Die Pille – sexuelle Selbstbestimmung für Frauen im Patriarchat. Vielleicht ein Widerspruch?

Pillenpackung

By Ceridwen (Own work) [CC BY-SA 2.0 fr], via Wikimedia Commons

Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist die Pille das meistbenutzte Verhütungsmittel deutscher Frauen. Mehr als jede zweite Befragte (53 Prozent) gab an, damit zu verhüten. Darauf folgt das Kondom mit 37 Prozent. Besonders junge Menschen setzen oft auf eine Kombination von Pille und Kondom. Spirale und Sterilisation werden nur zu je 10% genutzt.

Als ich noch jung war, lange ist es her, wollte ich, ganz sexuell befreit und selbstbestimmt, die Pille nehmen um nicht schwanger zu werden.

Eine hervorragende Idee. Mit der ersten Pille bekam ich eine Depression, so dass ich kaum noch Lust hatte das Haus zu verlassen. Ich wechselte die Sorte, aber auch dies brachte wenig, denn  meine Libido war so reduziert, dass sich die Pille sozusagen selbst überflüssig machte.

Ein dritter Versuch, viele Jahre später, sorgte für Migräne der schlimmsten Sorte. Andere Verhütungsmittel waren, ich gebe es zu, auch nicht toll, aber zumindest konnte ich mein alltägliches Leben bewältigen.

Natürlich ist die Pille viel besser geworden in den letzten Jahren, sagt mit besonderer Vehemenz die Pharmaindustrie. Aber sollten wir uns als Feministinnen nicht trotzdem einige Fragen stellen? Sollte es nicht unseren Verdacht erregen, wenn behauptet wird, dass ein Medikament angeblich so wenig Nebenwirkungen haben soll, dass frau es schon ab jungen Jahren bedenkenlos über Jahrzehnte nehmen kann, aber es trotzdem so stark in unser Hormonsystem eingreift, dass es sicher Schwangerschaften verhütet? Welche Wirkung hätte ein Medikament ohne Nebenwirkungen überhaupt, realistisch gesehen. Wenn wir der Pharmaindustrie glauben wollen, ist die Pille eine Art Bachblüte gegen Schwangerschaft.

Die Pille wird heute gefeiert als Mittel der Befreiung. Zum Teil ist dies auch so, denn im Patriarchat müssen und mussten Frauen auch den Preis für eine Schwangerschaft zahlen, sei es durch die körperlichen Schädigungen, einen beeinträchtigten Lebensweg, oder  finanzielle Probleme. Nicht alle Schwangerschaften waren schließlich das Resultat von Sex mit dem Prinzen. Manche geküssten Frösche blieben und bleiben, oder werden, einfach nur Frösche. Aber auch das ist ein anderes Thema.
Trotzdem:  sollte die Pille völlig unreflektiert gefeiert werden, wie das oft so üblich ist? Denn, wie das so ist im Patriarchat, wird alles früher oder später  zu einem Nachteil für Frauen. Vielleicht könnte man sogar sagen, dass die Pille eher den Mann befreit hat, denn es wird jetzt ständige sexuelle Verfügbarkeit erwartet. Aus Angst vor Schwangerschaft keinen Sex haben zu dürfen, war auch keine Lösung, ich gebe es zu, oder Analsex haben zu müssen, wie auch oft üblich, aus Angst vor Schwangerschaft…

Wie ich schon oben erwähnte, ist das mit der Pille und der Libido eventuell für einige Frauen so eine Sache. In vielen Packungsbeilagen wird Libidoverlust als Nebenwirkung erwähnt.

Würden Männer die Pille fressen, wenn auch nur vage, ganz, ganz vage die Idee im Raum stehen würde, dass es ihre Libido reduzieren könnte? Ich denke nicht. Nichts darf die Virilität eines Mannes angreifen. Seine Spermien müssen leben. Sogar ein Kondom ist für viele Männer ein Problem, deshalb fordern auch viele Männer bei prostituierten Frauen alles ohne (AO) und lieben CIP (Cum in Pussy). Auch dies gefährdet die Gesundheit von anderen, aber was soll`s, die Spermien müssen viele und frei sein.

