Schlagwort: freundinnen

Hommage an Frauen

Zwei Frauen

Pixabay, CC0

Vielleicht ist dieser Post nicht zu verstehen, der Anlass auch nicht.

Von außen vielleicht nicht – aber er kommt ja auch von innen.

Das ist eine Hommage an die Frauen in meinem Leben. Ganz einfach so.

Er ist ein Zeichen, ein Dankeschön, eine Würdigung für alle verlorenen, gewonnen und nicht ausgefochtenen Kämpfe, deren Teil sie sind.

Ein Widmung den Frauen, die wagen und resignieren, die jeden Tag aufstehen oder im Bett liegen bleiben. Für die, die Mütter sind und die, die keine sind. Eine Widmung denen, die still und heimlich Berge versetzen oder laut und unübersehbar Gipfel verschieben. Für die, die fehlbar sind, wütend, nett, zaghaft oder vehement. Für die, die Artikel schreiben, ganze Bücher gar – oder ihre Träume in die Zimmerdecke hauchen. Die, die Bücher verschlingen und für die, die sie fürchten.

Es sind Zeilen für jene, die ihren eigenen Kopf aus der Schlinge ziehen und für die, denen die Kraft dazu ausgeht.

Für alle Frauen, die im Schatten ihrer Männer blieben, weil das der göttlichen Ordnung entspricht.

Und für die, die Kopf und Kragen riskieren, weil sie sich dem verweigern, ihre Schwestern, Töchter und Mütter dem patriarchalen Fraß vorzuwerfen. Und für die, die aufgegeben haben.

Es ist eine Erinnerung an eine Mutter, die keine Liebe kannte.
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Freundinnen – Frauenliebe, Feminismus und der Sex

Lesbian couple holding hands

By Mushi from Underground, United States (Lesbian Romance) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Lesbianismus ist keine Frage der sexuellen Vorliebe, sondern eine politische Wahl, die jede Frau treffen muss, die ihre weibliche Identität finden und so die Herrschaft des Mannes beenden will.

hat Charlotte Bunch vor nicht allzu langer Zeit geschrieben. Es klingt ein wenig wie eine Kampfansage aus einem vorangegangenen Jahrhundert. Lesbisch sein aus politischer Entscheidung? Eine seltsame Art, sich an die Liebe heranzuwagen und doch steckt hinter diesem Satz eine tiefere Erkenntnis: Die Sexualität der Frauen beschränkt sich nicht auf eingeprägte Vorlieben, Fetische, so wie es die Männer mit Füßen, Latex oder Hintern tun. Sie ist ein “Allesfresser”, wie ein kluges Buch vor kurzem verwundert feststellte – natürlich war es von einem Mann geschrieben, der gar nicht glauben wollte, dass Frauen sich tatsächlich jederzeit aussuchen können, wen sie wie lieben und begehren und daraus gar keine große Sache machen müssen. Hochtrabend wird dann oft gesagt, man liebe ja den “Mensch” und nicht das Geschlecht, aber ich finde, das ist ein wenig zu klein gedacht. Liebt man nicht eben jenen Körper, die Körperlichkeit des anderen, die doch, beständig wechselnd, den Gegensatz braucht? Von aktiv zu passiv, von empfangend zu geben, von schwach zu stark, ohne dass die Rollen in diesem Spiel festgeschrieben sind? Und wenn man liebt, liebt man dann nicht genau jenes Andere im Körper neben einem? Ist die Liebe ohne Körper, ohne dessen Anziehungskraft möglich, also die begehrende Liebe?

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