Geburt ist erst einmal sehr ungewohnt und somit vielleicht verstörend. Gewalt und Geburt werden üblicherweise nicht in einen Zusammenhang gebracht.  Christina Mundlos versucht, vielleicht auch deshalb, zum Verständnis Gewalt zu definieren, beginnend mit der sehr umfangreichen Definition von Galtung, dem Begründer der Friedens- und Konfliktforschung, und sie stellt fest, dass es tatsächlich keine allgemeingültige Definition geben kann, sondern eine Definition von Gewalt immer auch ein Werturteil beinhaltet. Sehr deutlich aber sagt Christina Mundlos:

„[…] unter der Geburt geht körperliche Gewalt mit psychischer Gewalt einher, oder die zunächst „nur“ psychisch ausgeübte Gewalt geht zu einem späteren Zeitpunkt in physische Gewaltanwendung über […]“

Als Beispiele für psychische Gewalt werden zum Beispiel das Hinwegsetzen von Wünschen der Gebärenden bezeichnet und Beispiele für unnötige Interventionen, die auch als Körperverletzung gesehen werden können, sind die Eröffnung der Fruchtblase oder langanhaltende Kontrolle der Wehen mit CTG. Weiterlesen

PROJEKT A – Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa

Port-au-Prince Film & Kultur Produktion GmbH

Der Anarchismus ist eine Idee, die radikal alles in Frage stellt – auch sich selbst – und deren schonungslose Kritik vor nichts halt macht. Dabei ist die Idee der Anarchie ziemlich einfach: Anarchie ist, wenn kein Mensch uber den anderen herrscht. Oder wie Kant es ausgedruckt hat: ‚Anarchie ist Gesetz und Freiheit ohne Gewalt.‘ Das Ziel des Anarchismus ist die Abschaffung der Herrschaft von Menschen uber Menschen; es geht also nicht um die Feindschaft zu dieser Regierung oder jenem Tyrannen, sondern darum, den Staat an sich zu bekampfen und zugleich Alternativen zur Staatlichkeit zu entwickeln.Horst StowasserAnarchie!

„PROJEKT A“ ist ein Dokumentarfilm über anarchistische Projekte in Europa. Er hat seine Premiere in Berlin am 2. Februar in der Volksbühne und seinen Kinostart im Verleih in Deutschland am 4. Februar 2016.

Finanzkrisen und Flüchtlingsströme, soziale Ungleichheiten und ökologische Katastrophen, Kriege und Terrorismus – wie ein Hochgeschwindigkeitszug rast unsere Zivilisation auf eine Wand zu. Am Steuer sitzen Regierungen, die scheinbar nicht in der Lage sind die Probleme der Menschen zu lösen. Aber sind die Regierungen nicht vielmehr Teil des Problems? Was wäre die Alternative?

PROJEKT A ist ein Film, der sich den üblichen Klischees über Anarchismus widersetzt und zeigt: Eine andere Welt ist machbar. Ob im anarchistisch geprägten Stadtviertel Exarchia in Athen, bei Antiatomkraft Aktionen in Deutschland, bei der weltweit größten anarchosyndikalistischen Gewerkschaft in Spanien, einer katalanischen Kooperative oder beim genossenschaftlich organisierten Kartoffelkombinat in München: Die Aktivist_innen setzen ihre Visionen in die Tat um, unabhängig von staatlichen Strukturen, gleichberechtigt und mit dem Ziel einer solidarischen Gesellschaft vor Augen.

PROJEKT A gibt Einblick in ein alternatives Weltbild und zeigt anarchistische Ideen des Zusammenlebens und des Handelns: eine Welt, in der niemand herrschen soll über Wissen, Ressourcen, Grund und Boden oder andere Menschen.

