Schlagwort: Corona

Die Podcast-Premiere der Störenfriedas

Las Tesis Grafik

DenLesDen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ergänzend zum Blog: Der erste radikalfeministische Podcast in Deutschland. Wir haben eineinhalb Stunden über aktuelle Themen gequatscht. Wir wünschen euch gute Unterhaltung und hoffen, euch gefällt unsere Premiere. (Wir bitten im Vorfeld um Entschuldigung für die zeitweisen Tonaussetzer, an dem optimalen Equipment arbeiten wir noch ;-)). Falls ihr etwas skippen möchtet, werft einen Blick in die Sprungmarken unten.

Wir freuen uns über eure Rückmeldungen, Kritik und Anregungen für zukünftige Podcasts. Die könnt ihr uns unten in die Kommentare schreiben oder via Facebook und Twitter übermitteln.

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Sprungmarken

  1. 0.00.00 Intro
  2. 0:01:27 Was gibt es für feministische Podcasts?
  3. 0:02:39 Filia Podcast – ein radikalfeministischer Podcast aus UK
  4. 0:04:24 Wer wir sind – die Störenfriedas
  5. 0:06:05 Was hören die Störenfriedas für Podcasts?
  6. 0:11:34 Der NDR-Corona-Podcast und die Causa Ciesek
  7. 0:14:40 Corona und männliche “bedauerliche Arbeitsunfälle”
  8. 0:17:25 Corona und Prostitution
  9. 0:20:04 Ökotoiletten als Verrichtungsboxen
  10. 0:23:04 Netzwerk Ella, Forderungen, Positionen, Aktionen
  11. 0:24:52 Bundesverband sexuelle und erotische Dienstleistungen: Forderungen und Plexiglas
  12. 0:27:41 Corona Wein-en
  13. 0:28:05 “Trostfrauen”-Statue, “We Sit With You”
  14. 0:31:43 Medusa-Skulptur in NYC, #meetoo
  15. 0:37:12 Unser Regisseur: der Kater
  16. 0:38:03 Feminischer Protest in UK gegen die Self-ID-Regelung, J. K. Rowling
  17. 0:42:04 Debatten aus Deutschland zu Transgender/Self-ID
  18. 0:55:26 Die Welt geht unter: Gesetzestexte im generischen Femininum!
  19. 1:01:01 Ruth Bader Gindsburg
  20. 1:07:33 Anti-Abtreibungsresolution
  21. 1:08:16 Abtreibungsdebatte in Polen und allerorts
  22. 1:11:52 Internationale Ausblicke: Chile (“It’s A Mutilation”, Las Tesis), Indian-American Woman findet Molekül gegen Corona, UK: Händedruck und mehr, Namibia/Israel und Femizide “Shut it all down”
  23. 1:21:20 dpa (nicht der Journalistenverband!) veröffentlicht Statement zum Sprachgebrauch bei Femiziden
  24. 1:22:30 Aktuelles zum Thema Leihmutterschaft
  25. 1:24:12 Buchtipps

Shownotes

It’s A Mutilation

https://www.nytimes.com/video/world/americas/100000006795557/chile-protesters-shot-eye.html

Forderungen Netzwerk Ella

https://netzwerk-ella.de/index.php/2020/10/01/forderungen-des-netzwerks-ella/

Corona “Schutzmaßnahmen” im Bordell (Plexiglas)

https://www.facebook.com/huschkemau/posts/2775058979430515

Declaration on Women’s Sex-Based Rights

https://www.womensdeclaration.com/en/

Nachtrag: es gibt inzwischen auch mehr Infos zur deutschen Sektion und eine deutsche Übersetzung der Erklärung, vielen Dank an die aufmerksame Leserin für den Hinweis!

https://www.womensdeclaration.com/en/country-info/germany/

Positionen aus Deutschland

https://www.frauenrechte.de/images/downloads/allgemein/20200912_Positionspapier_zu_Transgender_Selbstbestimmung_und_Geschlecht.pdf

https://arbeitskreis-frauengesundheit.de/2020/09/22/stellungnahme-zur-stuttgarter-erklaerung-aktion-transsexualitaet-und-menschenrechte/

Warum das Gender-Konstrukt toxisch ist

https://diestoerenfriedas.de/warum-das-gender-konstrukt-toxisch-ist-ein-beitrag-zur-trans-debatte/

“Shut It All Down”

Stellungnahme der dpa zu Begrifflichkeiten wie “Familiendrama” o. ä.

Hier gerne auch den ganzen Thread bei Twitter ansehen.

Unser Buch

Unser Buch “Störenfriedas – Feminismus radikal gedacht” (Books on Demand, Norderstedt 2018, 542 Seiten, 24,90 EUR, ISBN-13: 9783746018515) ist unter anderem erhältlich bei dem Frauenbuchladen Thalestris und bei Fembooks.

Gleichberechtigung in Zeiten von Corona – warum Frauen die Krise härter trifft

Corona ist da und noch tun sich viele damit schwer, zu akzeptieren, dass auch nach der Pandemie unsere Welt eine andere sein wird. Viele Dinge werden sich dauerhaft ändern – von unserem Reiseverhalten bis zu unserer Arbeitswelt. Gerade letztere zeigt sich aber in den vergangenen beiden Tagen gewohnt misogyn, und anscheinend stört sich niemand daran.

Kinder zu Hause – Mütter auch

Schauen wir uns eine klassische Kleinfamilie mit zwei Kindern im Schul- oder Kita-Alter an. Seit gestern sind die Schulen dicht, Eltern müssen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren, die Großeltern können auch nicht helfen.

In den meisten Familien arbeitet die Frau weniger als der Mann und verdient auch entsprechend weniger. Also ist die Entscheidung klar: Er geht weiter arbeiten, sie bleibt zu Hause. Wenn man den Politikern auf den Mund schaut, dann hört man, dass Kinderbetreuung zwar Vorrang hat und man, sofern man die Kleinen wirklicht nicht einfach sich selbst überlassen kann, um seine kapitalistische Pflicht auch in Zeiten von Corona zu erfüllen, zu Hause bleiben kann, ohne Kündigung befürchten zu müssen. Na, das ist doch super, oder? Wie schön, dass wir in einem Rechtsstaat leben. Was die Lohnfortzahlung angeht, hofft man “auf großzügige und solidarische Regelungen der Unternehmer”. What?

Die aufmerksame Zeitungsleserin kratzt sich grübelnd am Kopf. Wann genau haben sich deutsche Unternehmer je “solidarisch und großzügig” verhalten? Unternehmen sind nur einem einzigen Ziel verpflichtet: Ihrem Profit. Und der ist in noch nicht abschätzbarer Weise in Gefahr.

Die Unternehmen können bislang noch nicht ermessen, wie sehr sie die Auswirkungen der Corona-Krise trifft. Bevor sie also “großzügig” beim Gehalt einer Sekretärin oder Sachbearbeiterin sind, die bei den Kiddies zu Hause bleibt, sorgen sie in allererster Linie für sich selbst, bzw. ihr Management und/oder ihre Aktionäre. Und, oh Wunder, gerade bei ersteren gibt es ein klares Männerübergewicht.

Während also die Herren zur Rettung der Welt und Profite eilen, sitzen Frauen zu Hause und bibbern darum, ihr oft schon ohnehin mageres Gehalt auch dann noch zu bekommen, wenn sie auf ihre Kinder aufpasst und möglichst nicht stattdessen die Kündigung.

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