Schlagwort: demeter

Die sich wandelnde Göttin II: Hekate, Demeter, Kore-Persephone

Enthroned goddesses, Demeter

By Zde (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Das griechische Pantheon kannte viele weibliche Göttinnen. Es zeigt sich aber, das im Vergleich zu den vorantiken Göttinnen, die griechischen Göttinen nicht mehr unabhängig und aus sich selbst heraus existieren. Der oberste Gott ist der lüsterne Zeus, der auch über die Geschicke der Göttinnen verfügt. Die einzige Ausnahme ist Hekate, die Göttin des Spuks und der Hexerei, die wie Zeus die Tochter von Titanen ist, und sich seiner Herrschaft nicht unterwirft. Das macht sie zugleich zu einer Außenseiterin unter den griechischen Göttinnen. Eine der wichtigsten und langlebigsten war Demeter.  Sie war die griechische Göttin der Fruchtbarkeit, sie vollzog die “heilige Hochzeit” mit einem Sterblichen, um so die Felder jedes Jahr wieder fruchtbar zu machen. Etymologisch geht ihr Name auf “Gemeter” – die Erdmutter gä= griechisch für Erde – zurück, also Gemeter anstatt Demeter. Sie war die Schwester von Zeus, ihre Eltern selbst waren Titanen.  Mit Zeus zeugt sie ihre Tochter Kore-Persephone, die von Hades in die Unterwelt entführt wird. Kore bedeutet im Griechischen schlicht “Mädchen”.

Raub der Persephone

Simone Pignoni [Public domain], via Wikimedia Commons

Aus Trauer verbietet Demeter den Pflanzen zu wachsen, bis Hades Persephone freilässt. Von nun an darf sie je ein halbes Jahr mit ihrer Mutter unter der Sonne verbringen und muss für ein halbes Jahr in die Unterwelt zurückkehren, woraus sich der Wechsel zwischen Sommer und Winter ergibt. Im Winter ist Persephone bei Hades und Demeter trauert um sie. Persephone wird ebenfalls als Göttin der Unterwelt und der Fruchtbarkeit verehrt. Gemeinsam stehen die beiden Göttinen für den ewigen Kreislauf des Lebens und seine Wandlungen. Mit ihrem eigenen Vater Zeus, der zugleich auch ihr Onkel ist, zeugt Persephone ein Kind, weil Zeus sich in eine Schlange verwandelt, um ihr unerkannt beizuwohnen.

Weiterlesen