Alle Artikel von Mira Sigel

Der Bericht einer Überlebenden: „Das Inzesttagebuch“

In den vergangenen Wochen seit dem Erscheinen von „Anonyma – das Inzesttagebuch“ gab es so gut wie keine Büchergruppe, in der das Buch nicht heftig diskutiert wurde. Eins steht fest: Es rüttelt auf, es schockiert. Und das ist, liest man die Sprache, auch eine seiner Absichten. Viele Sätze sind dazu gemacht, der Leserin/dem Leser mit voller Wucht eine Wahrheit in das Gesicht zu schleudern, die ihnen den Atem nimmt. Da ist ein kleines Mädchen, eines, wie viele kleine Mädchen, aus einer ganz normalen Familie, und dieses Mädchen hat ein schreckliches Geheimnis: Es wird vom eigenen Vater missbraucht, seit es im Kindergartenalter war. Um die heftigen Übergriffe des Vaters, bei dem es nicht nur beim Berühren bleibt, sondern regelmäßig zu Penetration und sogar Verstümmelungen kommt, zu überleben, beginnt die anonyme Schreiberin, Lust zu entwickeln, die sich bis in wahnsinnige Orgasmen steigert, schon als Kind. Lust ist ihr Überlebensmechanismus, für den sie sich schämt, den sie aber auch nicht leugnet und der am Ende ihr ganzes weiteres Leben überschatten wird.

Weiterlesen

Ware Mensch und wahre Menschlichkeit: Happy Sexwork PR unter dem Deckmantel linker Kritik in Frankfurt

(CC BY-SA 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde“ , sagte Martin Luther King einmal und als ich heute nach Hause fuhr, fühlte und hörte ich diesen Worten nach und fand trotzdem keinen Trost in ihnen.

Heute fand ein Vortrag in einem linken Wohnprojekt mitten im Bahnhofsviertel statt. Vortragende war Jenny Künkel, die an der Goethe Universität in Frankfurt arbeitet und zu „Sexarbeit“ promoviert. Es sollte im Polizeiarbeit im Bahnhofsviertel gehen. Der Auftakt beginnt mit dem Einlauf von Juanita Henning von Dona Carmen, die uns, laut, und für alle hörbar „dreckige Faschisten“ nennt. Was für ein Diskurs, was für ein Niveau! Jenny Künkel beeilt sich dann sogleich, von einem „freundschaftlichen Austausch“ mit Dona Carmen zu sprechen und beginnt mit ihrem Vortrag. Sie schaltet die Präsentation ein, und das Erste, was ich sehe, ist das Foto einer Freundin, die offenbar hier, vor einem linken, ziemlich jungen Publikum an den Pranger gestellt werden sollte, als bösartige linke Abolitionistin, die mit dem Polizeistaat gemeinsame Sache macht, weil sie die Freier – wir lernen heute Abend noch, das sind „Kunden“ – für Sexkauf bestrafen möchte. Dumm nur, dass diese Freundin neben mir sitzt und sich gegen die unzulässigen Verkürzungen und Zuschreibungen wehren kann. Das bringt die Veranstaltung dann kurzzeitig außer Takt. Unsere Flyer lässt man lieber gleich verschwinden, nicht, dass sich einer der kritischen Zuhörer ein kritisches Bild hätte machen können. Ist das dieser kritische Diskurs, dessen sich die Veranstalter zu rühmen? Ich kann ihn nicht entdecken.

Weiterlesen

Feministisch leben! Manifest für Spaßverderberinnen

Vor kurzem ist Sara Ahmeds Buch „Feminist Killjoys“ beim Unrast Verlag auf Deutsch erschienen: „Feministisch leben! Manifest für Spaßverderberinnen!“ lautet der deutsche Titel. Der Figur der feministischen Spaßverderberin (engl.: „killjoy“) spürt die britisch-australische Wissenschaftlerin und Philosophin bereits in ihrem gleichnamigen Blog nach. Geboren 1969 in England, als Tochter einer englischen Mutter und eines pakistanischen Vaters, beschäftigte sie sich schon früh mit dem Anderssein.

