Alle Artikel von Die Störenfriedas

Vision: Ein virtueller feministischer Lesekreis

Mensch, der auf einem Bücherstapel sitzt

Photo by Gaelle Marcel on Unsplash

Seit geraumer Zeit treibt uns eine Vision herum:

Wie wäre es, einen virtuellen Raum zu haben, in dem wir feministische Literatur jeder Couleur besprechen könnten?

Wir könnten damit beginnen, dass Buchvorschläge eingereicht werden, anschließend darüber abgestimmt wird, welches Buch besprochen wird und dann einen Zeitraum festlegen, in dem jede einzelne das Buch liest, um es schlussendlich auf einer entsprechenden Plattform zu besprechen.

Die Plattform würden wir euch zur Verfügung stellen und wir wünschen uns da eine außerhalb von Facebook und Co., damit _alle_ daran partizipieren können.

Aber natürlich müssen wir ja im Vorfeld erst einmal abklopfen, ob es da überhaupt Interesse gibt, damit sich das Etablieren einer entsprechenden Plattform auch lohnt.

Also:

Was haltet ihr davon?

Wir freuen uns über eure Meinungen, Antworten, Vorschläge dazu.

Rising to the Roots: Bericht über eine Hexenjagd

Logo des LFT 2021

© LFT 2021

Das Motto des diesjährigen Lesbenfrühlingstreffen lautet «Lesbenfrühling – rising to the roots» und mit diesem Motto …

…. blicken wir zurück und aufs Jetzt. Als Feministinnen leben wir parteiisch mit und für Frauen und unser Begehren und unsere Aufmerksamkeit gelten Frauen in ihrer Verbundenheit und Verschiedenheit, ihren Kräften und ihren Nöten. Wir konzentrieren uns an diesem verlängerten Wochenende auf das L, also darauf, was Lesben und frauenliebendes Leben bewegt und berührt – politisch, gesellschaftlich, kreativ und sinnlich – und bieten Lesben jeden Alters und aus verschiedenen kulturellen und sozialen Zusammenhängen dafür den Raum, den sie verdienen.

Orga-Team des LFT 2021

Weiterhin schreibt das Orga-Team:

Das LFT ist Zeit-Raum von Lesben für Lesben: Frauenliebende Frauen, Frauen, die lesbisch leben, lesbenidentifizierte Lesben, Late Bloomers, Ur- und Bewegungslesben, Jüdische Lesben, Schwarze Lesben und Lesben of Color, Lesben mit und ohne Kinder, Lesben mit Behinderung, Lesben unterschiedlicher kultureller und sozialer Hintergründe. Wir bieten Schutz und Raum für geflüchtete Lesben, Lesben aus Osteuropa und aus dem globalen Süden. Intersexuelle und detransitionierte Lesben sind ebenso wie Lesben im Coming-out willkommen. Wir freuen uns auf Lesben aus der ganzen Welt als Referentinnen, Handwerkerinnen, Musikerinnen wie Teilnehmerinnen.

Orga-Team des LFT 2021

Das LFT 2021 hat ein vielfältiges Programm zusammengestellt und im Grunde müsste alleine dies und das diesjährige Motto allen FrauenLesbenFeministinnen und Allys das Herz höher schlagen lassen. Weil damit eine Rückbesinnung auf die Tradition des seit 1974 bestehenden Lesbenfrühlings stattfindet und eine Konzentration stattfindet auf – eben -: Lesben.

Nun, das tat es auch, und auch unser Herz schlug und schlägt höher <3. Wir hörten von so vielen Lesben, dass dies endlich mal wieder ein LFT sei, bei dem sie sich willkommen fühlten, sei doch in der Vergangenheit – nun ja – ein wenig der Fokus verloren gegangen, um es mal diplomatisch zu formulieren.

Seit vergangenen Montag sieht sich das Orga-Team nun einer hässlichen Hetz- und Diffamierungskampagne ausgesetzt, an der sich eine sehr große Auslese an Organisationen, Gruppierungen und Einzelpersonen beteiligt, die irgendetwas (und/oder zum Teil recht viel) mit LGBTQ* zutun haben oder sich als LGBTQ*-solidarisch verstehen.

