Schlagwort: Prostitution

Stellungnahme von TERRE DES FEMMES

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Wir dokumentieren an dieser Stelle, die Stellungnahme von TERRE DES FEMMES zu dem offenen Brief und dem korrespondierenden Artikel in der taz.

Liebe taz,

wir, als Vorstandsfrauen von TERRE DES FEMMES, würden gerne im Folgenden unsere Sichtweise zu dem heute veröffentlichten Artikel „Streit bei TERRE DES FEMMES – Kopftuchverbot-Antrag in der Kritik“ und dem offenen Brief einiger Mitfrauen schildern, von denen nur ein Teil an der jährlichen Vereinsversammlung teilgenommen hat.

Bevor wir inhaltlich auf die angesprochenen Kritikpunkte eingehen, möchten wir betonen, dass wir, die neu gewählten bzw. im Amt bestätigten Vorstandsfrauen von TERRE DES FEMMES, über die Vorgehensweise der Unterzeichnerinnen sehr irritiert waren. Wir hätten uns gewünscht, dass die unterzeichnenden Mitfrauen, ganz im Sinne des von ihnen geforderten solidarischen Miteinanders, sich direkt an uns wenden und nicht den Weg in die Öffentlichkeit und Presse wählen, um eine vereinsinterne Debatte anzustoßen.

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Gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei – warum ich bei Terre des Femmes eintrat

Ich habe zwei Töchter, eine von ihnen kommt jetzt in die Pubertät. Jeden Tag, wenn ich sie ansehe, wird mir klar, wie unendlich verletzlich sie sind, in einer Welt, in der so viele Gefahren lauern. Immer wieder spüre ich schmerzlich, dass ich viel eher bereit bin, meinen Sohn im gleichen Alter alleine mit dem Fahrrad irgendwohin fahren zu lassen, als meine Tochter, und dass ich auf diese Weise Diskriminierung reproduziere.
Diese Welt ist kein sicherer Ort für Mädchen. Seit 37 Jahren kämpft Terre des Femmes dafür, dass sich das ändert, in Deutschland, weltweit. Die Erfolgsliste des Vereins ist beachtlich. Die Mitfrauen kämpfen gegen weibliche Genitalverstümmelung, sie unterstützen geflüchtete Frauen, Opfer sexueller und häuslicher Gewalt und sie kämpfen für ein Ende der Prostitution. Gerade um letztere Position wurde 2014 intern heftig gerungen, doch letztlich blieb Terre des Femmes den eigenen Grundsätzen treu: Ein System, das Gewalt gegen Frauen immanent hervorbringt, ist nicht unterstützenswert, im Gegenteil, es muss bekämpft werden.

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Kommentar zum Offenen Brief an Terre des Femmes

Pixabay - CC0 Public Domain

Terre des Femmes ist mit über 2000 Mitfrauen die größte Frauenrechtsorganisation Deutschlands. Nachdem kürzlich die alljährliche Mitfrauenversammlung stattgefunden hat, haben sich eine Reihe von Mitfrauen, 24 an der Zahl, in einem Offenen Brief an die Presse gewandt, und erheben in einem Rundumschlag schwere Vorwürfe: Terre des Femmes sei rassistisch, undemokratisch, „Sexarbeiterinnen“- und transfeindlich und respektiere unterschiedliche Feminismen nicht.  Die Liste der Unterzeichnerinnen liest sich eindrucksvoll, befinden sich doch viele ehemalige Mitarbeiterinnen, Praktikantinnen und Referentinnen darunter.

Auf den ersten Blick wirft so etwas ein schlechtes Licht auf die Organisation. Zumal die TAZ, die ausführlich über den Vorfall berichtet, der Sichtweise der Gegenseite keinen Raum einräumt, wie es sich für eine seriöse Berichterstattung eigentlich gehören würde. Bei näherer Betrachtung des Inhaltes des Briefes, der Unterzeichnerinnen, sowie der Rekapitulation der jüngeren Historie des Vereins, stellt sich die Sachlage dann auch etwas anders dar.

Der Versuch einer Einordnung

Es fallen ein paar bekannte Unterzeichnerinnen aus dem liberalfeministischen Lager ins Auge, die sich in der Vergangenheit vor allem dadurch hervorgetan haben, dass sie sich für eine Entkriminalisierung der Prostitution einsetzen. Dazu muss man wissen:

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Feminismus im Eimer – Die Happy Sexwork Lüge und Feminismus, der keiner ist

Die Störenfriedas, heißt es oft, sind immer so dagegen. Das stimmt. Wir sind gegen vieles. Uns gibt es, weil wir laut und hörbar eine gegenteilige Meinung vertreten wollen, weil wir genug davon haben, dass Feminismus zu einem Lifestyle wird, dass Frauen aufhören, weniger als die Freiheit für sich zu fordern, auch wenn das bedeutet, uralte Privilegien anzugreifen und richtig unbequem zu sein. Feminismus, der bequem ist, der Beifall bekommt aus der Mitte einer Gesellschaft, die ihre patriarchalen Grundlagen weder erkennt noch reflektiert, ist kein Feminismus, aber der Widerspruch fällt den wenigsten auf, und auch das nicht aus Zufall. Wer „anschlussfähigen“ Feminismus betreibt, wird gerne als Feigenblatt genommen und bekommt Öffentlichkeit. Wer Bullshit anprangert, wird angegriffen. In erstere Kategorie fällt die Positionierung zur Sexarbeit des feministischen Kollektivs „Feminismus im Pott“.

