Heute vor 166 Jahren: Die Gründung der amerikanischen Frauenbewegung in Seneca Falls

Lucretia Mott Painting

Lucretia Mott by Joseph Kyle (1815 - 1863). (Smithonian National Portrait Gallery) [Public domain], via Wikimedia Commons

Vom 19. bis 20. Juli 1848 tagte in Seneca Falls die “Woman’s Rights Convention” – dieses Datum wird allgemein als Gründungsdatum der amerikanischen Frauenbewegung betrachtet. Herausragende Figuren dieses ersten Treffens waren Lucretia Mott und Elizabeth Cady Stanton. Während dieser zwei Tage wurde die Rolle der Frau in der Gesellschaft diskutiert. Rund 300 Frauen nahmen an diesem Treffen teil, aus dem unter anderem die “Declaration of Rights and Sentiments” hervorging, eine Resolution, die festhielt, dass Männer und Frauen gleichberechtigt vor Gott und Gesetz waren.

We hold these truths to be self-evident: that all men and women are created equal; that they are endowed by their Creator with certain inalienable rights; that among these are life, liberty, and the pursuit of happiness; that to secure these rights governments are instituted, deriving their powers from the consent of the governed. Whenever any form of government becomes destructive of these rights, it is the right of those who suffer from it to refuse allegiance to it, and to insist upon the institution of a new government, laying its foundation on such principles, and organizing its powers in such form, as to them shall seem most likely to effect their safety and happiness.

heißt es darin. Die Resolution sorgte, abgedruckt in gleich mehreren Zeitungen, für großen Wirbel, brach sie doch mit dem hergebrachten Frauenbild. Sie kam einer Revolution gleich – erklärte sie doch die Macht der Männer und der Gesetze über die Gleichheit und das Glück der Frauen für gebrochen und rief zum Widerstand dagegen auf.

Seneca Falls war der Auftakt für die kraftvolle amerikanische Frauenbewegung, die bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges immer mehr an Fahrt gewann. Frauen forderten das Recht zu wählen und engagierten sich in der Abschaffung der Sklaverei. Die Versammlung kann als eine der großen Geburtsstunden der Ersten Welle des Feminismus betrachtet werden, ja des Feminismus überhaupt.

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