Tatsächlich gibt es sehr wenige Studien, die zuverlässig auf eine reduzierte Libido bei Frauen hinweisen. Die Möglichkeit einer reduzierten Libido wird als Nebenwirkung zwar erwähnt, aber wissenschaftlich zuverlässig erforscht wurde dies kaum. Wieso auch sollte es erforscht werden. Frauen müssen ja anscheinend keinen starken Geschlechtstrieb haben, sondern nur sexuell verfügbar sein. Es ist tatsächlich fast fraglich, ob junge Frauen überhaupt in der Lage sind, sexuelle Lust in diesem starken Ausmaß zu spüren, wenn das Einstiegsalter der Pilleneinnahme sehr früh war und somit keine Möglichkeit bestand, die eigene Sexualität überhaupt lange genug und ausreichend zu entdecken. Die Libido steigt, je älter wir werden, und unter der Einnahme von Hormonen kann dies behindert werden.

Wissen junge Frauen überhaupt noch, wie der Wechsel des Ovulationszyklusses  die Libido beeinflusst?  Weibliche Libido und Orgasmus sind ein schwieriges Thema, denn sonst hätte eine Studie nicht gezeigt, dass nur 33% aller Frauen beim Sex regelmäßig zum Orgasmus kommen, aber 80% aller Männer. Ich würde sagen, dass hier wohl einiges falsch läuft. Richtig falsch.

Wen soll hier, bei diesen Zahlen, denn da die Pille wirklich befreit haben, wenn die Orgasmusfähigkeit beim Sex bei Frauen so aussieht? Und wer fragt überhaupt nach woran das liegt? Auch das scheint niemanden zu interessieren. Ist ja auch nicht interessant im Patriachat. Frauen haben die Pille zu nehmen, mit oder ohne Libido, und ob sie einen Orgasmus haben interessiert auch wirklich niemanden. Hauptsache sie können einen Orgasmus vorspielen, wie es schließlich auch die Frauen in den Pornos so gut hinkriegen, so dass Männer glauben, trotz dieser Studie, dass Frauen den Sex mit ihnen so toll finden. Diese Studie hätte umgekehrt einen Aufschrei ausgelöst. Unglaublich, wenn nur 33% der Männer regelmäßig einen Orgasmus hätten beim Sex.  Sicherlich würde die Schuld für diesen Zustand bei den Frauen gesucht werden. In jedem Fall würden  sich Männer  nicht auch noch mit Hormonen vollstopfen für etwas was ihnen anscheinend ohnehin wenig bringt.

Die Pille kann die richtige Verhütungsentscheidung sein, aber gibt es in der heutigen Zeit überhaupt noch eine Entscheidungsfreiheit oder wird erwartet, dass Frauen die Pille einfach schlucken und möglichst keine Probleme verursachen sollen. Wer würde heute erwarten, dass Verhütung gemeinsam diskutiert wird, unabhängig von der Nutzung von Kondomen, deren Sicherheit vergleichsweise unzuverlässig ist. Wer diskutiert überhaupt noch über die Pille für den Mann? In den Siebziger Jahren (!!!!!) wurde versprochen, dass es diese bald geben würde. Machen wir uns nichts vor: es könnte sie geben, ich bin mir sicher, aber Männer würden sich in der Mehrheit einfach weigern ihr Hormonsystem und ihre Spermien mit Hormonen zu verändern. Und wieso wird dies von Frauen erwartet und auch von ihnen einfach so hingenommen. Ist es wirklich eine Befreiung und Selbstbestimmung, wenn jeder Mann von mir erwartet, dass ich Tag für Tag die Pille fresse und mein sehr ausgeklügeltes Hormonsystem verändere? Die Pille führt sogar zu Problemen bei der Partnerwahl durch Veränderung des Geruchssinnes, so dass bekannt ist, dass Frauen teilweise ihre Partner nach Absetzen der Pille nicht mehr riechen können.