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Im feministischen Porno-Workshop

Public Domain, CC0, Pixabay

ein Gastbeitrag von Huschke Mau

Neulich war ich auf einem Workshop, der – so angekündigt – „feministischen Porno“ zum Inhalt hatte. Ich habe das für mich zum Anlass genommen zu schauen, wie Menschen, die bisher nicht mit feministischen Pornos in Kontakt gekommen sind, auf ihn reagieren.

Die Workshopleiterin war eine Mitarbeiterin der Berliner „Sexclusivitäten“, und hatte dort, wie sie erzählte, eine Ausbildung zur „sexpositiven Referentin“  erhalten. Die Teilnehmenden (Frauen-Männer-Verhältnis etwa 50-50) waren junge AkademikerInnen.

Vorgestellt wurde der „PorYes“-Award, der seit 2009 für Pornos, die bestimmte Kriterien erfüllen, verliehen wird. Die Referentin erklärte, es gehe darum, dem Mainstreamporno Alternativen entgegenzusetzen, „neue, andere Bilder“ zu machen und Geschlechterrollen aufzubrechen. Man verstehe sich komplementär zur PorNo-Bewegung, Zitat: „Alice Schwarzers Kritik am Mainstreamporno finden wir okay, aber wir wollen nicht verbieten, wir wollen andere Bilder machen.“ Denn wenn Pornographie verboten wäre, würde auch Frauen die Redefreiheit, das heisst, das Recht, ihre eigene Sexualität auszudrücken, genommen. „Sexpositiver Feminismus“ beruhe auf drei Grundlagen: der Annahme, dass die sexuelle Freiheit zur allgemeinen Freiheit gehöre, der Überzeugung, dass Gender gesellschaftlich produziert wird (dass wir also bestimmte Geschlechterrollen nicht biologisch begründen können, weil sie anerzogen werden) und der Konsens, das heisst, alle betroffenen Parteien müssen mit dem Akt einverstanden sein und dann habe auch keine dritte Partei und auch kein Staat sich mehr einzumischen.

Jetzt ist ja aber das Problem mit Porno nicht nur, dass der Mainstreamporno immer gewalttätiger wird (dazu werde ich mal einen eigenen Text schreiben), sondern auch, dass Pornographie bedeutet, dass Menschen gegen Geld Sex miteinander haben, den sie ohne Geld wahrscheinlich nicht hätten. Pornographie ist also Prostitution, nur halt mit Kamera dabei. Und es stellt sich die Frage, kann man Pornographie bejahen, wenn man Prostitution einmal als falsch erkannt hat?

Zwei Filmszenen wurden uns vorgespielt, eine heterosexuelle und eine „lesbische BDSM-Szene“ (Gegröle unter den Männern, schmierige Kommentare: klarer Favorit).

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Ein Donnerstagnachmittag im Puff

Pixabay, CCO Public Domain

Ein Gastbeitrag von Huschke Mau

Dieser Text ist ein Tagebucheintrag aus dem Jahr 2005, als Huschke noch gar nicht Huschke hieß, sondern als SvenjaoderCharlotteoderwieauchimmer im Puff rumsaß.

Warum gestern dieser Zusammenbruch, dieses totale Absacken und Aufgeben?

Vielleicht kann ich diesen Job nicht mehr machen, vielleicht halte ich es jetzt schon nicht mehr aus, dass dieses verlogene System existiert, wo alte, geile Männer junge Mädels ficken, ja, sich richtiggehend zurechtzüchten – denn so wie früher „geschändete“ oder „gefallene“ Mädchen in die Prostitution gegeben wurden (gängige Praxis im Mittelalter – und danach auch noch, einmal „entehrt“ kommts ja nicht mehr drauf an) – so werden auch jetzt Töchter von ihren Vätern, Brüdern, Großvätern und Onkeln missbraucht und steigen danach folgerichtig in diese Branche ein und werden weiterhin behandelt wie Dreck, kriminalisiert, diskriminiert und missbraucht.

