Unsere Störenfrieda der Woche: Mary Wollstonecraft

Mary Wollstonecraft

George Gardner Rockwood [Public domain], via Wikimedia Commons

Mary Wollstonecraft schrieb 1792, lange bevor sich die Frauenbewegung abzeichnete, das feministische Manifest: „A vindication of the rights of woman“ – für sie eine logische Fortsetzung der in der Pariser Revolution erklärten Menschenrechte. 1759 in London geboren, lebte sie lange Zeit alleine, sie reiste und bildete sich. Sie arbeitete als Gesellschafterin und Gouvernante. Schon früh engagierte sie sich für die Bildung von Frauen und gründete 1779 eine private Mädchenschule in London. In „A vindication of the rights of woman“ forderte sie Bildung für Frauen, um sie aus der Unterjochung durch die Männer zu befreien. Mary Wollstonecraft bekam ein uneheliches Kind und heiratete erst später einen anderen Mann. Der Ehe stand sie kritisch gegenüber – eine für die damalige Zeit provokante Einstellung. In „Maria, or the Wrongs of Woman“ beschrieb Mary die sexuellen Begierden von Frauen – zu einer Zeit, als man noch davon ausging, Frauen verspürten keinerlei sexuelle Regungen. Sie starb 1797 bei der Geburt ihrer zweiten Tochter Mary, die als Mary Shelley später die Autorin von „Frankenstein oder der moderne Prometheus“ wurde.

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