Mütterinitiative: Frauen wehren sich!

In den vergangenen Tagen haben wir uns immer wieder mit dem Thema Sorgerecht, Umgangsrecht und Unterhaltszahlungen beschäftigt und sind dabei immer wieder darauf gestoßen, dass Frauen in dieser Debatte unter die Räder kommen. Ständig ist von Väterrechten die Rede, von nicht gezahlten Unterhaltszahlungen will niemand reden. Die aktuelle Rechtssprechung stellt alleinerziehende Mütter vor große Probleme. Sie müssen ihre Kinder im Zweifelsfall Menschen ausliefern, zu denen ihre Kinder keinerlei Beziehung haben oder eine unstabile. Ihnen wird sogar mit dem Kindesentzug gedroht. Die Gerichtskosten sind erdrückend. Das geteilte Sorgerecht ist ein wunderbarer Hebel, um eine Frau nach der Trennung zu terrorisieren. In München gibt es die Mütterinitiative, die sich aktiv mit der Problematik auseinandersetzen. Mit folgendem Text stellt sich die Mütterinitiative vor:

Die Geburt ihres Kindes verändert das Leben einer Frau dramatisch. Es wird das Wichtigste in ihrem Leben, ihr Kind gut zu versorgen und zu beschützen. Wir erleben tagtäglich, dass es Müttern in strittigen Trennungsfällen schwer bis unmöglich gemacht wird, diesen Schutz aufrecht zu erhalten.

Wir nehmen wahr, dass der im Grundgesetz Artikel 6 Abs 4 zugesicherte Anspruch der Mutter auf Schutz und Fürsorge der Gemeinschaft in den Familiengerichten oft nicht eingelöst wird.

Die gegenwärtige Situation

Das familienrechtliche Helfersystem (Verfahrensbeistände, UmgangspflegerInnen, MediatorInnen, Elternberatungsstellen, etc.) proftiert wirtschaftlich von der familiengerichtlichen Situation. Deshalb ist das Interesse an einer Beilegung der Streitigkeiten oft gering. Für die Mütter ist es sehr zeitaufwendig, das familienrechtliche Helfersystem zu bedienen. Dies geht zu Lasten der Kinder.

Die  finanziellen Belastungen von Müttern in Kindschaftsrechtsstreitigkeiten sind enorm. Gerade alleinerziehende Mütter sind jedoch in hohem Maße von Armut bedroht.

Den Rechten eines Vaters stehen keine entsprechenden Pflichten gegenüber. Die Pflichten werden ausschließlich der Mutter zugeordnet. Ein Vater kann auch nach mehreren Jahren Abwesenheit sein Umgangsrecht und Sorgerecht einfordern. Die Mutter wird gezwungen wider besseren Wissens das Kind auszuliefern. Wenn der Vater sein Umgangsrecht nicht ausüben will, muss er keinerlei Sanktionen befürchten. Die Mutter jedoch wird dazu gezwungen, das Kind an den Vater auszuliefern, auch wenn sie weiß, dass dem Kind damit Schaden zugefügt wird. Für die negativen Folgen eines erzwungenen Umgangs wird wiederum die Mutter alleine verantwortlich gemacht und ihr wird unter anderem z.B. Erziehungsunfähigkeit vorgeworfen.

Nicht selten werden Mütter im Familiengericht unter Androhung der KINDESWEGNAHME zu Zugeständnissen genötigt.

Wir von der Mütterinitiative möchten, dass

  • die Rechte von Müttern und Kindern wieder gewahrt werden!
  • die Stellung der Mutter in der Gesellschaft verbessert wird!
  • Frauen mit Kindern soll ein selbstbestimmtes Leben möglich sein!
  • Unverheirateten Müttern muss automatisch wieder das alleinige Sorge-
  • Eingeschränktes Umgangsrecht für Väter, die nie in häuslicher Gemeinschaft mit dem Kind gelebt haben.
  • Einen zentralen Lebensmittelpunkt für das Kind mit stabiler Bindungsperson („ein Nest“). Kein „Wechselmodell“ bei dem das Kind jede Woche die
  • „Safety First“: Schutz von Mutter und Kind bei Gewalt des Kindsvaters. Einzelfallprüfung und gegebenenfalls Aussetzung des Umgangs zum Schutz des Kindes. Auch das MITERLEBEN von Gewalt muss in den Familiengerichten als Kindeswohlgefährdung gesehen werden.
  • Keinen unbegleiteten Umgang für Babies und Kleinkinder.“

Hier geht es zu den beiden Blogs der Mütterinitiative:

http://muetterimfamiliengericht.wordpress.com/
http://muetterinitiative.wordpress.com/

 

2 Kommentare

  1. Hallo
    Ich bin ebenfalls betroffen Controller dem System, entzogen würde das Sorgerecht ohne Prüfung und Gutachten einfach aus den Angaben der Ja und VB.