An meiner Notlage, an der ich eine Teilschuld auch dem deutschen Staat zuschiebe, der es eben nicht für nötig hält, missbrauchten, misshandelten, „asozialen“ Kindern eine Chance, eine zweite wenigstens, wenn die Startbedingungen an denen Kinder nunmal nichts ändern können schon so beschissen war, zu geben, an dieser Notlage jedenfalls verdienen gleich mehrere Männer und patriarchale Systeme: meine Freier, mein Zuhälter und der deutsche Staat. Ich wurde benutzt und rausgeschmissen aus der Gesellschaft, als sei es meine Schuld gewesen, dass ich misshandelt wurde, und jetzt stehe ich im Abseitsjeder kann mit mir tun was er will, scheinbar kann mich jeder, der es nur will, ficken, naja, nicht mehr ganz jeder, jetzt nur noch die, die zahlen, und am liebsten hätten sie es ja, würde ich ihnen endlich alle Löcher zur Verfügung stellen, und daran verdienen die Herren vom Finanzamt ja gerne auch noch was, nicht wahr, mal abgesehen vom Zuhälter, dem ich sein Haus, seinen Jeep, seine S-Klasse erficke, während auch er mich freilich ficken kann, wenn er will, selbstredend, siehe sein Umgang auch mit meiner Kollegin, die ihm gegenüber nicht nein sagen darf sonst krachts.

Und auch der Freier hat viel davon, doch nimmt er sich zuweilen noch viel mehr heraus als er eigentlich darf, aber mein Gott, was soll man schon nicht dürfen mit einer, die so viele Schwänze lutscht, mit einer, die nach Freierlogik ja demzufolge den ganzen Tag geil sein muss, und auch dafür müsste man sie bestrafen, wahrscheinlich braucht sie es nur mal wieder so richtig besorgt.

Genau das spielen wir ihnen vor, jeden Tag, denn über Huren, die nichts mitmachen, beklagen sie sich ja täglich bei uns, entweder wir sind eine von den schlechten (und verdienen nichts) oder sie erzählen uns von ihrer Odysee durch die Puffs und all den schrecklichen Mädels, die du ja echt nicht ficken kannst, und wir kriegen dann immer unser „Lob“ ab. Das tut so weh, das kannst Du Dir nicht vorstellen.

Erstens machen wir nicht genug. Und dann empören sie sich: „Was, es ist kein französisch pur dabei, das ist doch längst Standard, und da fühl ich doch gar nichts, und du hast doch auch nichts davon, bei dem Gummi“ (was soll ich, denke ich mir, auch davon haben, denken die echt ich hab lieber fremdes Sperma oder einen ungewaschenen Pimmel im Mund? Dann doch lieber nen Gummi.) und „du schluckst das doch gerne, das gehört doch dazu, und was, kein anal dabei, wieso denn nicht, das kann doch so schön sein, und du hast es doch bestimmt noch gar nicht probiert“ (ja, vielleicht ist es für EUCH schön, und nein, ich wills auch nicht probieren, tut mir bei KG 34 vielleicht auch weh, schonmal daran gedacht?), aber ein Nein ist kein Nein: „aber wenn schon kein anal, darf ich doch wenigstens ein bisschen an die rumspielen, gelle“ und dann machen sie es einfach und versuchen dann eben doch, dir den Finger in den Arsch zu drücken. Und die Diskussionen gehen weiter: „was soll das heißen, Küssen ist in dem Metier nicht üblich, das wusste ich noch gar nicht, und wieso das denn, versteh ich gar nicht“ – genau, warum solltet ihr auch nicht auch das allerletzte von uns noch in Anspruch nehmen, wo ihr das meiste von uns eh schon habt? „Küssen macht man doch so beim ficken, und darf ich dir auf den Bauch spritzen, auf die Titten, aufs Gesicht, auf die Fotze – nicht, wieso denn nicht, davon wird man doch nicht schwanger, und ich bin doch gesund wie du siehst“ (ja, der kommt tatsächlich immer wieder, dieser Spruch) und überhaupt, „komm, so ein bissl kann ich meinen Schwanz doch blank an deiner Muschi reiben, passiert doch nichts, sonst ist das doch alles so unpersönlich, da kommt doch gar kein Gefühl auf“.

Und so gehen sie munter den ganzen Tag an unsere Grenzen, und wenn ich eins gelernt habe, als ich meinen „Service“ „erweitern“ musste, damit ich überhaupt was verdien und nicht verhunger, dann das: es ist nie genug. Nie genug „Service“. Bläst du pur und schluckst, bietest du Küssen an, dann wollen sie dich fisten, dir nach einem harten Analfick ins Gesicht spritzen und dich würgen. Bietest du das an, wollen sie dir in den Mund pissen, sich den Arsch lecken lassen und dich mit Deepthroat an den Rand des Erstickens oder Kotzens bringen.

