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Wie geht feministisch lieben? Beziehungstipps für heterosexuelle Feministinnen

Feministisch lieben und dann auch noch heterosexuell sein – geht das? Lauscht frau der öffentlichen Debatte, scheinen sich Feminismus und heterosexuelles Liebesglück auszuschließen. Die Meinungen schwanken zwischen den Extremen ‘Wie der Feminismus die Liebe zerstört’ und ‘Feministisch lieben geht nur in lesbischer Beziehung’ und legen einvernehmlich nahe, dass es unmöglich sei, als Feministin eine glückliche Liebesbeziehung mit einem Mann zu führen. Auch die Suche in der umfangreichen Ratgeberliteratur offenbart nur eine bedrückende Leere auf dem Büchermarkt. Feministische Beziehungsratgeber für heterosexuelle Frauen sind so gut wie nicht existent.
Als eine derjenigen Frauen, die zu der bemitleidenswerten Spezies heterosexueller Feministinnen gehören, weil sie ihre Hände einfach nicht von Männern lassen und ihr Begehren auf Frauen ausrichten können, erlaube ich mir deshalb, hier zehn Beziehungs- und Überlebenstipps für feministische Heteras zu geben. Diese basieren vor allem auf meinen eigenen mittlerweile schon 25 Jahre währenden Beziehungserfahrungen. Wie sicher viele von euch habe ich einige echt miese Beziehungen mit Männern hinter mir. Dies war, als ich noch jung, schüchtern und unerfahren war, aber seitdem ich den Feminismus mit Anfang/Mitte 20 für mich entdeckt habe, wurde es zunehmend besser. Weil Feminismus für mich bedeutet, meine eigenen Interessen als Frau besser wahrzunehmen und auch gegenüber meinen Mitmenschen zu verteidigen. Erst meine Beschäftigung mit dem Feminismus führte dazu, dass die Beziehungen zunehmend besser wurden und auch die Liebe immer schöner.

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Eine Revolution der Liebe

Love Liebe

By böhringer friedrich (Own work) [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Die Liebe gehört zu den schönsten Dingen, die uns im Leben passieren können. Den Bauch voller Schmetterlinge, Glücksgefühle, die durch unsere Nervensysteme strömen, eins werden mit jemandem, nicht mehr allein sein, da draußen. Und doch wird so oft aus diesem Gefühl die Hölle. Nun kann man sagen, dass dies dem Wesen der Liebe innewohnt, so wie die Rose eben Stacheln hat, doch im Kapitalismus und im Patriarchat hat es damit eine etwas andere Bewandtnis. Liebe, so wie wir sie leben und wie sie uns vorgelebt wird, ist auch ein Produkt und sie könnte anders sein, wenn sie denn frei wäre. Denn die Liebe im Kapitalismus ist eine elende Angelegenheit, haben wir uns doch alle darauf geeinigt, dass dieser Bereich nun ins Private gehört. Überall sonst herrscht Konkurrenz, herrschen Kälte und Druck, doch dieser Bereich, die Partnerschaft, die Liebe, die soll frei davon sein, hier soll alles perfekt sein, ein Rückzugsort vor dem Unbill der Welt da draußen. Warum läuft es dann gerade hier oft so schrecklich schief?

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