Die Vorwürfe: Transfeindlichkeit, Transphobie, Transexklusion, Rassismus, Verorten des LFT in das “rechte Spektrum” und so weiter und so fort. Die “Belege”, die angeführt werden, entbehren jeglicher (feministischen) Grundlage, werden teilweise wild in die Luft geschossen, weil’s – nun ja – halt einfach so geht, und sie bleiben schlussendlich: Diffamierung, Verleumdung, Hass und im Besonderen Frauenhass und Lesbenhass.

Eine Einzelperson auf Twitter, die, wie uns scheint, maßgeblich an der Initiierung dieser Kampagne beteiligt gewesen zu sein, hat uns den Job abgenommen, einige dieser Beteiligten aufzulisten (prima, dann müssen wir das nicht tun; man beachte übrigens, was für ein Medium da den Anfang gemacht hat, das zeugt von einer gewissen Merkbefreiung).

Es beteiligten sich u. a. die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, der Lesbenring e. V., diverse Lesben-Organisationen aus einzelnen Bundesländern (NRW, Niedersachsen), dazu gesellten sich anschließend auch Spinnboden e. V., der VDGE e.V., etc. pp.

Im Übrigen sah sich keine der Beteiligten dazu bemüßigt, das Orga-Team hinsichtlich ihrer Kritik zu kontaktieren, mit einer Ausnahme: Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld tat dies, allerdings erst im Nachhinein, medial beteiligt hatte sie sich an dieser Hetzkampagne bereits.

Die Folge: Das LFT 2021 ist nun existentiell bedroht, diverse Frauenverbände haben sich entsolidarisiert und die Unterstützung entzogen und Fördergelder wurden gestrichen.

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Frage der Woche: Welche feministische Lieblings-Literatur habt ihr?

Grafik mit einem Fragezeichen

Wie in unserem jüngsten Podcast angekündigt:

Diesmal interessieren uns eure feministischen Lieblingsbücher.

Welches Buch hat euch (am meisten) inspiriert, euren Weg und eure feministische Sozialisation (maßgeblich) beeinflusst?

Welche Literatur war ein echter Augenöffner?

Oder welches Buch hat euch Gänsehaut verschafft, euch mitunter zu Tränen (aus allerlei Gründen) gerührt, Aha-Momente erzeugt und/oder eure Art zu denken und zu analysieren verändert und/oder neu geordnet?

Warum ist genau dieses Buch euer Lieblingsbuch?

Wir freuen uns auf eure Zuschriften dazu.

In der nächsten Folge unseres Podcasts werden wir wieder einige der Zuschriften “herauspicken” und diese besprechen.

Störenfriedas Podcast #4 – Wege zum Radikalfeminismus

Frau mit Faust nach oben

Pixabay Lizenz
Bild von María_Alberto auf Pixabay (von uns bearbeitet)

Zunächst: Asche über unser Haupt. Dieser Podcast wurde bereits vor gut einem Monat aufgenommen, weswegen die (internationalen) News nicht zwangsläufig (brand)aktuell sind, aber das tut ja hoffentlich nichts zur Sache. Leider haben wir es zeitlich nicht eher geschafft, ihn für das Web und die jeweiligen Dienste aufzubereiten. Aber nun ist er da :-).

Bei unserem 4. Podcast haben wir uns darüber unterhalten, wie ihr (und wir) euren Weg zum Radikalfeminismus gefunden habt. Dazu hatten wir euch im Vorfeld eine Frage gestellt, auf die ihr in der korrespondierenden Kommentarspalte und auf Instagram geantwortet habt. Einige Antworten haben wir uns herausgepickt (und die Auslese fiel uns denkbar schwer!).

Wir bedanken uns für alle Beiträge, die zu dieser Frage eingegangen sind. Sie haben uns sehr berührt, sehr gefreut und viel Input gegeben, um darüber zu debattieren. Dabei sind auch unsere Erfahrungen eingeflossen.

Natürlich war wieder ein Kater mit an Board, wie sich das nun mal gehört.

Wie immer: Falls ihr etwas skippen möchtet, werft einen Blick in die (anklickbaren) Sprungmarken unten.