Mal davon abgesehen kann man, wie es beliebt, Dildos und Schwänze in mich reinstecken, wie´s einem halt grad lustig ist, und Gleitgel oder nass machen oder überhaupt vorher mal fragen muss nicht sein, ich bin ja eh den ganzen Tag geil. Am besten mache ich mich auch noch über sie her und tu so, als hätte ich nur auf einen wie sie gewartet. Ich wollte es ja so, heisst es dann danach, hab mich doch benommen wie ein Tier – teilweise vor Schmerz übrigens, physischem und psychischem.

Und wie sie jammern! Gott, haben sie es schwer. Erstmal muss man ja so lange suchen, bis man ein Mädel gefunden hat an dem man sich auslassen kann ohne dass sie „widerspenstig ist“ (= es sich erlaubt, Sexualpraktiken abzulehnen oder Grenzen zu setzen). Besser noch sie ist dauergeil wie eine läufige Hündin, natürlich schön eng, und gut aussehen muss sie freilich, sonst lässt man sich nicht dazu herab sie zu missbrauchen, sonst ist sie nicht annehmbar, und während draußen die Freier zu Recht nicht mal mit dem Arsch angeschaut werden, sind ihnen hier manchmal meine Tittchen zu klein, ist ihnen mein Französisch mit Gummi nicht recht, habe ich nicht die richtige Haarfarbe oder sonstwas. Manchmal sehe ich ihnen auch nicht „deutsch“ genug aus.

Wenn sie sich dann aber dazu „herablassen“ (ja, so empfinden sie es) mich zu ficken, wollen sie das ganze große Programm, der König heißt Kunde, und wann kommt denn schon mal einer, der es mir so richtig, richtig besorgt? Und dann höre ich mir noch so Sachen an wie „ich bin richtig gut im Bett, was? Eigentlich müsste ich ja Geld dafür bekommen“ oder „komm, so schlecht schau ich doch nicht aus, da können wir es doch auch für 80 Tacken machen, oder?“.

Das demütigendste aber ist und bleibt denen auch noch einen Orgasmus vorspielen zu müssen. Dreckshuren sind wir, und wir haben es ja nicht anders verdient, aber jeder braucht uns, um seinen verdammten Schwanz in uns reinzustecken, und jeder verdient an uns. Das ist der Gipfel des Kapitalismus, glaube ich.

Und danach wollen sie dann ganz schnell weg, denn jetzt haben sie ja abgespritzt, dann wird noch kurz gejammert, „für uns ist das auch nicht leicht auszuhalten, dieser Konflikt, aber was soll ich machen, meine Frau ist da nicht so offen!“, kurzes Bad im Selbstmitleid, kurzes Vortäuschen von Reue, kurzer Tätschler auf den Po und „bis bald“. Ein großes Schauspiel und Kino. Das ist der Preis dafür, dass ihnen die Institution Prostitution zusteht, und, das muss man deutlich sagen, sie zahlen ihn gerne, denn er ist gering, geringer im Wert sind dann nur noch wir Huren.

Genug von dem Thema. Ich könnte heute keinen weiteren Kunden mehr machen, das täte mir zu weh. Es sich selbst einzugestehen und offenzulegen fühlt sich tödlich an. Zwar befreit es auch irgendwie, aber die Angst vor Montag ist wieder da, wo ich so verletzlich dann nicht mehr sein darf, wo ich dann wegschieben muss dass ich weiß dass es Missbrauch ist, wenn nicht ein weiterer Mord an meiner Seele geschehen soll.

 

  1. Januar 2005, Huschke Mau

Buchrezension: Ware Frau. Prostitution, Leihmutterschaft, Menschenhandel

„Ware Frau. Prostitution, Leihmutterschaft, Menschenhandel“ ist die lang ersehnte deutsche Übersetzung von Ekmans bekanntem Buch „Being & Being Bought: Prostitution, Surrogacy & the Split Self“ (im schwedischen Original „Varat och varan: prostitution, surrogatmödraskap och den delade människan“).

Prostitution und Leihmutterschaft scheinen auf den ersten Blick zwei gänzlich unterschiedliche Themen zu sein. Doch Ekman analysiert präzise die beiden ausbeuterischen und menschenverachtenden Systeme und zeigt scharfsinnig die Parallelen auf. Beide Systeme funktionieren durch die Abspaltung des eigenen Selbst der Frauen. Dies ist einerseits ein Selbstschutz, um die Ausbeutung zu ertragen und spielt andererseits den Ausbeutern in die Hände, da dadurch das System aufrechterhalten bleibt.

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Was bedeutet Solidarität mit Prostituierten?

Seit Tagen treibt mich die Frage um, wie ich ausdrücken kann, was für mich Solidarität mit Prostituierten ist. Der Grund dafür ist das Prostituiertenschutzgesetz, welches diesen Sommer kommt, und die darin enthaltene Anmeldepflicht.

Ich sage das gleich am Anfang: sollte ich jemals wieder anschaffen müssen, weil ich in einer Notlage bin, die jetzt noch nicht abzusehen ist, werde ich mich nicht anmelden. Eher hack ich mir die rechte Hand ab als das das zu tun.

