Schlagwort: sisterhood

#Sisterhood: Zeichen der Solidarität am #Frauentag

Pakak Sarkar (CC BY 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Kaum ein Tag ist für die Frauenbewegung so symbolträchtig wie der 8. März. Der Weltfrauentag ist der Tag, an dem Frauen, Feministinnen und die, die sie in ihren Kämpfen unterstützen, zusammen kommen, demonstrieren, feiern und an die zurückliegenden und die zukünftigen Kämpfe denken. Weltweit macht gerade die Idee eines internationalen Frauenstreiks zum 8. März von sich reden, zu dem sich verschiedene Bündnisse bereits positioniert haben. Überall auf der Welt, auch in Deutschland gibt es Lesungen, Demos, Kundgebungen.

Es ist leicht zu sagen, der 8. März sei eine Art „Feiertag“ für den Feminismus. Den Feminismus gibt es nämlich gar nicht, schon seit jeher ist der Feminismus gespalten, früher in bürgerliche und proletarische, heute in radikale und liberale Feministinnen. Häufig ist Feminismus gekennzeichnet von heftigen, inneren Debatten, in denen es um Diskurshoheit, um Öffentlichkeit und auch um ganz eigene Interessen geht.

Wir möchten den 8. März als Anlass nehmen, ein altes, feministisches Konzept – Sisterhood – wiederzubeleben und statt der ständigen Konflikte die Gemeinsamkeiten betonen: Den Kampf um Frauenrechte, um Freiheit und Sicherheit für alle Frauen auf dieser Welt.

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Solidarität mit Meghan Murphy!

Meghan Murphy

Wir dokumentieren einen Brief an rabble.ca., dieser ist im Original erschienen bei Last Wave Feminist: Open Letter to rabble re: Meghan Murphy

Wir, die Unterzeichnenden, möchten hiermit unsere tiefe Missbilligung gegenüber rabbles Antwort zu den jüngsten Angriffen auf Meghan Murphy ausdrücken.

In den letzten Wochen wurde Meghan Murphy zur Zielscheibe eines üblen und koordinierten Angriffs, von dem wir glauben, dass er sich nicht nur gegen sie – als die bekannteste Vertreterin feministischer Grundsätze, mit denen wir insgesamt einverstanden sind – sondern gegen Frauen allgemein und Feministinnen im Besonderen richtet.
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Wie wir uns verbünden: Vertrauen als Fundament, Diversität als Chance

Feminist Suffrage Parade in New York 1912

See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

Wie können sich Frauen untereinander erfolgreich verbünden? Wie müsste die Beschaffenheit eines Frauenbündnisses sein und was wurde eigentlich aus der uneingeschränkten Solidarität der Sisterhood?

Der Feminismus präsentiert sich oftmals als eine Splitterlandschaft scheinbar unüberwindlicher Gegensätze, die Geschichte vieler Projekte ist die Geschichte von Frauenfreundschaften und Verrat, über die die Projekte schließlich begraben wurden. Warum ist es so schwierig, gerade in frauenpolitischen Zusammenhängen, eine stabile und erfolgreiche Zusammenarbeit herzustellen, warum sind es oft die scheinbar persönlichen Gegensätze trotz ähnlicher oder gleicher Ziele, die dazu führen, das gute Projekte und sogar Freundschaften scheitern? Warum folgt auf die Forderung nach Solidarität so oft der Verrat?

Die Konflikte unter Frauen werden als Beweis dafür betrachtet, dass das Wesen der Frauen genuin streitsüchtig und zänkisch ist – das Patriarchat reibt sich die Hände. Die Ursache liegt in unserer männlich geprägten Wahrnehmung von Konkurrenz, der wir nur Solidarität entgegenzuhalten vermögen. Doch Frauenbünde können anders sein – wenn wir uns vom Mann als Bezugspunkt verabschieden.

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