Feindbild Mutterglück – warum Muttersein und Emanzipation kein Widerspruch ist

Buchcover: Feindbild Mutterglück

Antje Schmelcher: Feindbild Mutterglück, orrell füssli Verlag, 2014

Hat der Feminismus die Mütter vergessen? Warum sind Mütter in den Augen vieler Queer-Feministinnen voller Privilegien, wegen derer man sie kritisieren muss? Und ist es wirklich so verwerflich, so unemanzipiert, wenn eine Frau einfach Mutter sein möchte? Antje Schmelcher beschreibt in Feindbild Mutterglück – warum Muttersein und Emanzipation kein Widerspruch ist, wie Frauen als Mütter heute einer Vielzahl von Diskriminierungen und unerfüllbaren Leistungsansprüchen betroffen sind.

Mütter werden ständig bewertet. Sie sind entweder zu jung oder zu alt, zu ehrgeizig oder asozial. Sie haben zu viele oder zu wenig Kinder. Als hysterisch, chronisch überfordert und manipulierbar gelten sie auch noch, kaum in der Lage, den eigenen Nachwuchs zu erziehen. Die Gentrifizierung wird an ihren Kinderwagen abgelesen, ebenso die Höhe der Sozialhilfe. Die Vollzeitmutter gilt als Luxusmodell oder als prekär.

Tatsächlich versucht sich Deutschland seit einigen Jahren in einer „aktiven Bevölkerungspolitik“. Gut ausgebildete Akademikerinnen werden mit dem Elterngeld belohnt, sollen aber auch möglichst nach einem Jahr zurück in den Job. Alle anderen, die Alleinerziehenden, die schlecht ausgebildeten und alle die, die ihre Kinder länger selbst betreuen wollen, werden schon durch die staatlichen Leistungen diskriminiert.

Mutterschaft ist für den Feminismus etwas Verdächtiges, weil sie Frauen schwächt, abhängig macht und auf ihre Biologie reduziert, sie daran hindert, sich selbst zu verwirklichen und ein eigenständiges Individuum zu sein. Als Allheilmittel werden dafür oft die gute Ausbildung und der Vollzeitjob von Frauen beschrieben – nur das macht sie unabhängig und gleichberechtigt. Antje Schmelcher bricht ein Tabu, wenn sie dagegen beschreibt, dass es für keine Mutter leicht ist, nach nur einem Jahr intensiver Zeit mit ihrem Kind dieses auf einmal in eine Ganztagsbetreuung zu geben, deren Qualitäten oft mehr als zweifelhaft sind, um sich wieder in den Job zu stürzen, aber dass Frauen heute nicht nur das Gefühl haben, das würde als moderne Frau und Mutter von ihnen verlangt, sie werden dank der Familienpolitik sogar dazu gezwungen.

Vollzeitmutter über das erste Jahr hinaus zu sein, kann sich nur leisten, wer einen Partner hat, der genug verdient. Doch auch wer sich dafür entscheidet, gilt als rückständig und unemanzipiert. Wer sich für Kind und Karriere entscheidet, wird jedoch bald entdecken, dass es nicht weit her ist, mit der angeblichen Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Vorzeigemütter wie von der Leyen und andere Spitzenpolitiker und Promis offenbaren oft bei genauerem Hinsehen Lebensläufe mit abgebrochenen Studiengängen und Rund-um-die-Uhr-Nannys. Anders ist die Doppelbelastung kaum zu bewerkstelligen. Wer sich auf den Job konzentriert, verpasst unweigerlich die wichtigen Entwicklungsschritte des eigenen Kindes, dafür sind Kinder heute schon vor der Geburt einem Leistungsdruck ausgesetzt, an dem eine ganze Bildungsindustrie – Stichwort frühkindliche Bildung – verdient. Sie müssen im Bauch Mozart hören und im zweisprachigen Kindergarten Chinesisch lernen – als Vorbereitung auf ihr späteres Berufsleben. Welches Kind das nicht mitmacht, gilt schnell als behandlungsbedürftig. Das Scheitern wird der Mutter angelastet. Dabei wird nie gefragt, ob je ein Mann in Spitzenposition Familie und Karriere unter einen Hut gebracht hat.

