Kategorie: Der Gentleman der Woche

Bello Figo-Frauenhass als Antifaschismus

http://www.publicdomainpictures.net/view-image.php?image=160754&picture=sonnenbrille-reflexion-der-sommer

Und wieder feiert die Linke einen frauenhassenden Sack als die neue antifaschistische Waffe, dieses Mal in Italien.                                                                                                                   Bello Figo Gu, geboren als Paul Yeboah, und in der Vergangenheit als Gucci Boy bekannt, wurde 1993 in Accra, Ghana, geboren.                                                                                     2016 und 2017 wurde er mehrfach bedroht, insbesondere von Rassisten und extremen Rechten.Konzerte wurde deshalb in Brescia, Borgo Virgillio, und Rom, unter anderem, gestrichen. Seine Musikvideos auf YouTube hatten Millionen gesehen und sein neuer Song, „ Non pago affitto“, (Ich zahle keine Miete), wurde 10 Millionen Mal geklickt. Er bedient sich in diesem Song Antieinwandererklischees, und netten Sachen wie..“ Ich brauche eine weiße Pussy, denn am Morgen wache ich immer mit harten Schwanz auf. Viele weißen Fotzen werden gefickt, sie setzt sich auf mein Gesicht, als wenn sie sich auf den Stuhl setzt“…oder in einem anderen Song…“Alle meine Muschis, wo seit ihr…Sie führen meinen Schwanz ein wie Zigaretten, alle meine Fotzen…“(in Figa).

Gefeiert wird er auch von der Süddeutschen SZ, er bringt angeblich die Rechten zur Weißglut, aber wird von der Linken als intellektueller Rapstar betrachtet. Er zeige sozusagen den Rechten den Spiegel, indem er sie mit ihren eigenen Parolen konfrontiert. Soziologen und Politologen beschäftigen sich mittlerweile in Italien mit dem Phänomen Bello Figo. Er sieht sich wohl als Antifaschist und wird als solcher gefeiert. Die Zeitung Il Tirreno, Livorno schreibt….“Er sollte die Scham aller Flüchtlinge sein….mit einem halben Gehirn…“Über Sex und Essen sang er wohl in seiner Anfangszeit auch schon, sehr einfache Texte. Vermutlich gehörte dann diese Verachtung gegenüber Frauen schon von Anfang an zum Repertoire und wurde nicht durch das Thema „Immigration“ nur politisch aufbereitet. Zum Thema Immigration kam er erst vor einem Jahr. Natürlich sind seine Texte humoristisch und die Feminazis verstehen wieder Mal keinen Spaß, denn intellektueller Humor ist so einfach nicht ihre Sache. Das verstehen können nur linke, antifaschistische Männer. Oder vielleicht wird man, sollte man schwanzlutschende Fotze nicht so humoristisch finden, gleich als rechts bezeichnet, nur weil die Rechte, werauchimmer sich dazu zählt, aus anderen Gründen die Texte wenig lustig finden.                                             Zeitungen, die ihn eher feiern, zitieren natürlichen in der Regel die frauenverachtenden Textzeilen nicht. Eventuell wird noch in einem Nebensatz erwähnt, dass Bello Figo sexistisch sei, und die Rechte sich deshalb aufregt. Wer interessiert sich hier auch dafür, dass sich Frauen vielleicht auch aufregen können. Bei weißen Fotzen hört bei mir der Spaß einfach auf.Rolling Stone bezeichnete ihn 2016 als den am meisten polarisierenden Künstler Italiens. Ich kann nur sagen, wow, Frauen als Fotze (unter anderem) zu bezeichnen ist wirklich polarisierend und politisch brisant. Das ist eine Auszeichnung und Publicity wert.

Ich spüre wieder Abscheu vor der Scheinheiligkeit angeblicher Antifaschisten und sogenannter Linker.

http://iltirreno.gelocal.it/livorno/cronaca/2017/01/27/news/arriva-bello-figo-il-rapper-della-discordia-e-sul-web-corrono-subito-le-offese-razziste-1.14780779?refresh_ce

http://www.huffingtonpost.it/2017/01/15/bello-figo-minacce-rapper_n_14180538.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/bello-figo-yeah-ich-mach-nicht-den-fabrikarbeiter-1.3369900?reduced=true

Unser Gentleman der Woche: Verivox für ihren sexistischen Werbeclip mit Mario Barth

„Verivox, so einfach, dass es jeder versteht“, erklärt Mario Barth im neuen Werbeclip von Verivox und ergeht sich dann in einer absurden Aufreihung lächerlichster Geschlechterklischees. Verivox sei angeblich so einfach, dass es sogar (sic!) seine Freundin versteht, dank seiner ach so witzigen Vergleiche zu Schuhkauf und endlosen Gesprächen. Frauen sind dumm, Frauen kaufen lauter Schuhe, Frauen reden gern sinnloses Zeug – was klingt wie Werbung aus den 1950er Jahren, halten die Werbestrategen von Verivox offensichtlich für eine innovative Idee.