„Was kommt euch als erstes in den Sinn, wenn ihr den Begriff Feminismus hört? Dieser Begriff erfüllt mich mit Hoffnung, mit Energie. Er erinnert an laute Verweigerungshaltung und Rebellion genauso wie an die leisen Möglichkeiten, die wir haben könnten, um nicht an Dingen festzuhalten, die uns herabwürdigen. Er vergegenwärtigt Frauen, die sich erhoben haben, sich gegen Dinge ausgesprochen haben, die ihr Leben, ihr Zuhause und ihre Beziehungen im Kampf um erträglicher Welten riskiert haben.“

So beginnt die Einleitung des Buches. „Feministisch leben“ ist in drei Abschnitte geteilt. Teil I beschäftigt sich damit, wie sie Feministin wurde und warum Frauen überhaupt Feministinnen werden.

Weiterlesen

Schopenhauer für Feministinnen oder: Wie man Antifeministen rhetorisch besiegt

Feminismus im Alltag spielt sich häufig im Netz ab. Dort gibt es Diskussionen, die immer auch vor einer bestimmten Öffentlichkeit geführt werden, mal ganz öffentlich, mal vor einer Fanbase oder einer Gruppe. Feministinnen suchen solche Diskussionen manchmal, weil es wichtig ist, zu widersprechen, wenn Frauenhass relativiert oder sogar akzeptiert und gefördert wird, oft werden sie aber auch in solche Diskussionen gezwungen, weil es vielen Menschen – nicht nur Männern – große Freude bereitet, die Beweisführung zu versuchen, wie sehr der Feminismus falsch liegt, oder, wenn er nicht falsch liegt, alles ganz falsch angeht. Auf der Sachebene kann Mann gegen Feminismus wenig vorbringen, also wird entweder mit erfundenen oder nicht belegbaren Zahlen argumentiert – oder eben der sogenannten Schwarzen Rhetorik, die nur noch scheinbar auf der Sachebene diskutiert.

Neben der Sache geht es also ganz oft nur darum, wer die bessere Rhetorik an den Tag legt, also seine Argumente gut vorträgt, die der anderen entkräftet und manchmal auch schlicht schlagfertiger ist. Wozu das alles, kann man sich fragen. Überzeugte Maskulisten oder Antifeministen wird man damit kaum überzeugt bekommen. Das stimmt. Aber hier kommt ein weiterer wichtiger Punkt der Diskussionen online in das Spiel: Die Öffentlichkeit der anderen Mitleser. Andere, abweichende Meinungen anzubieten, ist zentral, wenn es darum geht, über bestimmte Zusammenhänge wie etwa die Auswirkungen der Prostitution aufzuzeigen. Mit dem „Recht haben“ (Prostitution ist Ausbeutung und institutionalisierter Frauenhass) ist aber noch nichts über das „Recht behalten“ gesagt.

Auch derjenige, der objektiv Recht hat, kann trotzdem eine Diskussion verlieren, das wusste schon Arthur Schopenhauer, als er 1830 „Die Kunst Recht zu behalten verfasste“ – bis heute ein Standardwerk zur Rhetorik – insbesondere der sogenannten „Schwarzen Rhetorik“. Arthur Schopenhauer gehört sicher nicht zur Standardlektüre von Feministinnen. Ein ganzes Buch – „Über die Weiber“ schrieb er einst darüber, warum Frauen eigentlich nur zur Kinderaufzucht oder der Haushaltspflege taugen. Was er über Frauen zu sagen hat, ist bestenfalls Ausdruck einer verängstigten Männerseele oder schlicht Frauenhass. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die wir von Schopenhauer lernen können – insbesondere wie man sich gegenüber schmutziger verbaler Kriegsführung anderer wehren kann. Die besten Rhetoriker der Geschichte waren, das wundert nicht, oft auch glühende Frauenhasser (Aristoteles, Augustinus, Schopenhauer, Nietzsche, die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen).