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Antifeministische Angriffe auf die Vancouver Women`s Library

Vancouver Women`s Library, Kanada

In Vancouver / Kanada hat am 3. Februar 2017 eine Frauenbibliothek, die „Vancouver Women`s Library“, eröffnet. Als Ziel wird definiert die (unterschiedlichsten) Schriften von Frauen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Bibliothek versteht sich dabei als „queer space“ und transinklusiv:

„We welcome all women regardless of creed / class / gender / race /sexuality”.

Dennoch geriet die Bibliothek in den Fokus, da sie sich erdreistet auch radikalfeministische Literatur anzubieten.

Bei der Eröffnungsfeier kam es zu Vandalismus, Beleidigungen und Rumgeschubse von Prostestierenden gegen Besucherinnen. Zeuginnen zufolge wurden Bücher mit Wein übergossen, Feueralarme ausgelöst und Poster abgerissen.

Eine Gruppe namens GAG / Gays against Gentrification veröffentlichte am 4. Februar , wenige Stunden nach diesen Aktionen, eine Art Ultimatum und gab an für „SexarbeiterInnen, Transfrauen, IBPOC (Indegenous, Black, and People of Colour), queers und mit ihnen solidarische Menschen“ zu sprechen.  Das Pamphlet strotzt geradezu von der inflationären Nutzung der Beschimpfungen „SWERF“ und „TERF“.

In dem Text werden genderkritische oder genderabolitionistische Radikalfeministinnen für die männliche Gewalt gegen Transpersonen verantwortlich gemacht. Damit werden jene, die tatsächlich Gewalt gegen Transpersonen ausüben, das sind fast ausschließlich Männer, aus der Verantwortung genommen und jene Verantwortung anderen – Frauen- zugeschrieben.

Die Bill C-36, die dem Nordischen Modell zur Abschaffung der Prostitution nacheifert und die maßgeblich von indigenen Frauen mit erkämpft wurde wird als „kolonialistisch“ bezeichnet. Indigene Frauen sind wie in Deutschland die Romnija nämlich jene, die an vorderster Front in der Prostitution ausgebeutet werden. Dies wollen die Protestierenden offensichtlich aufrechterhalten. Diese schieben nun prostitutionskritischen und abolitionistischen Radikalfeministinnen die (männliche) Gewalt (der Freier) in die Schuhe  und machen sie  für „Gewalt gegen SexarbeiterInnen“ verantwortlich. Darüber hinaus werden Radikalfeministinnen mit Neonazis und Rechten auf eine Stufe gestellt und verglichen: Weil von Frauen geschriebene Bücher zu verleihen ist ja auch genau das was Nazis gemacht haben und machen würden, nicht wahr?

Weiterhin schreibt der Text einer Organisation, die aus ehrenamtlicher (!) Initiative von Frauen hervorgegangen ist, vor 1) die Finanzierung offen zu legen,  2) einen neuen Vorstand nach Vorstellungen von GAG zu wählen, 3) alle prostitutions- und genderkritischen Buchtitel aus dem Programm zu nehmen, 4) stattdessen Bücher nach den Vorstellungen von GAG ins Programm zu nehmen, 5) eine konkrete Mitstreiterin aus der Organisation zu kicken und 6) sich dem Gespräch der GAG-AktivistInnen zu stellen.

Man stelle sich dies also vor: Frauen stellen in ihrer Freizeit ehrenamtlich und unentgeltlich etwas  von Frauen für Frauen auf die Beine und bekommen dann von irgendwelchen dahergelaufen, sich hinter einem anonymen Schreiben versteckenden, Personen Vorschriften in einer so unverschämt formulierten Weise gemacht, dass man seinen Augen kaum glauben mag. Frauen wird vorgeschrieben wie sie IHRE EIGENEN Projekte auszugestalten haben – eine Ungeheuerlichkeit.

Darüber hinaus werden ungeachtet der hohen Zahlen von sexueller Gewalt auch gegen „weiße“ Frauen, diese uneingeschränkt als „Nutznießerinnen weißer Vormachtstellung“ bezeichnet. Nun ist es natürlich tatsächlich so, dass „weiße“ Frauen nicht rassistisch diskriminiert werden, aber auch „weiße“ Frauen können Betroffene von Klassismus, Homophobie, Ageismus, Ableismus, etc., und damit intersektionell diskriminiert sein.  „Weiße“ Frauen aus der unterdrückten Klasse „Frau“ auszuschließen wird ihrer Lebensrealität nicht gerecht. Der Radikalfeminismus weist auf Parallelen in der Unterdrückung der Frauen JEGLICHER Coleur hin – ohne zu Verschweigen, dass es innerhalb dieser Klasse auch Privilegien gibt, die aber eben nicht ausschließlich nach Hautfarbe variieren.