Es gibt wohl keine männliche Führungskraft, egal in welchem Beruf, die neben der Karriere auch noch Kinder großgezogen hat. Warum sollte Karrierefrauen nun gelingen, was Karrierefrauen nie geschafft haben?

Auf der Strecke bleibt die Familie, bleibt die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Über diese zu sprechen, fällt bei vielen Feministinnen unter Generalverdacht, da sie als soziales Konstrukt gilt, das letztlich die Frauen nur zurückwirft.

11 Millionen Frauen sind Mütter in Deutschland. Ihre Anliegen, ihre Bedürfnisse kommen in aktuellen feministischen Debatten jedoch so gut wie nicht vor, außer, wenn es um den Zugang zum Arbeitsmarkt geht. „Top Mums“, Frauen mit Vollzeitjob und Kindern gelten als Vorbild, dabei gibt es immer weniger von ihnen. Dafür sind zwei Millionen Mütter in Deutschland kurbedürftig. Kinder und Job zu vereinbaren ist eine Doppelbelastung, der nur wenige dauerhaft gerecht werden können. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist bis heute ein Mythos, der hochgehalten wird und auf Kosten von Frauen und ihren Kindern geht. Die Bedürfnisse der Kinder, der nicht nach Effizienzkriterien ausgerichtete Wunsch nach einer schönen Kindheit, zu der auch möglichst viel Zeit mit der eigenen Mutter gehört, wird einfach ignoriert, stattdessen verliert sich gerade der Queer-Feminismus in endlosen Debatten über die Inklusion von diesem und jenem, während die heterosexuelle, weiße Mutter als Feindbild Nummer 1 gilt. Es verwundert nicht, dass in Berlin die Kinderwagen angezündet werden, Mütter werden immer häufiger auch öffentlich diskriminiert – immerhin, auch das ein beliebtes Argument, haben sie sich doch freiwillig dafür entschieden, also, schaut jetzt auch, wie ihr klar kommt – und erwartet ja keine Sonderbehandlung. Der Wert der Erziehungsarbeit, die sie leisten, wird nicht nur nicht anerkannt, sondern auch konsequent abgewertet.

Antje Schmelchers Buch ist ein wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt. Der Feminismus sollte sein Misstrauen gegenüber der Mutterschaft verlieren und sich für die Rechte von Müttern und Kindern einsetzen. Emanzipation und Muttersein – das ist kein Widerspruch!

6 Kommentare

  1. Maria Schmidt

    Ich empfehle in diesem, aber nicht nur in diesem Zusammenhang die Bücher von Christa Mulack. Sie hat einen radikal-feministischen Differenzansatz, den sie mit enormem Wissen über matriarchale Gesellschaften und die Geschichte des Abendlandes unterfüttert. Unbedingt lesenswert, z.B.
    „Und wieder fühle ich mich schuldig – Ursachen und Lösung eines weiblichen Problems“,
    „Natürlich weiblich – Die Heimatlosgkeit der Frau im Patriarchat“ und
    „Die Wurzeln weiblicher Macht“ – alle aus den 90er Jahren und neu vergriffen, aber gut erhältlich z.B. bei booklooker.de
    Ihr neues Buch erscheint demnächst.
    Ich finde aber auch, daß die Emma die Bedürfnisse von Müttern häufig thematisiert – mit einem ganz andern feministischen Ansatz. Es müssen nicht immer die neuesten Erkenntnisse sein, vieles ist schon vor Jahren radikal gedacht worden.
    Eure Besprechungen sind immer sehr lohnend – vielen Dank dafür!
    Maria

