Schlagwort: islamische feministin

Unsere Störenfrieda der Woche: Konca Kuris

Konca Kuris

By Kurisyahya (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Die islamische Feministin Konca Kuris beschäftigte sich kritsch mit dem Islam. Die türkische Mutter von fünf Kindern betrieb mit ihrem Mann ein Bekleidungsgeschäft und war Mitglied der Hisbollah. Sie las den Koran und widersprach dem Verschleierungsgebot des Islam – obwohl sie selbst ein Kopftuch trug.  Sie distanzierte sich schließlich von der Hisbollah und kritisierte einige der Überlieferungen über den Propheten, die außerhalb des Korans weitergegeben worden waren – für sie waren diese Aussagen mit ihrem Glauben nicht vereinbar.  Sie forderte zum Beispiel, das auch Frauen das Recht hatten, bei einer Beerdigung vorne am Grab zu stehen, weil sie den gleichen Schmerz fühlten, wie die Männer. Durch ihr Engagement zog sie die Aufmerksamkeit der Medien auf sich. Am 16. Juli 1998 wurde sie von der Hisbollah entführt und gefoltert. Ihre Peiniger veröffentlichten Videos von ihr, in denen sie die Hisbollah lobte. Nach 35 Tagen wurde sie von der Hisbollah ermordet. Sie wurde 38 Jahre alt. Bei ihrer Beerdigung verlangten ihre Töchter, vorne bei den Männern an ihrem Grab stehen zu dürfen – Koncas Ehemann und der Imam hinderten sie daran.