Wir freuen uns über eure Rückmeldungen, Kritik und Anregungen für diesen und zukünftige Podcasts. Die könnt ihr uns unten in die Kommentare schreiben oder via Facebook und Twitter oder Instagram übermitteln.

Thema des nächsten Podcasts:

Unser nächster Podcast wird sich der Frage widmen, welche feministische Lieblingsliteratur ihr habt. Dazu haben wir einen Blogpost mit genau dieser Frage an euch veröffentlicht.

Gute Unterhaltung!

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Unsere Frage der Woche: Wie seid ihr zum Radikalfeminismus gekommen?

Grafik mit einem Fragezeichen

Wie in unserem jüngsten Podcast angekündigt:

Diesmal interessiert uns euer Weg zum Radikalfeminismus (not the fun kind):

Wie habt ihr den denn für euch entdeckt? Ward ihr schon immer Radfem oder habt ihr zunächst (wie viele von uns) den Umweg über den Liberal-Feminismus oder andere feministische Strömungen (falls ja, welche?) genommen?

Gab es ein bestimmtes Thema, welches euch zum Umdenken gebracht hat?

Oder sympathisiert ihr zwar mit dem Radikalfeminismus, habt aber an bestimmten Punkten einen für euch entscheidenden Dissens?

Vielleicht lest ihr aber auch nur interessiert mit, könnt aber mit Radikalfeminismus eigentlich so gar nichts anfangen?

Oder ihr pickt euch aus verschiedenen feministischen Richtungen die für euch passenden Analysen und wollt euch gar nicht so recht festlegen?

Wir sind schon jetzt sehr gespannt auf eure Erfahrungen und Meinungen.

In der nächsten Folge unseres Podcasts besprechen wir den Unterschied von Radikalfeminismus zu anderen Feminismen und möchten dort sehr gerne auch eure Erfahrungen einbringen.

Störenfriedas Podcast #3 – Politisches Lesbentum

Cover Podcast #3

Bei unserer dritten Folge haben wir uns auf das Thema “Politisches Lesbentum” fokussiert.

Wir bedanken uns sehr herzlich für eure konstruktiven Diskussionsbeiträge im Vorfeld, die hier gewissermaßen die Grundlage für unser Gespräch sind.

Natürlich gibt es auch wieder einen kleinen Rückblick zum letzten Podcast, zwei Perlen aus der Frauenbewegung und weiteres Geplänkel und Kater, die die Show stehlen ;-).

Wie immer: Falls ihr etwas skippen möchtet, werft einen Blick in die (anklickbaren) Sprungmarken unten.

Wir freuen uns über eure Rückmeldungen, Kritik und Anregungen für diesen und zukünftige Podcasts. Die könnt ihr uns unten in die Kommentare schreiben oder via Facebook und Twitter oder Instagram übermitteln.

Unser nächster Podcast wird sich der Frage widmen, wie ihr zum Radikalfeminismus gekommen seid. Außerdem werden wir über den Unterschied von Radikalfeminismus und anderen feministischen Strömungen sprechen.

Gute Unterhaltung!

[Außerdem als Nachtrag (von Anna):

Liebe von mir hoch geschätzte Jutta Oesterle-Schwerin (https://www.agneswitte.de/jutta-oesterle-schwerin-lesbische-vorkampferin-im-bundestag/),

beim Thema “Outing von PolitikerInnen” fiel mir leider dein Name nicht ein. Falls du das also hier liest: Dies ist kein Zeichen der Geringschätzung, sondern meiner Aufregung geschuldet gewesen (ich bewundere dich!).

Ich habe fast alles von dir gelesen, deine Debatten (rückblickend) verfolgt und du bekommst bald einen eigenen Artikel hier gewidmet.]

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Unsere Frage der Woche: Wie steht ihr zu Politischem Lesbentum?

Grafik mit einem Fragezeichen

Lesbischsein jedenfalls ist viel mehr als eine sexuelle Orientierung, und das gilt es ins öffentliche Bewusstsein vordringen zu lassen. Es ist ein politischer Akt des Widerstands, eine Auflehnung gegen das Patriarchat, die ihresgleichen sucht. Wie Monique Wittig schon feststellte: „Was ist die wirkliche Bedrohung, die Lesben repräsentieren? Sie sind der lebende Beweis, dass Frauen nicht als natürliche Sklavinnen der Männer geboren sind.