Weiterlesen

Radfem Basic Writings: Kathleen Barry und ihr Kampf gegen die sexuelle Versklavung von Frauen

Kathleen Barry ist eine amerikanische Feministin und Soziologin. Sie besitzt zwei Doktortitel und gehört zu den prominentesten Vertreterinnen der 2. Frauenbewegung. Bis heute engagiert sie sich gegen sexuelle und männliche Gewalt und die Ausbeutung von Frauen. Bekannt wurde sie 1979 mit ihrem Buch „Female Sexual Slavery“ – Deutsche Ausgabe: „Sexuelle Versklavung von Frauen“, in dem sie den Zusammenhang von Vergewaltigungskultur, patriarchaler Gesetzgebung, sexueller Gewalt und Prostitution beschrieb. Das Buch wurde in sechs Sprachen übersetzt und gilt als Grundstein für eine neue, feministische Bewegung gegen Sexkauf und Ausbeutung in der Prostitution. In dem Buch zeigt Kathleen Barry auf, wie der Kampf Josephines Butlers und später die Diskussion um die „White Slavery“, die ihrem Ursprung nach feministische Bewegungen waren, von bürgerlichen Moralisten für politische Zwecke und gegen die Prostituierten instrumentalisiert wurden und deshalb scheiterten. In der auch von Frauen akzeptierten Spaltung in Hure und Heilige sah sie eine der wichtigsten Ursachen für die Toleranz von Sexkauf, gefolgt von der Bereitschaft, Gewalt und Elend in der Prostitution einfach zu übersehen und von Freiwilligkeit zu sprechen. Viele Diskussionslinien, die sich in der heutigen Debatte rund um Prostitution zeigen, analysierte und entlarvte sie bereits 1979.

Weiterlesen

Von Playboy-Hasen und Stepfordfrauen: Frauen im Fernsehen „You play the girl“

Carina Chocano ist Filmkritikerin und ihr gerade auf Englisch erschienenes Buch „You play the girl: On Playboy Bunnies, Stepford Wives, Train Wrecks & other mixed messages“ betrachtet, welche medialen Bilder von Frauen uns immer wieder begegnen. Geboren in den 1960er Jahren arbeitet sie sich von ihrer Kindheit bis in die Gegenwart, betrachtet die Disney-Filme neu mit ihrer heranwachsenden Tochter und erinnert sich an die Playboy-Sammlung ihres Großvaters. Carina Chocano geht es um das Bild von Frausein, das uns Kinofilme und Magazine vermitteln und in dem Frauen häufig nur in ihrer patriarchal idealisierten Form vorkommen; eine Kontinuität, die sich bis in die zeitgenössischen Filme findet, in denen Frauen in erster Linie dazu da sind, dem Helden eines Films bei seiner Mission zu helfen, schön, zurückhaltend, ohne eigene Ziele, sorgend, begehrenswert, aber ohne eigenes Begehren.

„The girl does not act, though – she behaves. She has no cause but a plight. She doesn’t want anything, she is wanted. She doesn’t self-actualize but aids the hero in selfactualization.“

Mit großem analytischen Geschick zeigt sie auf, wie das Narrativ in den Filmen aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen folgt und Frauen stets auf die Rolle vorbereitet, die von ihnen erwartet wird. Um die Träume, Wünsche, Sehnsüchte der Frauen geht es dabei nie. Kaum ein Mädchen der 70er und 80er Jahre wuchs ohne „Die bezaubernde Jeannie“ auf – doch wer ist diese Jeannie, diese lustige, süße, hilflose Traumfrau, die den Major „Meister“ nennt und der immer wieder all ihre chaotischen Manöver korrigieren muss, weil ihr das Verständnis für die Welt fehlt, in der er lebt? Sie gehorcht ihm auf das Wort. Noch immer gilt Pretty Woman als einer der romantischsten Filme aller Zeiten – und ist doch patriarchal bis auf das Blut. Sie, die Gefallene, wird in die Prostitution getrieben und dann vom reichen, charmanten Richard Gere gerettet. Nicht nur wird Prostitution romantisiert, der Mann als Freier wird auch noch zum Prinz erklärt, und wer jetzt glaubt, all das sei ja lange her, sei kurz an den Hype um „50 Shades of Grey“ erinnert. Pretty Woman wurde zur Blaupause des romantischen Films bis in die Gegenwart. Nicht viel besser sind die Romantikkomödien ab den 2000er Jahren, die sich um die Panik drehen, keinen Mann mehr abzubekommen, denn das ist doch das Wichtigste, das Einzige, um das sich so ein Frauenleben dreht, lustig und unterhaltsam verpackt, aber mit einer ernsten Mahnung.

