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Flüchtlinge: Beliebte Opfer von Menschen- und Organhändlern

Wien: Demo für alle

By Haeferl (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Es gibt einen weltweit florierenden Welthandel mit Organen. Zunehmend wird auch die Notsituation von Flüchtlingen ausgenutzt um an “Nachschub” zu kommen.

So ist zum Beispiel Ägypten zum regionalen Knotenpunkt für Organhandel geworden. Im Jahr 2010 wurden beispielsweise, wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ca. 14.000 Flüchtlinge aus Eritrea, dem Sudan und Äthiopien von Schleusern über die Grenze nach Israel gebracht und auf dem Weg dorthin von organisierten Kriminalitätsbanden abgefangen um Lösegeld zu erpressen. Zentral sind hier u.a. die Flüchtlingslager Mai Aini in Äthiopien und Shagarab im Sudan. Flüchtlinge, die nicht von ihren Familienmitgliedern freigekauft werden konnten wurden an Banden im Nord-Sinai verkauft, getötet und ihrer Organe beraubt. Ausgelöste Flüchtlingsfrauen berichten u.a. davon mit Elektroschockern traktiert und mit Stöcken vergewaltigt worden zu sein – teilweise mussten die Angehörigen dies zu Hause über das Telefon mit anhören. Ein CNN-Bericht aus dem Jahr 2012 berichtet davon, dass ein Menschenhändler seine eigene, aus einer Vergewaltigung entstandene drei Monate alte Tochter brutalst gefoltert und auf den Kopf geschlagen habe.

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Aktuell befindet sich nicht nur Griechenlands Ökonomie in einer tiefen Krise, sondern auch in anderen 3. Welt Ländern leben Millionen von Menschen von weniger als 1 Euro am Tag. Hunger ist ihr ständiger Begleiter. Für viele Menschen, die keine soziale Absicherung mehr haben und in großer Armut leben, ist die Möglichkeit, ihre Organe zu verkaufen, daher eine Möglichkeit, sich und ihre Familien aufgrund des Versagens der sozialen Strukturen vor der Armut zu bewahren. Der Organhandel in diesen Ländern boomt. Nicht nur Griechenland diskutiert daher nach deutschem Vorbild ein Verbot des Organhandels. Doch eine gesetzliche Verschärfung, gar ein Verbot des Organhandels würde vor allen den Organverkäufern schaden. Auch wenn nur die Organverkäufer bestraft werden, würde eine Illegalisierung zwangsläufig auch die betroffenen Menschen treffen, die ihre Organe verkaufen, sie hätten es schwerer, die Organentnahme unter gesundheitlich weniger risikoreichen Umständen vornehmen zu lassen und Zugang zu einer entsprechenden Nachsorge zu haben.

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