Der Vancouver Women`s Library wird nun sogar zum Vorwurf gemacht, dass sie sich als transinklusiv verstehen. Ihnen wird der Terminus „selbstdefinierte Frauen“ zum Vorwurf gemacht, da damit Transfrauen als „andere“ Frauen markiert würden.

GAG fordert, dass konkrete folgende radikalfeministische Bücher aus der Bibliothek zu verschwinden hätten:

Admission Accomplished – Jill Johnston
Against Sadomasochism – Robin R. Linden, Darlene R. Pagano, Diana E. Russell, Susan Leigh Star
Amazon Odyssey: Collection of Writings – Ti-Grace Atkinson
Buddhism after Patriarchy – Rita M. Gross
The Female Man – Joana Russ
Female Sexual Slavery – Kathleen Barry
Feminism Unmodified – Catharine A. MacKinnon
First Buddhist Women: Poems and Stories of Awakening Susan Murcott
Gyn/Ecology – Mary Daly
The Idea of Prostitution – Sheila Jeffreys
The Industrial Vagina: The Political Economy of the Global Sex Trade – Sheila Jeffreys
Intercourse – Andrea Dworkin
The Lesbian Heresy – Sheila Jeffreys
Nine Parts of Desire: The Hidden World of Islamic Women – Geraldine Brooks
Not a Choice, Not a Job: Exposing the Myths about Prostitution and the Global Sex Trade – Janice Raymond
Not for Sale: Feminists Resisting Prostitution and Pornography-Of Women Born – Adrienne Rich
Pornography: Men Possessing Women – Andrea Dworkin
Radical Acceptance – Tara Brach
The Sexual Liberals and the Attack on Feminism – Janice Raymond
Women As Wombs: Reproductive Technologies and the Battle over Women’s Freedom – Janice Raymond

Interessanterweise befinden sich unter den Büchern, in den Sammelbänden unter anderem die Zeugnisse von Jüdinnen, Lesben und Prostitutionsüberlebenden. Das taugt wohl auch unabhängig von der radikalfeministischen Analyse alles nicht zum Unterdrückt-Status.

Den Frauen der Vancouver Women`s Library wird dann auch noch ihr abolitionistischer Standpunkt als „Gewalt gegen Frauen“ vorgeworfen, so zum Beispiel in Bezug auf Zusammenarbeit einer Gründerin mit Frauen vom lokalen Frauenhaus, weil diese sich – wie die Frauenhausbewegung international – für die Abschaffung der Prostitution, die Entkriminalisierung der prostituierten Personen und die Kriminalisierung der Zuhälter und Freier ausgesprochen haben und indigene Frauen dabei unterstützen, dass diesen mehr zusteht als in der Prostitution ausgebeutet zu werden. Vancouver Rape Relief, das Frauenhaus in dem eine Gründerin sich ehrenamtlich engagiert, wird außerdem zum Vorwurf gemacht, dass sie eine Transfrau nicht in ihr Team aufnehmen wollten – und nach einem 12-jährigen Gerichtsstreit diesbezüglich auch Recht bekamen. Der Richter stellte fest, dass diese eine Position zur Unterstützung von Frauen häuslicher Gewalt, die transinklusiv war, verlassen hatte, weshalb davon auszugehen sei, dass sie Vancouver Rape Relief nur aufgrund deren „women-only policy“ zu ihrem Interesse auserkoren habe. Hier wird deutlich, wie  TransaktivistInnen bewusst hart erkämpfte autonome Frauenräume unter Beschuss nehmen.  Frauen aus der Frauenhausbewegung, die seit vielen Jahrzehnten Frauen unterstützen, die Opfer männlicher Gewalt geworden sind, vorzuwerfen sie wären für Gewalt gegen Frauen verantwortlich, ist absurd. Was haben die anonymen AktivistInnen eigentlich im Gegenzug an konkreter Unterstützung für Opfer sexueller Gewalt vorzuweisen? Wie können sie die Realität so verdrehen, dass männliche Gewalt unsichtbar gemacht und stattdessen Frauen die sich kümmern zugeschrieben wird?

Ob es Zufall ist, dass die von den Prostestierenden verwendete Bezeichnung GAG in Pornos dafür steht Frauen so lange mit dem Penis in den Mund penetrieren, bis sie würgen müssen – die Frage kann sich jede und jeder selbst stellen.

Jedenfalls ist es offensichtlich, dass es darum geht Frauen, die sich gegen die Sexindustrie stark machen, und diese als Gewalt gegen Frauen ansehen, mundtot zu machen und den Radikalfeminismus unter einer Meinungsdiktatur durch Einschüchterungsversuche gegen seine Vertreterinnen zum Verstummen zu bringen.

Wir halten die oben durch die gewalttätigen Protestierenden zur Entfernung vorgeschlagenen Bücher für einen guten Vorschlag für eure Leseliste im Jahr 2017.

