Schlagwort: mandelbaum verlag

Der Körper als Ware

Buchcover: Der Körper als Ware

Lisbeth N. Trallori: Der Körper als Ware, Mandelbaum-Verlag, 2015

 

Der Kapitalismus macht vor nichts Halt – auch nicht vor dem Körper. Besonders Frauenkörper sind der kapitalistischen Ausbeutung auf vielfache Weise unterworfen. Von Körperzellen über Eizellen bis zur Leihmutterschaft und der Prostitution werden einzelne Bestandteile des weiblichen Körpers verkauft und ausgebeutet. Die Pornoindustrie treibt bewusst die Pornifizierung von Körpernormen und die Darstellung von Frauen in Werbung und Medien voran. Mit Frauenkörpern lässt sich Geld verdienen.

In „Der Körper als Ware – Feministische Interventionen“, erschienen im Mandelbaum Verlag, geht Lisbeth N. Trallori in 5 Teilen der neuen Vermarktung von weiblichen (und männlichen) Körpern nach.

Teil I trägt den Titel „Der Körper als Medium der Kapitalisierung“. Darin wird die neue Körperpolitik in engen Zusammenhang mit neoliberaler Verwertungslogik gestellt. Alles am Körper ist verwertbar, seine Zellen, Organe, Fortpflanzungsorgane und wird mit einem Preis versehen. Der eigene Körper soll ständig verbessert werden – mit Schönheits-Ops, Kosmetik und anderen Tuning-Maßnahmen, die auch vor dem eigenen Kind, das längst als eine Art „Glücksinvestition“ betrachtet wird, nicht Halt machen.

Weiterlesen

Die berühmten Frauen der französischen Revolution

Buchcover: Die berühmten Frauen der französischen Revolution

Emma Adler: Die berühmten Frauen der französischen Revolution, Mandelbaum Verlag, 2014

Der Mandelbaum-Verlag hat es sich zur Aufgabe gemacht, feministische Klassiker und Literatur von Frauen mit Schwerpunkt Europa neu aufzulegen. Emma Adler schrieb ihr Buch „Die berühmten Frauen der französischen Revolution“ bereits 1906, es wurde nur ein einziges Mal aufgelegt. Nun hat es der Mandelbaum-Verlag in seiner Reihe kritik&utopie neu aufgelegt, versehen mit einem fantastischen Vorwort von Eva Gerber.

Dies Buch gilt all den Frauen der großen französischen Revolution. Nicht jenen allein, die den einzelnen Abschnitten des Buches ihren Namen geben; sondern all denen, die der große Augenblick, die gesteigerte Spannkraft allen Lebens zu Heldinnen machte, deren Taten unbeachtet blieben, weil sie für selbstverständlich galten.

schrieb Emma Adler 1906.

Es ist ein Buch über mutige Frauen, Frauen, die mutig an der Seite ihrer Männer für die Revolution kämpften, die sich wie Rose Bouillion, heimlich eine Uniform besorgten, um an der Seite ihres Mannes in den Krieg zu ziehen, Frauen, die an die Revolution glaubten und ganz selbstverständlich für sie kämpften. Doch es sollte nicht zu ihrem Vorteil sein: Die Französische Revolution war eine Revolution von Männern für Männer – die Taten der Frauen gerieten alsbald in Vergessenheit, nicht wenige von ihnen landeten im Gefängnis und verloren ihren Kopf. Ihre Geschichten verschwanden im Dunkel der Geschichte, weil die Männer, die diese Geschichte schrieben, sie nicht für erwähnenswert hielten.
Weiterlesen