  2. Warum bedeutet Mutterglück eigentlich immer, dass man Vollzeit um sein Kind kreisen muss. Warum wird das von Vätern nicht verlangt. Ich persönlich war einige Jahre Vollzeitmutter, weil man mir weis gemacht hat, dass das das Glück auf Erden sein soll. Mitnichten ist das so. Krippen gab es damals zumindest auf dem Land nicht und außerdem war es verpönt. Es gab auch als Vollzeitmutter viele Augenblicke wo ich schlicht und ergreifend ausgezehrt war und froh gewesen wäre ich hätte die Möglichkeit gehabt auch etwas anderes zu tun. Vor allen Dingen, was tut man denn. Häufig versucht man eigentlich irgendwie den Haushalt zu schmeißen und ist auch als Vollzeitmutter nicht ständig mit dem Kind unterwegs. Da man dann ja eh zu Hause ist, schmeißt man letztlich den ganzen Haushalt allein und meist ist man auch noch unzufrieden, weil es dann doch nicht so aussieht, wie man es sich vorstellt. Als Vollzeitmutter werden die Ansprüche an den Haushalt meist noch größer und dann kommt in meinen Augen noch die Selbermachfalle und die Konkurrenz unter den Vollzeitmüttern, wer den tollsten Kindergeburtstag ausrichtet, wer den besten Kuchen backt und wer sein Kind am besten in der Schule noch unterstützt. Desweiteren wird man dazu aufgefordert sich hier und da und dort zu engagieren, denn man ist ja eh zu Hause. Das alles für Null Euro und dem Preis, dass man beruflich völlig zurück fällt. Denn irgendwann kommt die Zeit, da sollte man die Kinder auch selbständig werden lassen und dann kann man entweder weiter um den Haushalt und den Ehemann kreisen oder mühsam wieder versuchen etwas zu arbeiten. Sollte die Ehe nicht gut gehen sitzt man in einer Falle und kommt nicht raus. Für mich habe ich festgestellt, dass ich nicht nur Mutter sein will und auch nicht nur Mutter sein kann. Das ist ein Teil von mir aber es gibt auch andere Teile, die gelebt werden wollen. Ich persönlich habe auch zwei Töchter, doch dass ich ihnen anraten würde sich nur auf das Muttersein zu konzentrieren, das werde ich nicht tun. Entscheiden müssen die sich allerdings dann selbst. Doch von mir kann ich nicht behaupten, dass mir das Muttersein die volle Erfüllung gegeben hat und vor allem nicht, dass es stressfrei wäre. Dass berufstätige Mütter soviel Stress haben, liegt in meinen Augen auch daran, dass es zwar politisch im Augenblick gefördert wird arbeiten zu gehen, aber in vielen Köpfen höufig noch das romantische traditionelle Mutterbild, das sich auch erst im 18. Jahrhundert so entwickelt hat sitzt. Dazu kommt natürlich auch, dass uns mit der Bindungstheorie ständig versucht wird ein schlechtes Gewissen zu machen. Aber auch diese Theorie ist nicht ganz unumstritten und wurde in einer Zeit entwickelt, in der das Hausfrauenmodell nahezu festzementiertert wurde. Wer gerne Vollzeitmutter sein möchte, soll das tun. Doch so romantisch, wie das in meinen Augen immer dargestellt wird, ist dies nicht. Es gibt genügend Berichte auch darüber, dass Frauen, die nur zu Hause sind depressiv werden. In früheren Jahren hat man ihnen dann irgendwelche Medikamente gegeben. Aber es ist schon interessant zu beobachten, früher, als Frauen noch ihren Ehemann fragen mussten, ob sie arbeiten dürfen, sind sie auf die Straße gegangen, dass dies nicht mehr so ist, jetzt dürfen sie arbeiten und werden da auch gefördert, schon gibt es vermehrt Aufschreie, dass man ja gezwungen wird zum arbeiten und sich gar nicht mehr um sein Kind kümmern kann. Jetzt soll man plötzlich emanzipiert sein, wenn man nur Mutter sein will, was immer das auch bedeutet und plötzlich wird Fremdbetreuung wieder schlecht geredet. Mutterliebe hat in meinen Augen nicht nur damit zu tun, wieviel Stunden ich mit meinem Kind zusammen bin. Ich glaube auch, dass trotz politischer Förderung es Müttern auch von Unternehmen noch immer nicht einfach gemacht wird arbeiten zu gehe. Auch hier wäre noch viel zu tun.

  3. MutterCourage

    Muss ich lesen, danke für den Tipp! Noch eine Bemerkung am Rande, grade Akademikerinnen und ihre Ehen brechen auch häufig unter der Belastung zusammen bzw. diese Frauen bekommen keine Kinder mehr. Haben sie welche und den falschen Ehemann, dann wird ihnen spätestens im Familienrecht über die hälftige Kostenteilung der Gar ausgemacht. Finanziell bis zum Pfändungsfreibetrag – auch mit Auflösung von Altersversorgung ähnlichem – durch das Rechtssysten ausgezogen, bevor die PKH greift, fristen dann viele ihr Dasein nach der Rechtslawine.