  2. Sehr gut geschrieben!
    Ich hab es selbst erlebt.vater unfähig dauerhaft und regelmäßig zu seinen zwei mal eine Stunde besuchen im Monat zu kommen, Alkoholiker, im letzten Jahr über 20 anzeigen wegen Drogen,rechtsradikaler Aktionen ect.
    Und vor Gericht wird die Mama als böse dargestellt. Man solle beweisen das der Vater so ist oder man habe pech.im Gegenteil, man wird noch verurteilt man solle sich mehr Mühe geben nett zum Kindsvater zu sein weil das kind würde seine Probleme ja gar nicht wahr nehmen.
    Aggression ect läge alles am Umfeld und ist auch nicht nachweisbar laut Gericht.
    Tochter will gar nichts mehr mit ihm zu tun haben und sagt nicht mal hallo zu ihm.
    Was natürlich auch Mamas schuld ist.wie alles andere. Das Mama an sowas auch kaputt geht interessiert nicht. Als Mama muss man einfach.
    Es muss Änderung her,man darf einer Mutter nicht die Möglichkeit nehmen das eigene Kind zu schützen.
    Gibt niemals auf!
    LG

  3. Nel la tri

    Danke! Endlich spricht jemand all das aus was wir mitmachen müssen! Ich habe mich wegen psychiacher Gewalt in der Schwangerschaft vom Erzeuger getrennt, das Jugendamt hat mich gezwungen mit ihm Kontakt zu haben! Die Polizei mischt sich in Rosenkriege nicht ein! Ich war ganz alleine, schwanger und wirde von einem Psychopathen gestalt, dazu meinte das Jugendamt nur das es meine eigene Schuld wäre, ich hätte nicht mir ihm ins Bett steigen sollen (wortwörtlich!), was für ein Kindergarten….! Nach der Geburt wurden wir zu allem gezwungen, auch zum Umgang, für ein Säugling, ohne Mama, ich bin bis heute schockiert! Dabei ist besonders im ersten Lebensjahr das Kind von der Mutter abhängig und es ist ein Uhrinstinkt nach der Mama zu rufen wenn sie gehen muss…. halbe Stunde lang? Bis es schluchtz und mit den nerven vollkommeen am ende ist??? Das ist Gewalt am Kinde!!!!!! Abgesehen davon das der Herr nichts für den kleinen zu seinem Umgang bringen wollte und ich alles von meinem kosten aus alls zur Verfügung gestellt habe, möchte der Herr auch noch das Kind steuerlich Teilen…. Dadurch dass das Betreuungsgeld gestrichen ist und ich wenn mein Baby ein Jahr alt ist arbeiten gehen Muss (!), bin ich im Nachteil ein halbes Kind auf der Steuerkarte stehen zu haben!!!! Ich habe doch alle Ausgaben fürs Kind, wo ist das bitte fair???? Wir drehen jeden Cent um!!!! Und es wird auch nicht besser!!!! Oh gott bitte helft uns….

  4. Danke für diesen Text!!!!! Spricht mir absolut aus der Seele denn ich stecke mittendrin im Sorgerechtsstreit!!!! Der 2.Gerichtstermin fand am 15.3.16 statt und es kam zu keiner Einigung…. Vater will plötzlich die Kinder ganz obwohl ich jahrelang die Hauptbetreuungsperson war und mich sehr oft auch über Wochen alleine um meine Kinder gekümmert habe….. All das scheint nichts wert zu sein!! Wechselmodell wurde nun erstmal auf wöchentlich umgestellt – unsere Kinder sind 5 und 2 Jahre!!!!! – bis die psychologischen Gutachten die vom Gericht angefordert wurden und welche belegen sollen wo die Kinder zukünftig ihren Lebensmittelpunkt haben sollen, durch sind….
    Ich als liebevolle Mutter die sich hingebungsvoll um ihre Kinder kümmert verstehe ganz ehrlich die Welt nicht mehr!!!!!!!

  5. elke radskow

    Es muss sich etwas ändern!!! Der Vater kann sich alles aussuchen, die Kinder und die Mama müssen alles ertragen. Das ist keine Gleichberechtigung, das ist keine Einhaltung von Menschenrechte!!!
    Wir sind in Deutschland und so Ungerechtigkeiten müssen gestoppt werden. Die Gerichtsbarkeit darf Vorwürfe mit Beweise nicht verwechseln. Erst wenn Beweise vorliegen und eine Verurteilung erfolgt ist, darf gehandelt werden. Aber eine Vorverurteilung und Ausgrenzung im Vorfeld muss als Rufmord bezeichnet werden. Und als so etwas angezeigt werden.

  6. Sylvia Beinroth

    Hallo Ihr anderen Mütter !
    Seid ihr auch schon in Facebook auf unsere anderen Gruppen schon gestoßen kommt und besucht uns ! Liebe Grüße!

  7. Silke Bauer

    Ich bräuchte auch Hilfe. Soll Zwangsgeld zahlen weil mein Sohn sich quer stellt .
    Bitte um Hilfe 🙁

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