Frauen müssen täglich, Jahrzehntelang, an die Einnahme der Pille denken, Arzttermine vereinbaren, Rezepte einlösen und den Spaß wahrscheinlich auch noch finanzieren.

Die Pharmaindustrie macht in Deutschland Millionengewinne durch die Verordnung der Pille (alleine die Pille Yasmin bringt Bayer 300 Millionen Euro pro Jahr ein und mit Yaz, Yasmin und Yasminelle zusammen  setzte der Konzern 2013 weltweit 853 Millionen Euro um ). FrauenärztInnen profitieren von der Verordnung, denn die Pille sorgt für eine sichere und zuverlässige weitere Einnahmequelle.

Wer berät noch kostenlos und ausführlich über Methoden wie das Diaphragma, Eisprungzeitpunkt (Veränderung der Vaginalsekrete/Temperaturmessung), oder Pessar? Diese Angebote müssen mühselig gesucht werden und ein junges Mädchen wird dies kaum tun, wenn ihr doch so einfach die Pille in süßer rosa Packung als tägliches Bonbon fast nachgeworfen wird.

Stellt Euch vor, wir würden verlangen, dass jeder junge Mann, der Sex haben will, eine Pille täglich dafür einnehmen müsste, die wie gesagt, eventuell auch noch seine Lust reduziert? Die Pille könnte als Ausgleich dann ja auch hellblau sein, in einer tollen Packung in blau, vielleicht mit großen Bällen drauf oder so.

Die Verantwortung und die gesundheitlichen Konsequenzen für Sex müssen unverändert von Frauen und Mädchen getragen werden. Und tut mir leid, das feiere ich ganz sicher nicht.

 

Wieso achten viele Frauen auf gesunde Ernährung (alles bio oder was), vermeiden Giftstoffe, treiben Sport und achten auf ihre Figur, um sich dann Hormone einzuwerfen, jahrzehntelang, die auch noch bekanntermaßen unsere Umwelt beeinträchtigen, da sich die Östrogenrückstände ablagern, über das Abwasser. Natürlich  ist dies wiederum auch vielleicht eine Art Rache, denn Männer nehmen die Östrogene ja schließlich auch wieder auf und dies führt wiederum zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen für sie. Vielleicht hat die Pilleneinnahme übrigens ganz vielleicht auch etwas, nur ein bisschen, mit der zunehmenden Sterilität zu tun, die langsam zu einem Boom der Kinderwunschzentren führt.

Vielleicht werden Frauen übrigens deshalb auch als Hühner bezeichnet, denn beide werden wie Hühner in der Tierproduktion mit Hormonen vollgestopft.

 

Aus feministischer Sicht kann ich die Pille nicht feiern, nicht einfach so. Das kann ich erst, wenn es endlich die Pille für den Mann gibt, anteilig viele Männer diese auch nehmen, oder sich gemeinsam für andere Methoden entschieden wird. Und eigentlich kann ich wirklich erst feiern, wenn genauso viele Frauen regelmäßig beim Sex zum Orgasmus kommen wie Männer (80%).

 

Noch angemerkt werden muß, das radikale AbtreibungsgegenerInnen  zunehmend die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen in Gefahr bringen. Reproduktive und sexuelle Gesundheit braucht staatliche Unterstützung und seit Jahren schon werden die Rechte von Frauen wieder beschnitten, obwohl Frauen alle gesundheitlichen Folgen ihrer Sexualität letztendlich zahlen müssen, sei es die Folgen der  Einnahme der Pille, oder die Konsequenzen einer Schwangerschaft. Trotzdem ist auch die Pille keine sexuelle Befreiung im Patriarchat. Wie vor Jahrzehnten gibt es ein Spektrum von größeren oder kleineren Übeln beim Thema Sexualität und Verhütung, aber Übel ist alles im Partriarchat, und auch die Pille schmeckt vielleicht doch etwas bitter.