Eine Petition zur Unterstützung der Bibliothek steht auf change.org zur Verfügung.

Wir dokumentieren abschließend ein Statement von Besucherinnen der Eröffnungsveranstaltung, veröffentlicht auf der Facebook-Seite vom Guerilla Feminist Collective

„Gestern abend mussten wir uns durch physische Einschüchterungsversuche und jede Mengen verbalen Quatsch kämpfen um die Vancouver Women`s Library zu besuchen.

Die Antifeministischen Protestierenden wurden zunächst herzlich willkommen geheißen (es schneite, es war kalt und jeder war willkommen) aber gebeten zu gehen als sie drinnen versuchten feministische Poster herunterzureißen und weiterhin physische Einschüchterungsversuche unternahmen. Die Polizei musste aufgrund der angerichteten Zerstörung und zum Schutz der Gastgeberinnen gerufen werden.  Die Protestierenden hielten Schilder hoch und schrien Besucherinnen an. Sie schütteten Wein über Bücher. Sie rauchten in der Bibliothek obwohl sie gebeten wurden dies nicht zu tun. Sie lösten den Feueralarm aus. Einige versuchten den Eintritt zu versperren und schubsten dann Frauen die versuchten hineinzugelangen. Es machte uns den Anschein als stünde es Männern frei zu kommen und zu gehen wie sie wollten.

Frauen wurde vorgeworfen und sie wurden beschämt dafür, dass sie die Polizei riefen, dafür um ihre eigene Sicherheit besorgt zu sein. Du bist verdammt wenn du es tust, und verdammt wenn du es nicht tust. Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt sind kennen diese Taktiken. Als wir deutlich machten, dass uns der Zutritt versperrt wurde und wie bedrohlich dass auf uns wirkte, wollten die Protestierenden von uns wissen wie wir eine Person genderten, statt über die Ethik der gerade passierenden Gewalt zu diskutieren.

Trotz der klar formulierten Ziele (Schaffung eines Frauenraumes in dem Frauen arbeiten und diskutieren können), Inklusion (alle Frauen), Transparenz der Finanzierung (Eigenfinanzierung und solche durch das UBC women`s centre), harter (unbezahlter) Arbeit und Initiative (um es deutlich zu sagen Sorge und GÜTE des Herzens, und dem Wunsch EINE FRAUENBIBLIOTHEK zu gründen) wurden die Organisatorinnen dämonisiert, zur Zielscheibe erkoren, verleugnet und alles außer auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Es wurden lächerliche Forderungen aufgestellt, zum Beispiel die Gründerin Emily solle zurücktreten (weil sie ehrenamtlich in einem Schutzhaus für Frauen, die vor männlicher Gewalt fliehen, gearbeitet hat und dieses unterstützt hat), die Gründung eines Vorstandes (muss denn alles „mc incorporated“ werden?), und die Entfernung einer Reihe von Büchern (Faschismus 101).

Eine der drei Gründerinnen zog sich in letzter Minute unter dem Hass und der gemeinen verbalen Angriffe, die in aktivistischen Kreisen zirkulieren, zurück. Em und Bec, haben hart daran gearbeitet dennoch wie versprochen zu öffnen. Wir sind stolz diese Frauen zu kennen und zu unterstützen, diesen Raum und die schöne Hoffnung die er für Frauenzusammenkünfte mit sich bringt in der Frauen sprechen und sich gegenseitig aufrichten können  und sich gegenseitig von dem Hass und der Gewalt um uns herum abschirmen können.

Trotz diesem ganzen Scheiß, dem puren Hass, den Lügen, der Gewalt, den Beleidigungen, die Bibliothek war toll als wir es nach drinnen geschafft hatten. Die Unterhaltungen gaben Energie. Die Solidarität und Vielfalt der Frauen, jung und alt, war schön. Kein Wunder, dass man so etwas verhindern will. Frauen die zusammenstehen sind mächtig. Wir dürfen sie nicht gewinnen lassen.

Wir empfinden sehr viel Liebe und Dankbarkeit für die Frauen der Vancouver Women`s Library und wir können es nicht erwarten wie sie wächst und gedeiht. Nicht nur die Sammlung der Bücher, sondern auch die Gemeinschaft von starken und mutigen Frauen, die diesen Ort nutzen und ihren Beitrag dazu leisten werden. Danke euch Frauen, wir sehen uns bald. Seid stolz. Ihr habt etwas Gutes und Wahrhaftiges geschaffen“

 

Simon Häggström: Shadow`s Law. The True Story of a Swedish Detective Inspector Fighting Prostitution

von Manuela Schon

Simon Häggström ist seit mehr als 10 Jahren Polizeikommissar bei der Anti-Prostitutionseinheit in Stockholm. Er und seine KollegInnen sind verantwortlich für die Umsetzung des so genannten „Sexkaufverbots“ in der schwedischen Hauptstadt. Sprich: Sie überführen Freier und führen sie der für sie vorgesehen Bestrafung zu. Wie das genau abläuft, und dass diese Ermittlungsarbeit kein Hexenwerk ist, davon bekommt man in seinem Buch SHADOW`S LAW, welches nach schwedisch nun auch auf englisch veröffentlicht wurde, einen guten Eindruck.

