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Unsere Störenfrieda des Monats: Louise Arner Boyd

Man nannte sie die “Diana der Arktis” oder die “Eisköigin”, andere abwertend “Mrs. Satan.” Louise Arner Boyd unternahm mehrere Expeditionen in die Arktis, eine davon, um den verschollenen Polarforscher Roald Amundsen zu suchen und überflog 1955 als erste Frau – im Alter von 68 Jahren – den Nordpol. Obwohl ihr Wissen über die Arktis das ihrer männlichen Zeitgenossen aus dem “Goldenen Zeitalter” der Polarforschung weit überragte, ist sie heute nahezu in Vergessenheit geraten, in ihrer Heimat Kalifornien erinnert weder eine Statue noch ein Museum an sie.

Louise Arner Boyd wurde am 16. September 1887 als Tochter eines reichen Minenbesitzers in Kalifornien geboren und lebte das privilegierte Leben einer Tochter aus gutem Hause. Als ihre beiden Brüder früh verstarben und ihr Vater krank wurde, stieg sie in das Familienunternehmen ein – und wurde aufgrund ihres Verhandlungsgeschicks bald gefürchtet. Schon bald erlebte sie, welche Grenzen man ihr wegen des Umstands eine Frau zu sein, aufzwingen wollte. Ihr Leben lang weigerte sie sich, diese Grenzen zu akzeptieren.

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