 

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/frauenmedizin/sexualitaet/tid-18165/50-jahre-antibabypille-pille-auf-platz-1-der-verhuetungsmittel_aid_505598.html

http://www.thedailybeast.com/articles/2011/11/06/new-study-highlights-birth-control-pill-s-negative-side-effects.html

http://floliving.com/blog/2012/12/birth-control-side-effects/

http://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2004/10/27/birth-control-part-two.aspx

http://www.nytimes.com/2006/01/10/health/10cons.html?_r=0

http://trainyabrain-blog.com/2012/03/libidoverlust-durch-die-pille-bewiesen/

http://www.brigitte.de/liebe/sex-flirten/orgasmus-studie-568111/?showVeeseo=1&showRelated=0&utm_expid=68263939-3.dPh0AC7_SVOEMazxCw0k9g.2&utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/pharmakonzern-bayer-aerger-mit-der-verhuetungspille-12825265.html

3 Kommentare

  1. Ich finde es auch nicht in Ordnung, wenn Frauen bedrängt werden, sie sollten “doch einfach die Pille nehmen”. Es ist eine individuelle Entscheidung, in die niemand Frauen reinreden sollte. Und wenn welche sich für die Pille entscheiden, sollten die Beteiligten sich die Kosten teilen, denke ich. Aber mir fehlt im Artikel das Positive: Für viele Frauen aus der Generation meiner Mutter (geboren in den 50errn) war die Pille emanzipatorisch. Endlich konnten sie studieren oder eine Ausbildung machen und gleichzeitig sexuell aktiv sein ohne Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft zu haben. Eine Frau in dem entsprechenden Alter hat mir mal mit einem gewissen Stolz erzählt, dass sie alle ihre Kinder geplant habe.

    Natürlich gibt es Alternativen zur Pille, aber die sind nun mal nicht so sicher. Wenn eine Frau wirklich auf gar keinen Fall schwanger werden möchte, würde ich auf jeden Fall von Temperaturmethode abraten, die ist zu unsicher! Auch mit Kondomen können Pannen passieren, sogar die Pille danach kann manchmal versagen (in meinem Bekanntenkreis ist neulich ein Kind entstanden, obwohl die Frau die Pille danach genommen hatte, war mir total neu, dass so etwas passieren kann, das hat mich richtig erschreckt).

    Nicht alle Frauen haben die oben beschriebenen Nebenwirkungen, viele kommen gut mit Pille oder anderer hormoneller Verhütung klar und schätzen auch die positiven Nebenwirkungen, dass sie keine Menstruationsschmerzen mehr haben oder die Mens auch mal verschieben können, wenn die gerade nervt.

    Ich gebe dir Recht, dass sie Pille oft als einzig wahre Verhütungslösung dargestellt wird und dass es mehr Aufklärung über Alternativen/ Forschung zur Pille für Männer geben sollte. Und keine sollte gedrängt werden, die Pille zu nehmen, weder vom Partner noch von Frauenärztinnen und -ärzten.

    Was mir im Text fehlt, ist der Gedanke, dass heterosexueller Sex gar nicht/oder nicht immer mit Penetration verbunden sein muss. Es gibt so viele Möglichkeiten guten Sex zu haben, viele Frauen kommen bei der Penetration doch sowieso gar nicht zum Orgasmus. Also, ich finde es durchaus emanzipatorisch und feministisch, Sex einfach mal ganz anders auszuprobieren – und um Verhütung brauchen die Leute sich dann gar keine Gedanken zu machen. Gute Idee? Was denkst du/ denken die Leute, die das lesen? (Ich will auch in diesem Bereich niemandem reinreden, finde aber dass dieser Gedanke viel zu selten gedacht wird.)

  2. Anonymous

    Temperaturmethode ist unsicher, die Kombination aus Temperatur- und Schleimmethode (Sensiplan) so sicher wie die Pille!