Wenn über die schwedische Prostitutionsgesetzgebung gesprochen wird hören wir immer die gleichen Argumente und Mythen. Das Buch leistet einen wichtigen Beitrag dazu mit vielen dieser Mythen aus Sicht der Polizei aufzuräumen. Dabei lässt sich der Autor sehr viel Raum für Selbstkritik und LeserInnen erfahren eine Menge darüber, welchen Lernprozess Institutionen durchlaufen müssen, die mit der Implementierung einer solchen Gesetzgebung beauftragt werden.

Wer von dem Buch eine rosarote Darstellung der schwedischen Gesetzgebung erwartet wird eines besseren belehrt, denn die Schwierigkeiten die richtigen Entscheidungen im Sinne der Betroffenen zu treffen werden an einigen Stellen deutlich und werden von Häggström auch ganz offen benannt. Vor allem das ambivalente Verhältnis der prostituierten Frauen gegenüber der Polizei wird mehrfach betont. Auch übt der Autor da wo es notwendig ist offen Kritik an den Institutionen und zeigt auf wo sie seiner Meinung nach in der Implementierung versagen.

Auf der anderen Seite bringt er jedoch auch viele Mut machende Beispiele, die zeigen, dass der Weg den Schweden eingeschlagen hat sehr viele Vorteile mit sich bringt und warum die Legalisierung und Liberalisierung der Prostitutionsmärkte wie in Deutschland, den Niederlanden oder Neuseeland ein Holzweg ist.

Jede/r, der/die in dem Feld der Prostitution beruflich oder ehrenamtlich tätig ist, findet sich in den Beschreibungen des Autors sehr gut wieder: Auf der einen Seite ist da das gute Gefühl einen wichtigen Beitrag zu leisten zur Veränderung der gesellschaftlichen Zustände – auf der anderen Seite kennen wir alle das Gefühl wie diese Arbeit das eigene Privatleben beeinflusst, sehr oft auch stark beeinträchtigt und welcher Kraftakt nötig ist um die notwendige Balance zu finden.

„Der Rucksack den ich mit mir herumtrage ist so voller Müll, dass ich manchmal nicht weiß was ich damit anstellen soll. Es gibt Grenzen dessen was ein Polizeibeamter ertragen kann. Am Ende sind wir Menschen – wie alle anderen auch. Was macht der Job mit mir? Wie beeinflusst er mein Leben? Macht er mich zu einer kaltherzigen, wahnhaften Person, die jeglichen Glauben in die Menschlichkeit verloren hat? Wie wäre mein Leben verlaufen wäre ich Ingenieur oder Computerexperte geworden? […] Aber da ist mehr als der Schmerz und das Elend. Sogar an meinen schlechten Tagen verliere ich nicht den Glauben an die Menschlichkeit oder das Gute. Dieser Beruf bietet mir eine Lebensperspektive und hat mir hoffentlich dazu verholfen zu einem besseren Menschen zu werden. Auch wenn ich noch weit von dem Menschen entfernt bin, der ich gerne wäre.“

Dieser Auszug macht deutlich,  dass es in dem Buch um deutlich mehr geht als eine objektive Darstellung der schwedischen Situation: Simon Häggström, der regelmäßig international auch auf Konferenzen und Veranstaltungen von seiner Arbeit berichtet, bezeichnet das Schreiben selbst als Möglichkeit zur Selbstreflektion und Therapie.

Mit großer Bedacht wurden die (mitunter sehr skurrilen) Geschichten aus dem Berufsalltag von Simon Häggström und seinen KollegInnen ausgesucht – sie machen immer wieder deutlich wie unmenschlich das Geschäft mit der kommerzialisierten Sexualität ist, und wie absurd es eigentlich ist für eine Gesellschaft solche Zustände zu romantisieren oder schönzureden.

Der Ansatz von SHADOW`S LAW ist mutig, ehrlich und selbstkritisch und genau dies macht es für mich zu einem wichtigen Beitrag in der Prostitutionsdebatte. Auch wenn mein fachlicher Zugang als (Radikal)Feministin zu der Thematik ein anderer ist, habe ich mich sehr gut selbst in diesem Buch wiederfinden können und auch nach einigen Jahren Anti-Prostitutionsaktivismus viel neues dazu gelernt.

Titel: SHADOW`S LAW. The True Story of a Swedish Detective Inspector Fighting Prostitution

Verlag: Bullet Point Publishing

ISBN: 978-91-88153-20-3