Schlagwort: §218

Unsere Frage der Woche: Wie stehen unsere LeserInnen zum Recht auf Abtreibung?

Abtreibungen sind in Deutschland verboten – doch nach § 218 und § 219 sind sie unter bestimmten Bedingungen erlaubt: Wenn in einer zugelassenen Beratungsstelle ein entsprechender Nachweis über eine Beratung erhalten wurde – diese Beratungsstellen haben allerdings den expliziten Auftrag, die Frau von anderen Alternativen zu überzeugen, dann eine Frist von drei Tagen verstrichen ist und die Schwangerschaft unter 12 Wochen andauert. Danach ist eine Abtreibung nur bei gesundheitlicher Gefährdung von Mutter und Kind, einer Behinderung des Kindes oder nach einer Vergewaltigung möglich. Dieser eingeschränkte Zugang zu Abtreibungen wurde von der 2. Welle des Feminismus hart erkämpft. Viele Feministinnen wünschen sich ein Recht auf Abtreibung – ein Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das eigene Leben. Väter können jederzeit aus einer Schwangerschaft aussteigen – Frauen opfern im Zweifelsfall ihr ganzes Leben – für ein Kind, das nicht geplant war. Ein Kind ist eine riesige Herausforderung – mit der die Mütter sowohl finanziell als auch in allen anderen Hinsichten allein gelassen werden. Frauen fordern, selbst darüber bestimmen zu können, ob sie ein Kind austragen – und sich das nicht durch Staat und Kirche vorschreiben zu lassen. In den USA und Europa sind allerdings konservative Kräfte auf dem Vormarsch, die das Gesetz verschärfen möchten – in Spanien hatten sie damit bereits Erfolg, bei uns fordert die AfD eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes, damit mehr deutsche Frauen Kinder bekommen.
Was sagen unsere LeserInnen dazu? Sollte es ein generelles Recht auf Abtreibung geben?