Dass Mario Barth sexistische Klischees tradiert, ist hinlänglich bekannt, die Firma Verivox setzt also ganz bewusst auf ihn und seine Aussagen und positioniert sich damit als ein Unternehmen mit gewollt sexistisch diskriminierender Werbestrategie, die mit Frauenverachtung um neue Kunden buhlt. Alle Frauen und auch sonst jeder, der das mit der Gleichberechtigung ernst meint, sollte um Verivox einen großen Bogen machen sollte. Sexistische Kackscheiße zahlt sich nicht aus, Verivox. Das ist so einfach, das versteht sogar ihr.

Unser Gentleman der Woche: Die neue Anti-Abtreibungswerbung von Durex

Kondom auf der Straße

MIKI Yoshihito | Flickr | CC BY-2.0

Die Werbung hat einen neuen Höhepunkt in der Verbreitung von sexistischen Geschlechterklischees und Unterdrückung der Frau erreicht – und zwar in Form eines neuen Werbespots, der vom Kondomhersteller Durex gefördert wird. Zu sehen sind die Figuren einiger Frauen. In warnendem Ton heißt es dann: „Alle fünf Minuten entscheidet sich eine Frau zu einer Abtreibung“. Weiter geht es mit eindringlicher Stimme: „Sex ohne Verhütung führt zu ungewollten Schwangerschaften. Verwende zuverlässigere Verhütungsmethoden“. Das Schlussbild zeigt einen Schriftzug, der besagt, dass diese Werbung von Durex gefördert wird. Leider ist es uns trotz intensiver Recherche nicht gelungen, herauszufinden, wer hinter diesem Werbeclip steckt, wenn er von Durex nur gefördert wird, vermuten aber, dass es entweder christliche Gruppen, militante Lebensschützer oder sonstige Frauenhasser sind.

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Unser Gentleman der Woche: Attila Hildmann

Hund mit Zigarette und Hut im Vintage-Stil

Jhayne (modfied) via Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

Ne Weile schauen wir uns das ja schon an und fragen uns ob wir nun Mitleid oder Ekel empfinden sollen, für den selbst ernannten Vegan-Guru Attila Hildmann.

Zunächst fanden wir den Selbstveredelungs-Veganismus vom „Vendler“ ja in erster Linie peinlich: Vegan ernähren, dann klappts auch mit dem Sixpack. Jo, wer drauf steht. Von uns aus. Er ist halt offenbar kein politischer Veganer.

Vegane Ernährung als Potenzmittel und den Porsche fürs große Ego? Jo, wers braucht.  Und: Irgendwo muss die fette Kohle, die man mit seinem Fun-Veganismus verdient, ja auch hin.  Die Schwelle zur Grenzwertigkeit war hiermit jedenfalls bereits deutlich überschritten.

Aber sein neuestes Projekt überschreitet alle Grenzen des schlechten Geschmacks:

Mit Vegangangsta.tv, einer „Foodporn“-Cooking-Show, bei der es „fucking“ und „bitches“ im Minutentakt hagelt, soll die Kasse weiter aufgebessert werden, denn wir wissen ja:

Sex sells einfach. Das ist auch keine Parodie, sondern das ist Teil des Konzepts. […] Das ganze Ding ist auch dafür da, andere Zielgruppen zu erreichen – die Jugend steht auf Gangsterrap und guckt auch mal ’nen Porno. Für mich sind das Stilmittel, um meine Message von veganem Bioessen und Fairtrade in die Welt zu tragen.