Störenfrieda Lola Flemming

In den 1960er entstand im Zuge der 2. Frauenbewegung und des Radikal-Feminismus Politisches Lesbentum, das eng mit lesbischem Separatismus verwoben war/ist. Grundgedanke war/ist, dass Lesbischsein eine politischer Akt ist, ein Ausbrechen aus (der uns eingeimpften) (Zwangs-)Heterosexualität und somit auch ein Mittel des Kampfes gegen (Hetero-)Sexismus, Patriarchat und letzten Endes für die Befreiung der Frau.

Oft entbrennen über diesem Thema sehr kontroverse Diskussionen, die teilweise auch sehr mythengetränkt sind. Lola Flemming räumt in ihrem Artikel “Alles Fake-Lesben? Aufräumen mit den Mythen über politisches Lesbentum” mit diesen Mythen auf.

Dennoch bleibt dieses Konzept ein immer viel diskutiertes Thema, das es verdient, von allen Seiten beleuchtet zu werden.

Daher unsere Frage an euch? Wie ist eure Meinung dazu? Was kritisiert ihr? Was unterstützt ihr? Was lebt ihr? Wie ordnet ihr Politisches Lesbentum/Lesbensein im Kampf gegen das Patriarchat ein? Was sind eure Antworten/Meinungen zu allen möglichen Fragen, die sich im Kontext dieses Themas ergeben? Oder was habt ihr für Fragen?

Wir sind gespannt auf eure Meinungen und freuen uns über eine anregende und konstruktive (!) Diskussion. Eure Beiträge werden wir auch in unserem nächsten Podcast aufgreifen.

Störenfriedas Podcast #2 – Wildes Allerlei

Graffiti Feminismus

Image by Marc Pascual from Pixabay

Wir haben ein zweites Mal zusammen gesessen und über wildes feministisches Allerlei debattiert.

Falls ihr etwas skippen möchtet, werft einen Blick in die (anklickbaren) Sprungmarken unten.

Wir freuen uns über eure Rückmeldungen, Kritik und Anregungen für zukünftige Podcasts. Die könnt ihr uns unten in die Kommentare schreiben oder via Facebook und Twitter oder Instagram übermitteln.

Unsere abschließenden Fragen an euch sind:

Was hat Feminismus für euch im Leben verändert?
Lassen sich Künstler und Kunst trennen?
Welche Rubriken/Themen hättet ihr gerne mal in einen Podcast verpackt?

Und nun: gute Unterhaltung!

P.S.: Bei der dritten Folge bekommen wir das dann auch mit dem Sound in den Griff, fest versprochen!

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Die Podcast-Premiere der Störenfriedas

Las Tesis Grafik

DenLesDen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ergänzend zum Blog: Der erste radikalfeministische Podcast in Deutschland. Wir haben eineinhalb Stunden über aktuelle Themen gequatscht. Wir wünschen euch gute Unterhaltung und hoffen, euch gefällt unsere Premiere. (Wir bitten im Vorfeld um Entschuldigung für die zeitweisen Tonaussetzer, an dem optimalen Equipment arbeiten wir noch ;-)). Falls ihr etwas skippen möchtet, werft einen Blick in die Sprungmarken unten.

Wir freuen uns über eure Rückmeldungen, Kritik und Anregungen für zukünftige Podcasts. Die könnt ihr uns unten in die Kommentare schreiben oder via Facebook, Twitter oder Instagram übermitteln.

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Manifest gegen die Vermarktung des Frauenkörpers

gegen die vermarktung des frauenkörpers

Spanische Feministinnen haben diese Kampagne initiiert, um deren Weiterverbreitung wir dringlich bitten. Vielleicht ist ja auch jemand unter euch, der mit Übersetzen helfen kann? Wie auch immer. Es reicht. Please share.

