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Warum Unisex-Toiletten nicht für Frauen funktionieren

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Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Witze über die langen Schlangen vor Frauentoiletten. Weltweit gibt es einen Trend zur Umwandlung von geschlechtssegregierten Toiletten zu gemischtgeschlechtlichen. Frauen stellen 52% der Gesamtbevölkerung, während Transpersonen weniger als 1% der Bevölkerung ausmachen. Da letztere Gruppe jedoch sehr lautstark agiert, kommt es zunehmend zu einer Zusammenlegung von Toiletten, Umkleidekabinen, …. Unter dem Deckmantel von Diversity und Inklusion werden so die Rechte von Frauen auf Privatsphäre, Würde und Sicherheit verletzt.

Gründe gegen Unisex-Toiletten

1) Frauen sind bereits jetzt dadurch benachteiligt, dass traditionell bei der Versorgung mit Toiletten im öffentlichen Raum gleiche Flächenvorgaben für Männer- und Frauentoiletten gelten, Urinale jedoch weniger Platz beanspruchen und damit mehr Toiletten in einer Männertoilette untergebracht werden können. Da Frauen keine Urinale benutzen können, Männer auf der anderen Seite nun auch die Toilettenkabinen in vormals Frauentoiletten nutzen können, erhöht sich die Wartezeit von Frauen zusätzlich.

Oft führt die Einführung von Unisex-Toiletten auch dazu, dass Männertoiletten als Männertoiletten beibehalten werden, während Frauentoiletten für alle geöffnet werden. Die neuen Regelungen erhöhen darüber hinaus auch die Wartezeiten für Menschen mit Behinderung. Menschen mit Behinderung stellen etwa 20% der Bevölkerung, oft ist es jedoch schwer überhaupt auch nur eine einzige Behindertentoilette zu finden.

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Menstruation – die “heilige Wunde”

Wie können Frauen jeden Monat bluten und dennoch gesund sein? Dieses Mysterium war Männern schon früh ein Rätsel. Die Frau wurde als ein geheimnisvolles Wesen betrachtet. Blieb das Blut aus, gebar sie irgendwann ein Kind – dass Männer dabei eine Rolle spielten, erfuhr man in der Menschheitsgeschichte erst relativ spät. In allen patriarchalen Gesellschaften werden Frauen, meist aufgrund religiöser Bestimmungen, sobald sie ihre Mens haben, isoliert und von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen, sie gelten als unrein, dürfen keine Speisen berühren und ganzen Völkern Niederlagen im Krieg bringen. Aus dieser Ausgrenzung spricht die männliche Angst von der Frau und ihrem Körper, der so ganz anders funktioniert als der der Männer. In archaischen Gesellschaften galt das Menstruationsblut jedoch als heilig, mit ihm wurden Felder fruchtbar gemacht und starke Liebeszaubertränke entwickelt. Das Menstruationsblut galt als magisch. Auch in unserer, patriarchalen Gesellschaft, ist es ungeheim wichtig, dass die “Regel” “diskret” abläuft, das Menstruationsblut gilt als ekelerregend und von menstruierenden Frauen wird erwartet, dass niemand mitbekommt, was mit ihnen geschieht. Es ist vollkommen normal, dass männliche Partner in dieser Phase den Geschlechtsverkehr ablehnen und von den Frauen wird eine besondere Hygiene erwartet. Das führt dazu, dass Frauen ihre Menstruation als einen entfremdeten Prozess erleben, ihren Körper als etwas, der Ekelhaftes produziert, ohne dass sie darüber Kontrolle haben. Tatsächlich gibt es viele feministisch orientierte Zirkel, die dafür eintreten, dass sich Frauen wieder der Kraft dieses Prozesses bewusst werden. Die Menstruation macht uns zu Frauen, ihr Eintreten symbolisiert den Übergang vom Mädchen zur Frau, Menstruationsblut ist nichts Ekelerregendes, sondern etwas ganz Natürliches und von Frauen sexuelle Enthaltsamkeit zu erwarten während ihrer Mens drückt ihren Körpern gegenüber Geringschätzung aus. Sperma überall hinzuschmieren, sichtbar zu machen, zu trinken ist fast zu einem der bestimmenden Fetische unserer (Porno-)Kultur geworden, während das Menstruationsblut unsichtbar gemacht wird und damit ein wesentlicher Teil des Frauseins.
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