  4. Vielen Dank für diese tolle Besprechung, das Buch werde ich lesen. Tatsächlich haben wir Mütter in dieser Gesellschaft die A…karte gezogen. Wir gelten als an Allem selbst schuld und werden für unsere Kinder verantwortlich gemacht, selbst wenn diese schon längst erwachsen sind. Und am Ende der Ehe dürfen wir allein die Zeche zahlen; Unterhalt Fehlanzeige, weil der Ex sich arm rechnet bzw die Arbeit einstellt, Scheidungskosten, und dann darf frau wenn sie trotz Kindern gearbeitet hat, auch noch Rentenansprüche abtreten.
    Was Andrea schreibt stimmt schon, auch Vollzeitmutterschaft ist nicht die Erfüllung, weil frau damit von jedem sozialen Kontakt (außer Krabbelgruppen) abgeschnitten ist. Kinder sind an immer mehr Orten einfach unerwünscht, das ist trauriger Fakt. Ein ganz wichtiger Punkt fehlt aber in Andreas Beschreibung: Noch bis in die 80er Jahre des letzten Jh waren die familiären Strukturen zumindest auf dem Land weitgehend intakt, dh es gab Großeltern, Tanten etc., die die Mütter bei der Versorgung der Kinder unterstützten. Durch den Mobilitätszwang der liberalen Marktwirtschaft ist diese Möglichkeit für viele weggefallen. Ich kenne zwar einige Großeltern, die quer durch die Republik reisen um ihre Kinder zB bei Krankheit der Enkel zu unterstützen, das ist aber auch eine Frage der finanziellen Mittel und nicht für jeden zu leisten. Abgesehen davon müssen natürlich auch viele Großeltern selbst noch arbeiten um über die Runden zu kommen.
    Ich finde es auch sehr schade dass viele „Feministinnen“ sich so gegen die Mütter stellen. Es reicht doch das Staat und Patriachat das tun. Nur Frauen bekommen Kinder, das ist kein Privatvergnügen, das ist auch Arterhalt und Sicherung der Gesellschaft. Und Frauen sollten Frauen unterstützen. Aber wir sehen ja grad in der Transgender -Debatte wie männerhörig viele liberale Feministinnen sind…..

  5. Fast vergessen: Doch, frau wird zur ErwerbsArbeit gezwungen. Vom Gehalt eines Durchschnittsverdieners kann eine Familie kaum mehr leben, und als Alleinerziehende hat frau überhaupt keine Wahl, außer sie will mit dem Sanktionsdruck durch das Jobcenter leben. Anstatt anzuerkennen, das Familienarbeit eine wichtige soziale Aufgabe ist werden Frauen zur Fremdbetreuung und Arbeitsaufnahme genötigt.

  6. Karla Kekz

    Ich empfehle zum Thema „Mütter“ die Bücher von Kirsten Armbruster. Sie verfolgt einen patriarchatskritischen Ansatz, der die Mutter wieder ins Zentrum rückt und Frauengeschichte (Matrifokalität in früheren Zeiten) freilegt. Ich fände es generell nicht nur begrüßenswert, sondern sogar unbedingt erforderlich, dass sich der Feminismus wieder mehr mit Matrifokalität und Müttern beschäftigt. Dazu zählt auch die Frauengeschichte: Die Errichtung des Patriarchats ist untrennbar mit der Herabsetzung der Mütter und ihrer Verdrängung aus dem Zentrum der Gemeinschaft verbunden. Wenn wir diese Mechanismen verstehen und wissen, wie Gemeinschaft vor dem Patriarchat funktioniert hat (und das erfolgreich über einen viel längeren Zeitraum als es das Patriarchat gibt), so bekommen wir Werkzeuge an die Hand, mit denen wir diesem misogynen System etwas entgegensetzen können.

    PS: K. A.’s Bücher sind relativ kurz und in verständlicher Sprache geschrieben, damit alle Frauen Zugang zu diesem Wissen haben können, also auch für Nicht-Akademikerinnen geeignet. Ausschnitte ihrer Bücher können auch auf ihrem Blog gelesen werden.

