Unsere Störenfrieda des Monats: Lillian Hellman

By Lynn Gilbert (Own work) (CC BY-SA 4.0) http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0

Lillian Hellmann war Schriftstellerin, Journalistin, Aktivistin und Drehbuchautorin. Sie stammte aus einer deutsch-jüdischen Arbeiterfamilie. Lillian Hellman war eine der bedeutendsten Theaterschriftstellerinen der USA. Mutig und voller Gefühl beschrieb sie die Zustände ihrer Zeit. 1934 wurde das Theaterstück „The Children’s Hour“ uraufgeführt, in dem es um die lesbische Liebe zweier Lehrerinnen ging, ein großartiges Stück lesbischer Weltliteratur. Als Hollywood das Stück 1936mit Audrey Hepburn und James Garner verfilmte, traute es sich an das Thema nicht heran und machte daraus eine heterosexuelle Dreiecksbeziehung. Lillian galt als Rebellin, stolz, stur, widerständisch, kompromisslos.

„Unjust. How many times I’ve used that word, scolded myself with it. All I mean by it now is that I don’t have the final courage to say that I refuse to preside over violations against myself, and to hell with justice.“ (Lillian Hellman)

Mit 14 lief sie von zu Hause weg, mit 15 versetzte sie den Familienschmuck, um sich Bücher kaufen zu können. Sie heiratete den Schriftsteller Arthur Kober, von dem sie sich kurz darauf wieder scheiden ließ. Als Reporterin berichtete sie aus dem Spanischen Bürgerkrieg und begegnete Ernest Hemingway, mit dem sie einige Zeit verbrachte. Bis zu seinem Tod in den 1960er Jahren führte sie eine Beziehung mit dem Schriftsteller Dashiell Hammett. Lillian Hellman war eine Bürgerechtsaktivistin, ihrer Klage ist es zu verdanken, dass die Mitschnitte von Präsident Nixon als öffentlich galten.

„There are people who eat the earth and eat all the people on it like in the Bible with the locusts. And other people who stand around and watch them eat.“ (Lillian Hellman)

1942 wurde ihr Drehbuch „Little Foxes“ mit Bettie Davies verfilmt. Kurz darauf geriet Lillian Hellman wegen „unamerikanischer Umtriebe“ in das Visier der amerikanischen Behörden, die sie mehrere Male verhörten. Ihr wurde Nähe zu Linken und Kommunisten nachgesagt, sie wurde unter Druck gesetzt und riskierte Das Gefängnis. In den 1960er Jahren erblindete sie. Sie starb 1984 mit 77 Jahren. Ihr berühmtestes Zitat ist wohl dieses hier:

„I cannot and will not cut my conscience to fit this year’s fashion.“ (Lillian Hellman)

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