Website: www.projekta-film.net

Warum hasst ihr uns so? Für die sexuelle Revolution der Frauen in der islamischen Welt

Buchcover "Warum hasst ihr uns so?" von Mona Eltahawy

Mona Eltahawy: Warum hasst ihr uns so?, Piper Verlag, 2015

Bereits im vergangenen Jahr hat die ägyptische Schriftstellerin Mona Eltahawy ein Buch geschrieben, das durch die Vorfälle in der Silvesternacht auch in Deutschland eine neue Brisanz bekommen hat: „Warum hasst ihr uns so? Für die sexuelle Revolution der Frauen in der islamischen Welt.“ Die Autorin analysiert, wie sich im Nahen und Mittleren Osten und Nordafrika Traditionen, Religion und Frauenhass zu einem für Frauen zerstörerischen Gemisch verbinden: Todesstrafen und Peitschenhiebe für Untreue, genitale Verstümmelung, Kinderehen, das Gebot der Verschleierung, das Verbot, Autofahren zu dürfen und der Kult um Jungfräulichkeit und Ehre sind sichtbare Auswüchse der systematischen Unterdrückung von Frauen in der arabischen Welt. Sexuelle Belästigung ist  ein Teil dieser misogynen Haltung – 80 Prozent aller ägyptischen Frauen gaben 2008 schon einmal sexuell belästigt worden zu sein, 60 Prozent aller befragten Männer räumte ein, selbst Frauen zu belästigen. Obwohl Frauen auf dem Tahir-Platz für die Freiheit demonstrierten, waren sie nicht nur Übergriffen durch das Militär, sondern auch durch männliche Demonstranten ausgesetzt, die in „Jungfräulichkeitstests“ gipfelten. 2013 erklärten 99,7 Prozent der ägyptischen Frauen gegenüber einer Umfrage der Vereinten Nationen, bereits sexuelle Belästigung erlebt zu haben.

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Feindbild Mutterglück – warum Muttersein und Emanzipation kein Widerspruch ist

Buchcover: Feindbild Mutterglück

Antje Schmelcher: Feindbild Mutterglück, orrell füssli Verlag, 2014

Hat der Feminismus die Mütter vergessen? Warum sind Mütter in den Augen vieler Queer-Feministinnen voller Privilegien, wegen derer man sie kritisieren muss? Und ist es wirklich so verwerflich, so unemanzipiert, wenn eine Frau einfach Mutter sein möchte? Antje Schmelcher beschreibt in Feindbild Mutterglück – warum Muttersein und Emanzipation kein Widerspruch ist, wie Frauen als Mütter heute einer Vielzahl von Diskriminierungen und unerfüllbaren Leistungsansprüchen betroffen sind.

Mütter werden ständig bewertet. Sie sind entweder zu jung oder zu alt, zu ehrgeizig oder asozial. Sie haben zu viele oder zu wenig Kinder. Als hysterisch, chronisch überfordert und manipulierbar gelten sie auch noch, kaum in der Lage, den eigenen Nachwuchs zu erziehen. Die Gentrifizierung wird an ihren Kinderwagen abgelesen, ebenso die Höhe der Sozialhilfe. Die Vollzeitmutter gilt als Luxusmodell oder als prekär.

Tatsächlich versucht sich Deutschland seit einigen Jahren in einer „aktiven Bevölkerungspolitik“. Gut ausgebildete Akademikerinnen werden mit dem Elterngeld belohnt, sollen aber auch möglichst nach einem Jahr zurück in den Job. Alle anderen, die Alleinerziehenden, die schlecht ausgebildeten und alle die, die ihre Kinder länger selbst betreuen wollen, werden schon durch die staatlichen Leistungen diskriminiert.

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Mädelsache- Frauen in der Neonazi-Szene von Andrea Röpke und Andreas Speit

Buchcover: Mädelsache - Frauen in de Neonazi-Szene

Mädelsache - Frauen in de Neonazi-Szene, März 2011, Ch.Links-Verlag

Als Beate Zschäpes Bild Ende 2011 der Öffentlichkeit bekannt wurde,  war die Verwirrung groß. Eine so harmlos aussehende Frau sollte Teil einer neonazistischen Terrorgruppe sein,  die zehn Jahre lang mordend durch Deutschland zog? Die Irritation zeigt, dass Frauen in der Neonazi-Szene für die Öffentlichkeit nahezu unsichtbar sind. Das Buch Mädelsache – Frauen in der Neonazi-Szene von Andrea Röpke und Andreas Speit gibt einen umfassenden und gut recherchierten Überblick darüber, wie sich Frauen in allen Formen nationalistischen Gedankenguts engagieren – und dass Unsichtbarkeit eine erfolgreiche Taktik ist.

