Schlagwort: häusliche gewalt

Organisationen starten Kampagne #50shadesisabuse gegen neuen Kinofilm von Fifty Shades of Grey

50 Shades is Abuse - Kampagnen-Meme

50 Shades is Abuse - Kampagnen-Meme

#50shadesisabuse (#FiftyShadesistGewalt) #50dollarsnot50shades (#50Dollarsnicht50Shades) Eine weltweite Kampagne ruft auf zur Unterstützung von Frauenorganisationen als Protest gegen neuen Kinofilm von Fifty Shades of Grey auf

Washington, DC – Die Frauenrechtsorganisationen London Abused Women’s aus Kanada, Collective Shout aus Australien, Culture Reframed und das National Center on Sexual Exploitation (NCOSE) aus den USA, rufen gemeinsam mit dutzenden Gruppen erneut weltweit zum Kampf gegen die Normalisierung von sexueller und häuslicher Gewalt auf, die in den Büchern Fifty Shades of Grey und den gleichnamige Filmen betrieben wird  – der zweite Teil („50 shades darker“) kommt am 14. Februar 2017 in die Kinos. Die Webseite der Kampagne www.fiftyshadesisabuse.com zeigt auf, wie die Filme in Anlehnung an die Bücher von E.L. James die Normalisierung sexueller und häuslicher Gewalt bewirken. Verschiedene Möglichkeiten zum Protest wie Info- und Bildmaterial werden angeboten – aber auch die Gelegenheit zu Spenden von 50 Dollar oder weniger an Einrichtungen zum Schutz vor häuslicher Gewalt (deshalb das Hashtag #50Dollarnot50shades).

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Die alltägliche Wut – 26 Jahre später

In der letzten Zeit ist es schwer in Mode gekommen, den Feminismus entweder für alles, was in dieser Gesellschaft so schief läuft verantwortlich zu machen, weil der feministische Diskurs angeblich alles beherrsche und keinen Widerspruch zulasse. Das läuft der Wahrnehmung der feministisch orientierten Frauen zuwider, die ganz im Gegenteil die Wahrnehmung haben, dass Alltagssexismus und patriarchale Unterdrückung wieder auf dem Vormarsch sind. Feminismus ist entweder Lifestyle, den man wählt, oder etwas, das man verächtlich kritisiert. Kapieren tun ihn beide Seiten nicht. Geld damit verdienen zumindest ein Teil der ersten Kategorie.
Mir ist vor ein paar Tagen zufällig das Buch „Die alltägliche Wut – Gewalt – Pornografie – Feminismus“ aus dem Jahre 1987 in die Hände gefallen, laut Klappentext ein BilderLeseBuch über „Männergewalt“, über „Mißbrauch an Mädchen“, über „Prostitution“, „verschwänzte Ästhetik“ und „Pornografie im Zetgeist“, das „den wagemutigen Versuch unternimmt, diese unterschiedlichen Formen von sexistischer und struktureller Gewalt gegen Frauen nicht in 16 Textbeiträgen zu analysieren und zu beschreiben, sondern auch in über 250 Illustrationen und Dokumentationen sichtbar zu machen“. Ein Buch also, das 26 Jahre alt ist. 26 Jahre, in denen die Gleichberechtigung angeblich verwirklicht wurde, wir leben doch, so wird uns doch erklärt, im Postfeminismus und wir Feministinnen sollen endlich aufhören zu nerven.
Ich habe dieses Buch zum Anlass genommen, einmal zu vergleichen, was sich denn verändert und verbessert hat von dem, was die Frauen, die dieses Buch damals schrieben, zu heute, zum Jahr 2014.

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