  7. Also ich muss sagen von allem was hier so steht, stimme ich nur dem Kommentar von Andera zu. Ich finde der Artikel geht, wie alle zu diesem Thema in die falsche Richtung. Statt das es mal eine grundsätzliche Frage darauf wirft, dass Männer nicht erziehen oder sollten oder können oder was weiß ich, wird ein Mutterglück propagiert, an das ich nicht glaube. Ich meine, die Form des weiterlebens mit Kind, nicht das „Kinderhaben“ an sich.
    Soweit ich gehört habe, ist die Abhängigkeit von Schmerzmitteln bei Hausfrauen am höchsten. Mag falsch sein, aber eins ist sicher, Menschen werden mit Wissensdurst geboren. Ich bin der Meinung, dass das in keinster Weise verlorengeht. Kinder zu kriegen und die Hausarbeit zu erledigen, entspricht dem menschlichen Wesen nicht, wenn das alles ist und nicht nur ein Teil.
    Ich empfinde Frauen und Männer anders und halte es für schädlich, wenn man Menschen mit nur dem weiblichen Prinzip erzieht. Es ist ungesund. Betrachtet man die Gesellschaften in denen dieses Rollenmodell extrem gelebt wird, man wird darunter keine „gute“ finden. Was ist den mit Ländern wie, Iran, Irak etc.?! Alles ganz toll und nur glückliche Menschen. Und es ist doch naiv zu denken, dass das Patriachat von der Hälfte der Menschheit, also ausschließlich von Männern aufrechterhalten wird. Wenn ich jetzt mal böse sein darf: Wer erzieht den Menschen überwiegend?
    Es ist doch ziemlich krank und absurd gegen Pariachat zu sein und einen partnerschaftlichen Umgang zwischen Männern und Frauen zu wollen und dann eine absolut nicht partnerschaftliche Erziehungsform bzw. Lebensform als Glück und gesund zu proklamieren.
    Besonders wenn Frauen das tun, macht es mich extrem wütend. Letztlich habe ich mal aus Neugierde eine Tabelle angeschaut indem die IQs von berühmten Menschen, überwiegend Wissenschaftler geschätzt wurden. Wieder mal nur eine Frau. Gott ich hasse das. Berühmte Dichter: meistens Männer. Fernsehköche: meisten Männer (und angeblich kochen Frauen doch so gerne). Geschichtlich betrachtet existieren Frauen nicht. Ein paar vielleicht und dann nur Männer, die alles erfinden, bauen usw.
    In unserer Gesellschaft halte ich es für unmöglich, dass es möglich wäre das Patriachat einseitig aufrecht zu erhalten. Frauen müssen da mitwirken. Sie degradieren sich selbst. Und das ständig. Es wäre mir wohl egal, wenn ich nicht selbst eine Frau wäre. Dadurch, dass ich mich aber mit Frauen identifiziere macht mich das rasend. Und ich bevorzuge als Hausarzt und Frauenarzt eine Frau. Da kann ich mich dann zu Tode suche, weil die sitzen gerade zuhause und warten auf die Wäsche.
    Das wäre dann der nächste Punkt. Dieses öminöse alleinige Lebensglück beinhaltet in der Regel die Umsorgung eines Erwachsenen Mannes. Wieso? Das hätte als Kritikpunkt auch kommen sollen. Als wären Frauen pädophil, wenn sie mit dem Mann Sex haben, dem sie die Kleidung für den nächsten Tag rauslegen, wie einem Kleinkind. Bei aller lieber dazu fällt mir nur erbärmlich ein…menschlich betrachtet und für alle Seiten.
    Übrigens verweise ich darauf, dass Kinder zur Selbstständigkeit erzogen werden sollten. Das bedeutet, das Umsorgen, dass einen komplett einnimmt ist in einigen Jahren vorbei und wenn man dann die Kinder dahin führt, dass es nicht ganz so schnell geht um sein alleiniges Lebensglück nicht zu verlieren, dann nennt man das Missbrauch.
    Menschen lernen über Modelle. Ein weiterer Punkt, der einen überlegen lassen sollte, wie eine Erziehung vonstatten gehen sollte, damit es das Beste fürs Kind ist. Nun aber darum ging es ja nicht…es ging um Mutterglück. Ich bin mir sicher, würden Menschen blank wie Papier sein und hätten sie eine Wahl, würden sie beide Elternteile haben wollen, 50 zu 50 …ungefähr.

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