Frauen sind überall

Die Autoren zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten in der rechten Szene für Frauen sind. Als NPD-Abgeordnete und in der Parteiorganisation Ring Nationaler Frauen, wo man sich unauffällig und bürgernah gibt, im Zweifelsfalle aber den Männern den Vortritt lässt, wenn es um politische Ämter geht, in der leicht antiquierten Gemeinschaft deutscher Frauen oder in Kameradschaften, die vor Gewalt nicht zurückschrecken, überall dort sind Frauen zu finden, mal sind sie die Wortführerinnen, mal sind sie nur ein Manöver, um Mandate zu bekommen und diese postwendend an Männer abzutreten, mal fotografieren sie Gegendemonstranten oder prügeln gleich selbst mit.

Sie singen in Rechtsrockbands, dichten Lieder, interessieren sich für deutsches Essen und deutsche Handwerkskunst. Sie sind Mütter und Kameradinnen, organisieren Treffen, halten Kontakte, tauschen sich aus.
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Als die Soldaten kamen

Buchcover: Miriam Gebhardt: Als die Soldaten kamen

Miriam Gebhardt: Als die Soldaten kamen, März 2015, DVA-Sachbuch, Verlagsgruppe Randomhouse

Es ist ein großes Tabu, an dem die Historikerin Miriam Gebhardt mit ihrem Buch „Als die Soldaten kamen“ rüttelt. Über die Vergewaltigungen am Ende des 2. Weltkrieges wurde nicht gesprochen, hunderttausende von Frauen schwiegen aus Scham. In der deutschen Nachkriegsgesellschaft war kein Platz für ihre Trauer. Es galt, die vertraute patriarchale Ordnung wieder herzustellen und die seelischen und körperlichen Wunden der Kriegsversehrten zu heilen. Das Land lag in Trümmern, da galten die Traumata der Frauen wenig. Vergewaltigung im Krieg ist nichts leider kein Alleinstellungsmerkmal des 2. Weltkrieges. In allen Kriegen wird vergewaltigt, um den Feind zu demütigen, seinen Rückhalt zu zerstören. Die Frauenkörper sind dort wie anderswo nur Mittel zum Zweck. Vergewaltigung im Krieg ist als Kriegswaffe anerkannt. Wie viele Frauen Vergewaltigungen durch die sogenannten Befreier erlitten, lag lange im Dunkeln. Im Zuge der zweiten Frauenbewegung versuchte die Feministin Helke Sander das Schweigen zu brechen – und stieß auf heftigen Widerstand. Eingestehen wollte man höchstens, dass die Rotarmisten vergewaltigten, es unterstrich die rassistische Sicht auf die „Untermenschen“ aus dem Osten. Dennoch regte sich höchstens verletzter Nationalstolz ob des verlorenen Krieges und der „geschändeten“ Frauen, Mitgefühl mit den Frauen, Anerkennung oder gar Entschädigungen gab es nicht. Zusätzlich überragte das Entsetzen über die Gräueltaten des Holocaust jede emotionale oder wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Verlusten des „Tätervolkes“.

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Das Mädchen Wadjda

DVD-Cover: Das Mädchen Wadjda

http://wadjda-film.de/

Ein Film von einer saudi-arabischen Regisseurin über Frauen in Saudi-Arabien? Das klingt ungewöhnlich, doch der saudi-arabischen Regisseurin  Hayfa Al Mansour ist mit „Das Mädchen Wadjda“ noch viel mehr gelungen. Sie erhielt die unumgängliche Dreherlaubnis des saudischen Kultusministeriums für den Dreh ihres sehr besonderen Films.

Saudi-Arabien ist das einzige Land auf der Welt, in dem Frauen kein Auto fahren dürfen. In der Öffentlichkeit dürfen sich Frauen nur mit der schwarzen Abaya verkleidet zeigen und überall werden die Geschlechter strikt voneinander getrennt. Es gibt nach Geschlechtern getrennte Bereiche an Supermarktkassen, Restaurants und sogar in den Privathäusern selbst. Frauen haben erst ihren Vater als Vormund, später dann den Ehemann, Bruder oder sogar den eigenen Sohn. Ohne Zustimmung ihres Vormundes dürfen sie das Land nicht verlassen. In Saudi-Arabien, der Heimat des Propheten Mohammed, gilt der Wahhabismus, die strengste Auslegung des Islam, der zugleich Staatsräson ist und  das gesamte öffentliche Leben regelt. Gleichzeitig gibt es durch das Öl einen großen Reichtum und technischen Fortschritt in dem sonst sehr abgeschlossenen Land.

