Schlagwort: Sexistische Werbung

Unser Gentleman der Woche: Verivox für ihren sexistischen Werbeclip mit Mario Barth

“Verivox, so einfach, dass es jeder versteht”, erklärt Mario Barth im neuen Werbeclip von Verivox und ergeht sich dann in einer absurden Aufreihung lächerlichster Geschlechterklischees. Verivox sei angeblich so einfach, dass es sogar (sic!) seine Freundin versteht, dank seiner ach so witzigen Vergleiche zu Schuhkauf und endlosen Gesprächen. Frauen sind dumm, Frauen kaufen lauter Schuhe, Frauen reden gern sinnloses Zeug – was klingt wie Werbung aus den 1950er Jahren, halten die Werbestrategen von Verivox offensichtlich für eine innovative Idee.

Dass Mario Barth sexistische Klischees tradiert, ist hinlänglich bekannt, die Firma Verivox setzt also ganz bewusst auf ihn und seine Aussagen und positioniert sich damit als ein Unternehmen mit gewollt sexistisch diskriminierender Werbestrategie, die mit Frauenverachtung um neue Kunden buhlt. Alle Frauen und auch sonst jeder, der das mit der Gleichberechtigung ernst meint, sollte um Verivox einen großen Bogen machen sollte. Sexistische Kackscheiße zahlt sich nicht aus, Verivox. Das ist so einfach, das versteht sogar ihr.

Lila statt Rosa: Was an Pinkstinks nicht reicht

Fight Sexism - Streetart

by Steffi Reichert via Flickr, [CC BY-NC-ND 2.0]

Ich habe keinen Bock mehr auf sexistische Werbung, keinen Bock mehr auf die Degradierung von Frauen zum sexuellen Objekt, ich habe keinen Bock mehr auf nackte Brüste, die für Technik oder irgendwas werben müssen, was so nichts mit Brüsten zu tun hat und auch wenn ich die Knochenmarkspenderdatei total gut und wichtig finde: Ich habe keinen Bock darauf, dass die mit einem offenen lasziven Frauenmund wirbt. Als das Ü-Ei plötzlich in Rosa zu haben war, speziell für Mädchen versteht sich, wurde ich wütend aufgrund der Feststellung, dass der Sexismus sich jetzt schon in dieses bis dato total “ungegenderte” Spielzeug eingefressen hatte. Ich bin dafür, dass Kinder mit Lego, Puppen, Playmobil, Sand und Dreck spielen, dass sie auf Bäume klettern, Fußball spielen, Flick-Flacks auf Schwebebalken machen, backen oder Explosionen mit Chemiebaukästen machen. Also quasi alles für alle. Egal jetzt ob Junge oder Mädchen.

Und genau so stelle ich mir ein mediales Abbild vor. So in meiner Traumwelt nach der feministischen Revolution.

Pinkstinks fand ich deswegen cool. Und ich fand es bewundernswert, wie schnell und enthusiastisch diese Kampagne aufgezogen wurde und zur Organisation wurde. Ich fand es gut und wichtig, dass endlich ein gewichtiges Organ wächst, was diesem ganzen sexistischen Werbeapparat einen Strich durch die – im wahrsten Sinne des Wortes – Rechnung macht.

Weiterlesen