Auf seiner Facebookseite schreibt er außerdem:

Man nehme: 1 Halstuch = 5 Euro im Army-Shop; 1 vollbusige Freundin = 0 Euro; ein bisschen Gossenslang = 0 Euro; eine gute Slowmo-Kamera = 50 Euro am Tag; ein tätowierter Strongman = 0 Euro Aufruf über Facebook....Resultat - deutschlandweite mediale Aufmerksamkeit = unbezahlbar! hahaha die Welt ist doch zu einfach gestrickt für mich. Sex und ein bisschen Provokation und alle flippen aus! Ich mach dann mal weiter...am Sonntag ist der nächste Dreh! Bewirb dich als Vegangsta Girl: motherfucker@vegangsta.tv

Man nehme: 1 Halstuch = 5 Euro im Army-Shop; 1 vollbusige Freundin = 0 Euro; ein bisschen Gossenslang = 0 Euro; eine gute Slowmo-Kamera = 50 Euro am Tag; ein tätowierter Strongman = 0 Euro Aufruf über Facebook….Resultat – deutschlandweite mediale Aufmerksamkeit = unbezahlbar! hahaha die Welt ist doch zu einfach gestrickt für mich. Sex und ein bisschen Provokation und alle flippen aus! Ich mach dann mal weiter…am Sonntag ist der nächste Dreh! Bewirb dich als Vegangsta Girl: motherfucker@vegangsta.tv

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Unser Gentleman der Woche: Gregor Gysi

Hund mit Zigarette und Hut im Vintage-Stil

Jhayne (modfied) via Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

Dieses Bild ziert seit heute mittag die Facebookseite von Gregor Gysi, dem Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion im deutschen Bundestag  Wir erinnern uns: DIE LINKE ist die Partei, die sich immer wieder gerne das Label „feministisch“ gibt. Und Gregor Gysi derjenige, der trotz diverser Beschlüsse zur Mindestquotierung keine weibliche Mit-Fraktionsvorsitzende an seiner Seite dulden will.

Gysi kommentiert den Bild-Post übrigens wie folgt

„Es gibt verschiedene politische, sehr politische Gründe, weshalb ich gerne unseren Neujahrsempfang besuche.“

Beifall bekommt er zu Hauf: Eine Stunde nach dem Posten hat das Bild bereits mehr als 3.000 Likes und über 300 Kommentare (meist männlicher Facebook-User).

Kostprobe gefällig?

„Gysi du Player“

„gregor du alter milf hunter“

„Gregor du hengzt (sic)“

„Bei Gysi läuft“

„SIE ALTER PLaYboYyyyyyY“

„So nen Bild hätt ich von Gehard Schröder erwartet ^^ Wo ist das Goldkettchen?^^“

„de Babo“

„voll der Checker“

„Gregor, du machst Hugh Hefner Konkurrenz“

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Unser Gentleman der Woche: Carsten Rohleder für die Aussage: „Ein Bordell gehört in eine Großstadt“

Hund mit Zigarette und Hut im Vintage-Stil

Jhayne (modfied) via Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

Die Legalisierung der Prostitution hat so einige absurde Blüten getrieben. Aktueller Höhepunkt ist ein Interview, dass die Ruhrgebietszeitung „Der Westen“ mit Carsten Rohleder geführt hat. Rohleder besitzt einen gewerblichen Betrieb für Zimmervermietung in der Düppenbecker Straße in Hagen. Anwohner protestieren, es ist von Zuhälterei die Rede. Dagegen verwahrt sich Rohleder und betont den sozial wichtigen Aspekt seines Angebots: „Ein Bordell, egal wie man sowas finden mag, muss in einer Stadt quasi vorgehalten werden. Ein Bordell ist wichtig für bestimmte Prozesse in einer Stadt. Man sieht das doch in den USA, wo Prostitution verboten ist. Dort ist die Rate der Sexualstraftaten weit höher als hierzulande. Ein Bordell gehört in eine Großstadt als wichtiger Anlaufpunkt.
Carsten Rohleder glaubt also an den bereits über 100 Jahre alten Schwachsinn, dass Prostitution so eine Art Abwassersystem für männliche Triebe sei – auch im prüden 19. Jahrhundert glaubte man das, und tolerierte Prostitution deshalb. Diese Haltung ist voller Abwertung für die Frauen in der Prostitution – die mit ihrer Tätigkeit für die scheinbar unkontrollierbaren Triebe von Männern herhalten sollen und sie ist Ausdruck einer Drohgebärde: Wird Prostitution auch nur eingeschränkt, läuft jede Frau Gefahr, vergewaltigt zu werden. Folgt man dieser Logik, dann dürfte es in Städten wie Frankfurt oder Saarbrücken angesichts der Dichte von Bordellbetrieben überhaupt keine Vergewaltigungen mehr geben. Wir alle wissen: das Gegenteil ist der Fall. Einige Frauen müssen sich laut der Logik von Carsten Rohleder dennoch für Sex bezahlen lassen, damit die Gesellschaft vor den Trieben der Männer beschützt wird. Das offenbart ein Männerbild, in dem es außer Frage steht, dass die Gesellschaft und nicht der Mann selbst für seine Triebe verantwortlich ist – ein armseliges Männerbild in jedem Fall und ein Frauenbild, in dem diese bestenfalls Objekte männlicher Sexualität sind, die wiederum als quasi unkontrollierbare Naturgewalt betrachtet wird. Die Annahme, dass Prostitution Vergewaltigungen reduziere wurde bereits mehrfach widerlegt – tatsächlich erhöht legale Prostitution die Vergewaltigungsrate, weil Männer daran gewöhnt werden, Sex jederzeit verfügbar zu haben – ob nun gegen Geld oder mit Gewalt.