  3. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich durch die Pilleneinnahme immer sehr viele Nebenwirkungen hatte.
    Beim ersten Mal habe ich in 2 Monaten 10 Kilo zugenommen. Laut Arzt lag das nur daran, dass ich zuviel gegessen hätte. An der Pille liegts nicht.
    Beim zweiten Mal Mini-Pille über 7 Monate keine Blutung. Laut Arzt produziert der Körper einfach nicht genügend Schleimhaut, kann schonmal vorkommen, aber an der Pille liegt es nicht. Zwei Wochen nach dem Absetzen hatte ich die Blutung. OK, das war jetzt keine so schlimme Nebenwirkung.
    Beim dritten Mal Müdigkeit, Dauerkopfschmerzen und schlechte Laune. Hatte es damals nicht darauf zurückgeführt, zumal sich das eingeschlichen hat und nicht von einem Tag auf den anderen kam. Laut den Ärzten hat die Pille ja auch nur so gut wie keine Nebenwirkungen, die zudem so extrem selten auftreten.
    Beim vierten Mal, der Hammer. Auch hier hatte es sich eingeschlichen. Zuerst kam diese Antriebslosigkeit, Müdigkeit, irgendwann diesen Käseglockengefühl. Schließlich folgten sehr schwere Depressionen und völliger Libidoverlust. Starke Persönlichkeitsveränderung von Selbstbewusst zu Unsicher und schon devot im Sinne, dass ich mir alles gefallen hab lassen. Nach dem Absetzen hat sich das innerhalb kurzer Zeit deutlich gebessert, war also eindeutig darauf zurückführbar. Mittlerweile habe ich meine Libido weitgehend wieder zurück jetzt 2 Jahre nach dem Absetzen (hatte sie zuletzt 4 Jahre lang genommen). Es gibt ja eine Studie, dass Frauen ihre Libido nach einmaliger Pilleneinnahme niemals wieder im vollen Umfang zurück bekommen. Echt gruselig.
    Die braunen Flecken im Gesicht (Chloasma), die ich über Jahre hatte, die gingen erst nach etwa einem Jahr zurück. Auch die kamen von der Pille. Nie wieder. Die hat mich so krank gemacht.

    Mit Kondom allein zu verhüten ist leider nicht besonders sicher. Meine Freundin, die die Pille nicht verträgt, hat zwei Kondom-Unfall-Kinder. Das könnte aber auch daran liegen, dass Männer beim Kondomkauf sparen und sich nicht vermessen lassen. Oder so gedankenlos sind. Nicht jeder hat den Standardpenis und Sondergrößen kosten mehr, obwohl die Passform viel mit der Sicherheit der Methode zu tun hat. Die Pille für den Mann wäre aus dem Grund schon undenkbar, weil sie sie nicht zuverlässig nehmen würden.

    Das Sicherste ist wohl die Kupferspirale, die Gynefix, die Gold- oder Silberspirale oder eine Kombination der Barrieremethoden, etwa Diaphragma/Portiokappe mit Spermizid plus Kondom. Letzteres in Kombi mit der symptothermalen Methode. Die würde ich nur machen, wenn die Blutungen pünktlich kommen. Hat alles seine Nebenwirkungen.

    Manche vertragen auch die Mirena Hormonspirale, obwohl sie sonst keine Hormone nehmen dürfen. Aber künstliche Hormone kommen mir nach diesen Erlebnissen nicht mehr in den Körper.

    Es stimmt, die Männer könnten sich auch an der Verhütung beteiligen. Die meisten zahlen ja nicht mal die hälftigen Kosten der Spirale, Pille usw. auch in einer jahrelangen Beziehung nicht. Aber wir sollen unsere Körper schrotten und niemanden interessiert es wirklich.
    Es gibt wesentlich mehr Frauen, die sich sterilisieren lassen als Männer (wenn ein Kinderwunsch ausgeschlossen wird), obwohl der Eingriff bei diesen in keinem Verhältnis steht zu dem bei Frauen.

    Meinen Mann hatte mein Libidoverlust auch wesentlich mehr interessiert als meine schweren Depressionen. Traurig, aber wahr, obwohl er sonst eigentlich nicht so war.

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