Weiterlesen

Queerfeminismus: Der Anfang vom Ende der Meinungsdiktatur

Wer sich außerhalb feministischer Kreise bewegt, wird wenig darüber wissen, wie zerstritten die Bewegung ist. Auf den ersten Blick mögen die Bruchlinien zwischen radikalem Feminismus, wie ihn die Störenfriedas vertreten, in Kanada zum Beispiel Feminist Current und in Australien Organisation wie Collective Shout, und dem Queerfeminismus unbedeutend erscheinen. Irgendwie wollen wir doch alle mehr Gerechtigkeit für Frauen, mag man naiverweise denken. Dem ist nicht so. Radikaler Feminismus hat seinen Ursprung in der sogenannten zweiten Welle des Feminismus ab den 1960er Jahren. Radikal weil er Unterdrückung von der Wurzel her denkt (= lat. radix) und die Wurzel unserer Unterdrückung ist unser Geschlecht. Radikaler Feminismus betrachtet Frauen in ihrer Gesamtheit als unterdrückte Klasse und analysiert alle gesellschaftlichen Zusammenhänge davon ausgehend. Ursache für die Unterdrückung sind patriarchale Strukturen, die Herrschaft einiger Männer über die Frauen, von der am Ende alle Männer profitieren.

Diese Strukturen zeigen sich darin, dass Frauen immer noch schlechter bezahlt werden, sie zeigen sich in Alltagssexismus und in der laschen Strafverfolgung von Vergewaltigern, in Vergewaltigungswitzen, im Abtreibungsverbot, in der Hexenjagd auf Mütter und der Glorifizierung der Väter durch Politik und Medien, im erlaubten Sexkauf und der geduldeten Ausbeutung von Frauen als Prostituierte, in der frauenfeindlichen Pornografie und in der wachsenden Akzeptanz von Leihmutterschaft. Das Menschsein wird nach wie vor vom Mann her gedacht, die Frau, die davon abweicht, ist geringer und wird auf ihre Verwertbarkeit für das Patriarchat reduziert. Feminismus, der das benennt, stört die gesellschaftliche Ordnung und wird gerade von Männern, die ihre patriarchalen Privilegien nicht verlieren möchten, auf das Schärfste bekämpft.

Weiterlesen

Die Göttliche Ordnung – DER feministische Film dieses Sommers

Es ist der Anfang der wilden 70er, Hippiebewegung und Frauenbefreiung erschüttern weltweit die Grundfesten der Gesellschaftsordnung, nur in der Schweiz steht die Zeit still. Seit Jahrzehnten kämpfen Feministinnen für das Frauenstimmrecht, nun, am 07. Februar 1971, sollen die Männer darüber abstimmen.
„Die Göttliche Ordnung“ ist ein Film von der Schweizerin Petra Biondina Volpe, der mit starken Darstellerinnen, gelungenen Dialogen und wunderbaren Bild- und Tonkompositionen von der ersten Minute an mitreißt. Seit März lief er in der Deutschschweiz und kommt am 3. August auch zu uns in die Kinos.

Weiterlesen

Von Devianz und Solidarität – oder: um welche Opfer kümmern wir uns?