Unser Gentleman der Woche: Gottfried Locher für seine Ansichten zu Prostitution

Hund mit Zigarette und Hut im Vintage-Stil

Jhayne (modfied) via Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

Gottfried Locher ist der Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK und äußert sich in seinem jüngsten Buch auch zu Prostitution. „Befriedigte Männer sind friedlichere Männer„, erklärt er, deshalb leisteten Prostituierte einen unverzichtbaren Dienst für die Gesellschaft. Würde der „Triebstau“ zu groß, wäre die Gefahr von Vergewaltigungen viel größer. Für die Frauen selbst sei Prostitution zwar schädlich, aber immerhin mache es die Gesellschaft friedlicher. Die These vom „Triebstau“ der Männer, die Prostitution als eine Art Abwasserkanal für ihre Triebe brauchen, stammt aus dem vorletzten Jahrhundert. Damals wurden Prostituierte ebenfalls stigmatisiert, aber für ihre Dienste an der Gesellschaft gnädig geduldet. Damit bestätigt Locher ein sexistisches Weltbild, in dem Männer aufgrund ihrer angeblich unkontrollierbaren Triebe ein Anrecht auf Befriedigung durch käuflichen Sex haben. Der Zusammenhang zwischen Prostitution und Vergewaltigung wurde hinreichend untersucht. Prostitution vermehrt sexuelle Gewalt und verringert sie nicht, da Prostituierte oft sogar mehrfach Opfer sexueller Gewalt werden und der Anspruch auf sexuelle Verfügbarkeit auch auf andere Frauen übertragen wird.

Unser Gentleman der Woche: Steve Santagati für seine Kommentare zu dem Catcalling-Video aus New York

Gentleman der Woche

Jhayne (modified) via Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

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Das Video von Shoshana B. Roberts ging in wenigen Tagen um die Welt. Es zeigt die junge Frau, wie sie zehn Stunden lang in schlichter schwarzer Kleidung durch New York läuft und dabei über 100 mal von Männern angesprochen und belästigt wird (engl.: „catcalling“). Einige verfolgen sie sogar regelrecht. Es ist ein schockierendes Video, das zeigt, wie weit verbreitet Sexismus und sexuelle Belästigung sind – Frauen auf der Straße sind offensichtlich Freiwild. Shosona B. Roberts erhielt kurz darauf Morddrohungen für das Video, auch Rassismus warf man ihr vor, weil in dem Video vor allem Männer mit dunkler Hautfarbe gezeigt werden. Der Spiegel berichtete über die Morddrohungen – und die Kommentare zu dem Artikel sprechen Bände. Frauen sollten lieber dankbar sein, wenn man ihnen ein Kompliment mache, hieß es und es müsse ja wohl noch erlaubt sein, einer Frau auf der Straße einen guten Tag zu wünschen. Auf CNN fand am Sonntag eine Diskussion zu dem Video statt, bei der sich der Autor und „Datingexperte“ Steve Santagati für den Gentleman der Woche qualifizierte. Er behauptete unter anderem, Frauen würden sich nicht über Belästigungen beschweren, wenn die Männer „hot“ wären. Für Frauen gäbe es nichts Schöneres, als wenn ihn einen Mann sage, dass sie gut aussähen. Im Übrigen sollten Frauen lieber mal zeigen, dass sie stark seien und solche Männer zur Rede stellen oder eben einfach nicht in der Großstadt leben. Stand-Up Comedian Amanda Seales wies ihn darauf hin, dass erst kurz zuvor eine Frau in Detroit Opfer eines Mordes geworden war, weil sie sich gegen sexuelle Belästigung wehrte und bezog sich auf den Fall der 27jährigen Mary Spears, die erschossen wurde, weil sie sich geweigert hatte, einem Fremden ihre Telefonnummer zu geben.
Santagati empfahl ihr darauf hin, sich doch eine Waffe zu kaufen.