MANIFEST GEGEN DIE VERMARKTUNG DES FRAUENKÖRPERS

Zum 25. November 2018, dem internationalen Tag gegen die Gewalt an Frauen, wollen wir, Feministinnen aus diversen Orten der Welt

ANZEIGEN

Dass das patriarchale System eine Reihe ökonomischer, politischer und kultureller Mechanismen geschaffen hat, die die Ungleichheit zwischen Frauen und Männern fördern und für die sexuelle und reproduktive Ausbeutung der Frauen Voraussetzung sind;

Dass die Gewalt, die Männer aus der ganzen Welt von der Pornografie lernen und weltweit in der Prostitution ausüben, das Bild der Frau erniedrigt, die männliche sexuelle Gewalt normalisiert und die Ungleichheit zwischen Frauen und Männern verstärkt;

Dass der neoliberale Kapitalismus in den letzten Jahrzehnten alle Bereiche des menschlichen Lebens zur Ware gemacht hat, einschließlich Sexualität und Reproduktion. Er hat somit Millionen Frauen und Mädchen, oft von extremer Armut betroffen,  zu einer für die sexuelle und reproduktive Ausbeutung bestimmten Ware degradiert;

Dass der Diskurs des neoliberalen Kapitalismus über die individuelle Freiheit und die Einwilligung die ideologische Grundlage zur Rechtfertigung der Ausbeutung von Frauen und Mädchen in der Pornografie, in der Prostitution und in der Leihmutterschaft darstellt;

Dass die aus Freiern und Zuhältern zusammengesetzte Pro-Prostitution-Lobby, von denen einige der Mitglieder qualifizierte Machtpositionen innehaben, großen Druck ausübt mit dem Zweck, dass die Pornografie, die Prostitution und die Leihmutterschaft legalisiert und als freiwillige Entscheidungen angesehen werden, so dass die Kriminalität, die Gewalt, der Menschenhandel und die Sklaverei, die diesen Geschäften zugrunde liegen, verborgen bleiben.

WIR FORDERN

  • Dass die zuständigen internationalen Organisationen eine Weltkonvention zum Schutz der Menschenrechte VON Frauen und Mädchen gegen alle Formen der patriarchalen Gewalt unterzeichnen;
  • Dass in dieser Weltkonvention alle Formen der Gewalt für Praktiken erklärt werden, die mit den Menschenrechten der Frauen und Mädchen unvereinbar sind, einschließlich der Prostitution und der Ersatzmutterschaft;
  • Dass in den einzelnen Staaten Gesetze intern erlassen werden, die alle Formen der Zuhälterei bestrafen, und Mechanismen für die Beschlagnahme der Erträge, die durch sexuelle Ausbeutung von Frauen und Minderjährigen erworbenen werden, zugunsten der Überlebenden der Prostitution verwendet werden;
  • Dass die einzelnen Staaten Gesetze entwickeln, die die Nachfrage nach Prostitution bestrafen, da Freier für diese extreme Art der Gewalt gegen Frauen unmittelbar verantwortlich sind;
  • Dass die Staaten jedes Gesetz oder jede Verordnung abschaffen, die Sanktionen oder Strafen über Frauen bezüglich deren Prostitutionstätigkeit verhängen, sowie jegliche Vorstrafen oder Verwaltungssanktion, die aus einer vorherigen Gesetzgebung stammen könnten.
  • Dass die Staaten ausreichende Mechanismen und Mittel zur Verfügung stellen, damit für die in der Prostitution gefangenen Frauen ein Ausweg aus dieser Form der extremen Gewalt und Ausbeutung gewährleistet ist.
  • Dass die Staaten eine rechtliche Regelung treffen, die jede Form der reproduktiven Ausbeutung von Frauen verhindert. Darüber hinaus soll in der staatlichen Rechtsordnung sichergestellt werden, dass keine zukünftige Regelungen Leihmutterschaftsverträge erlauben oder gar legalisieren können.

Die Prostitution, die Pornografie und die Leihmutterschaft sind brutale formen der sexuellen Ausbeutung und der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Aus diesem Grund bündeln wir feministische Frauen unsere Stimmen, um die Straffreiheit der Täter anzuprangern und den Mangel an Engagement seitens der Regierungen für die Abschaffung von Praktiken, die die Ungleichheit und die Gewalt vertiefen, zu verurteilen.

7. September 2018

MANIFEST (PDF)


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