Schlagwort: Solidarität unter Frauen

Wie wir uns verbünden: Vertrauen als Fundament, Diversität als Chance

Feminist Suffrage Parade in New York 1912

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Wie können sich Frauen untereinander erfolgreich verbünden? Wie müsste die Beschaffenheit eines Frauenbündnisses sein und was wurde eigentlich aus der uneingeschränkten Solidarität der Sisterhood?

Der Feminismus präsentiert sich oftmals als eine Splitterlandschaft scheinbar unüberwindlicher Gegensätze, die Geschichte vieler Projekte ist die Geschichte von Frauenfreundschaften und Verrat, über die die Projekte schließlich begraben wurden. Warum ist es so schwierig, gerade in frauenpolitischen Zusammenhängen, eine stabile und erfolgreiche Zusammenarbeit herzustellen, warum sind es oft die scheinbar persönlichen Gegensätze trotz ähnlicher oder gleicher Ziele, die dazu führen, das gute Projekte und sogar Freundschaften scheitern? Warum folgt auf die Forderung nach Solidarität so oft der Verrat?

Die Konflikte unter Frauen werden als Beweis dafür betrachtet, dass das Wesen der Frauen genuin streitsüchtig und zänkisch ist – das Patriarchat reibt sich die Hände. Die Ursache liegt in unserer männlich geprägten Wahrnehmung von Konkurrenz, der wir nur Solidarität entgegenzuhalten vermögen. Doch Frauenbünde können anders sein – wenn wir uns vom Mann als Bezugspunkt verabschieden.

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Für mehr Solidarität unter Frauen!

Woman Power Emblem Red

Public Domain

In stürmischen Zeiten wird gern die Solidarisierung unter Frauen gefordert. Mit Solidarität kommen wir weiter und das Patriarchat macht die Mücke. Der Mangel an Solidarität unter der Frauen schwächt unsren Kampf . Unsere Solidarität deckt aber keine Entsolidarisierungsforderungen. Aus aktuellem Anlass, und weil wir im Namen der Solidarität unter Frauen, nicht dümmer aussehen wollen, als wird sind, dieser Kommentar.

Julia Schramm ist Politikwissenschaftlerin und Autorin. Sie bloggt und twittert auch zu feministischen Themen und viel über Antifeminismus und in dieser Rubrik am 16. September auf br.de einen Gastbeitrag zum Thema „Hater vs. Feministinnen“ [1]. In ihrem Text erklärt sie warum Frauen im Netz so viel Hass abbekommen. Als Anlass für diesen Text nahm sie einen zynischen, aber im Kern üblen, Kommentar, der ihr als Reaktion auf ihre Behauptung zuteil wurde, die Feministische Initiative (FI) müsse für „antisemitische Anwandlungen“ kritisiert werden.

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