Wer sich mit Prostitution beschäftigt, kennt den Begriff der Devianz. Devianz bedeutet „Abweichen“ vom bürgerlichen Lebensentwurf. Deviante, das sind Kriminelle, Drogenabhängige und eben auch Prostituierte. Bis in die 1980er Jahre war die Devianztheorie in den Sozialwissenschaften weit verbreitet und auch in vielen linken Kreisen anerkennt, beinhaltete sie doch eine immanente Herrschaftskritik. Der Dieb, der stiehlt, tut das, weil er keine andere Wahl hat, die Prostituierte prostituiert sich, weil das alles ist, was die kapitalistische Gesellschaft ihr zum Leben lässt. Die Devianztheorie geht davon aus, dass es hier eben keine richtigen Opfer gibt, bzw. die Opfer die Devianten selbst sind. Indem wir beschreiben, wer deviant ist – eben auch Behinderte und psychisch Kranke – wird wie in einem Spiegel ein Bild auf uns zurückgeworfen. In bester Focault’scher Tradition erkennen wir, dass die Gesellschaft in einem Diskurs festlegt, wer denn „solide“, „normal“ oder „vertrauenswürdig“ ist und dass dieser Diskurs mehr über die Gesellschaft aussagt als über die Devianten selbst. Die bürgerliche Gesellschaft braucht die Devianz, um sich ihrer selbst zu versichern. Menschen, die trotz Armut nicht stehlen, haben zumindest den moralischen Gewinn, sich als „anständig“ zu empfinden, Frauen, die sich trotz Not oder Gelegenheit nicht prostituieren, sehen sich ebenfalls so. Verlogen ist das alles bis in das Mark, denn genau auf diese Weise bleiben die Gewaltverhältnisse eben wie sie sind: Die Reichen werden reicher, die Armen immer ärmer, aber wenigstens bleiben sie anständig.

Weiterlesen

Die hässliche Welt der Väterrechtler

Wir Störenfriedas sind Hassmails und Beschimpfungen, Unterlassungsklagen und anderen Blödsinn durch Freier, Zuhälter, Transaktivisten und andere Frauenhasser gewohnt. Was uns aber in den letzten Wochen wirklich verwundert hat, dass die Gruppe mit dem nachhaltendsten Frauenhass die der Väterrechtler ist, die uns auf allen Kanälen regelrecht nachstellt und selbst vor massiven Beschimpfungen und Bedrohungen nicht zurückschreckt. Für uns war das Grund genug, sich einmal anzuschauen, wer diese Väter eigentlich sind und woher sie den Anspruch nehmen, anderen ihren Hass und ihr verqueres Weltbild überzustülpen.

Väterrechtler organisieren sich in Facebookgruppen und Vereinen und sind oft parallel in Parteien und anderen Verbänden aktiv. 2006 wurde geschätzt, dass rund 8000 Männer (und Frauen) in diesen Zusammenhängen aktiv sind, die Zahl kann sich bis heute gut verdoppelt haben. Es gibt viele Überschneidungen mit der Männerrechtsbewegung und den Maskulisten. Zu den großen Vereinen gehört der Väterrechtsaufbruch für Kinder, dem nach eigenen Angaben rund 3000 Mitglieder angehören, die öffentliche Facebookgruppe „Väter ohne Rechte“ zählt mehr als 7000 Mitglieder und entstand aus dem österreichischen Verein gleichen Namens. Der Verein hat laut eigenen Angaben ebenfalls rund 3000 Mitglieder.

Wer sich in den offenen Gruppen der Väterrechtler umblickt, entdeckt eine skurrile bis gefährliche Mischung aus verletztem Stolz, Narzissmus, Verschwörungstheorien, Frauenhass und rechtem Gedankengut. Die Kinder werden auffallend oft als „mein Fleisch und Blut“ bezeichnet, es geht gegen Flüchtlinge und vor allem gegen Frauen. Diese sind „Huren und Gebärmaschinen“. Wir dokumentieren hier unter anderem eine Auswahl anonymisierter Kommentare.

Weiterlesen