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„Bitte freimachen – eine Anleitung zur Emanzipation“

Buchcover: Bitte freimachen. Eine Anleitung zur Emanzipation

Katrin Rönicke: Bitte freimachen, METROLIT Verlag, 2015

Wie ist das mit dem Frausein, dem Sex, dem Sexismus und dem Feminismus im Jahr 2015? Katrin Rönicke, bekannt als Netzfeministin und früheres Mitglied der „Mädchenmannschaft“ hat mit „Bitte freimachen – eine Anleitung zur Emanzipation“ den Versuch gestartet, einen Überblick über aktuelle feministische Themen und Debatten zu geben. Von Konsens über Genitalrasur, über Aufschrei zu Abtreibung widmet sie jedem Thema ein Kapitel, in dem sie das Generelle und Politische mit ihrer persönlichen Erfahrung als Frau verbindet, ein Konzept, das bereits bei Caitlin Moran wundervoll funktioniert hat. Zwar fehlt Katrin Rönicke der bissige Witz von Caitlin Moran, dafür gelingt es ihr, die großen Grabenkriege des Feminismus geschickt zu umschiffen, sie zitiert Alice Schwarzer ebenso wie Standpunkte der sogenannten Lib- oder Queerfeministinnen. Für eingefleischte Feministinnen steht in dem Buch nichts Neues, doch es ist eine gut geschriebene, sympathische und fundierte Einführung in das Thema Feminismus in Deutschland 2015, die man gerne all jenen in die Hand drücken möchte, die behaupten, das Thema „Gleichberechtigung“ sei längst gegessen.  Besonders gefällt, dass in ihrem Buch deutlich wird: „Wir haben noch viel zu tun“ – und „Wir haben ein gemeinsames Ziel“. Rönicke vermeidet das sture Festhalten an exklusiven Thesen, sondern plädiert für Vielfalt, für Akzeptanz und für mehr Bewusstsein für die Tatsache, dass wir alle Frauen sind, die bei aller Unterschiedlichkeit ähnliche Erfahrungen machen müssen und dass wir nur gemeinsam daran etwas ändern können. Sie räumt auf damit, dass Feministinnen keine Mütter und keine Ehefrauen sein können und auch damit, dass es so etwas wie weibliche und männliche Gehirne gibt. Ein trotz ernster Themen positives Buch, das Lust auf feministische Arbeit macht. An sich selbst und an der Gesellschaft.

Katrin Rönicke: „Bitte freimachen – eine Anleitung zur Emanzipation“. Erschienen bei Metrolit Verlag.

Kinderarbeit- ein Tabu – Mythen, Fakten, Perspektiven

Buchcover: Georg Wimmer: Kinderarbeit - ein Tabu

Georg Wimmer: Kinderarbeit - ein Tabu, März 2015, Mandelbaum-Verlag

Die Debatte um Kinderarbeit erinnert in vielen Aspekten an die Prostitutionsdebatte. Sollte Kinderarbeit generell verboten werden, wenn Kindern dadurch die Möglichkeit zum Überleben genommen wird? Georg Wimmer geht in Kinderarbeit ein Tabu – Mythen, Fakten, Perspektiven diesen und anderen Fragen zu Kinderarbeit nach.

Es sind erschütternde Beispiele, die der Journalist Georg Wimmer zusammen getragen hat, vor allem aus Lateinamerika. Schätzungsweise arbeiten weltweit rund 168 Millionen Kinder in allen Altersstufen. Die Arbeit ist gefährlich, schlecht bezahlt und gefährdet die Gesundheit. Ihre Kindheit ist vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat, sie werden ausgebeutet und viel zu oft auch Gewalt in allen Formen ausgesetzt. Die Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)  fordert deshalb, Kinderarbeit weltweit zu verbieten. Wimmer aber sieht das anders. Er findet, man sollte Kinderarbeit nicht verbieten, sondern die Kinder eher vor Ausbeutung schützen und dass „das erste verdiente Geld eine wertvolle Erfahrung darstellt.“ Wer Kinderarbeit verbieten will, übersehe die Lebenswirklichkeit dieser Kinder. In Südafrika habe man Kinderarbeit verboten, nun seien dort mehr Kinder drogenabhängig oder in der Prostitution.

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