Das Video in ganzer Länge mit seinen unglaublichen Aussagen seht ihr hier:

 

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Hier ist das erschreckende Video von Shoshona B. Roberts

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Unser Gentleman der Woche: Jürgen von der Lippe für seine „Genderscheiße“

Gentleman der Woche

Jhayne (modified) via Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

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Jürgen von der Lippe gehört zum Entertainment-Urgestein der Bundesrepublik. Nun hat er sich im Spiegel-Interview als sexistischer Dino geoutet, der mit den Anforderungen der Gleichberechtigung nicht mehr klar kommt. Die „Genderscheiße“ mache ihn fertig, erklärte er dem Spiegel und von Frauenquoten hält er auch nichts. Sie würden Frauen in Positionen bringen, nur weil sie das richtige Geschlecht hätten. „Wenn ich ‚Mit-Glieder‘ sage, müsste ich politisch korrekt doch auch ‚Mit-Mösen‘ sagen“, schiebt er nach und man fragt sich, was schlimmer ist. Milde drüber lächeln, weil Opi mit der modernen Welt nicht mehr klar kommt, oder sich entsetzen darüber, dass solche Sprüche tatsächlich noch gedruckt werden. Wir versuchen es mal anders: Lieber Herr von der Lippe – wenn Sie sich mit den Hintergründen der Frauenquote beschäftigt hätten, wüssten Sie, dass sie notwendig ist, weil viele Frauen wichtige Positionen aufgrund ihres Geschlechts NICHT bekommen. Die „Genderscheiße“ dient dazu, mehr als die Hälfte der deutschsprachigen Bevölkerung, nämlich die Frauen, sprachlich sichtbar zu machen. Der Spruch mit den „Mit-Mösen“ zeigt, welches Frauenbild Sie haben und warum Sie dringend in Rente gehen sollten. Vielleicht haben Sie dann Zeit darüber nachzudenken, wie viel Erfolg als Entertainer Sie als Frau gehabt hätten. Bevor die „Genderscheiße“ losging.

Unser Gentleman der Woche: Maroon 5 für sein frauenhassendes Stalkervideo „Animal“

Gentleman der Woche

Jhayne (modified) via Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

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Die „Blurred Lines“ von Robert Thicke führten zu heftigem Protest im Netz. Umso erstaunlicher also, dass Maroon 5 mit „Animal“ nun glauben, blutigen Frauenhass und Gewalt gegen Frauen als erfolgreiches Thema einsetzen zu können. Hier finden sich kein augenzwinkernder Sexismus mehr wie in „Blurred Lines“, stattdessen explizite Gewalt- und Sexszenen, die in Blut getaucht sind. In „Animal“ spielt Adam Levine einen Stalker, der einer Frau nachstellt, sie nachts beim Schlafen fotografiert und mit einem Schlachtermesser davon träumt, wie er sie umbringt. Der Text beschreibt, wie der Stalker sein Opfer verfolgt, sich an ihrer Angst und ihrem Schmerz berauscht und die blutige Gewalt gegen sie schließlich der eigentliche Höhepunkt für ihn ist. Er schleicht sich in einer Disko an sie heran und bringt sie dazu, mit ihm zu schlafen, während er in den dazwischengeschnittenen Szenen in einem Kühlhaus voller Schweinehälften ihren blutigen Tod besingt, ihr erzählt, wie er sie lebendig aufessen wird. Das Widerlichste daran: Im Text ist die Begründung für sein Verhalten, dass sie wie Tiere seien – „animals“. Falsch, Maroon 5. Tiere sind nicht das Vorbild für diese Art von inszenierter Gewalt an Frauen, sondern die kranken Gedanken frauenhassender Männer. Das Video ist eine Triggerorgie für alle, die je von Stalkern betroffen waren, es macht aus Frauenhass und Gewalt an Frauen einen besingbaren Teil der Popkultur und bleibt dabei vollkommen unkritisch, im Gegenteil: Das Video aus Sicht des Täters ist eine Bild für Bild Anleitung für jeden Stalker und Gewaltverbrecher an Frauen, der Text liefert die passende Hymne dazu. Wir Frauen kommen darin nur noch als Schlachtvieh vor.