Schlagwort: Solidarität unter Frauen

Hommage an Frauen

Zwei Frauen

Pixabay, CC0

Vielleicht ist dieser Post nicht zu verstehen, der Anlass auch nicht.

Von außen vielleicht nicht – aber er kommt ja auch von innen.

Das ist eine Hommage an die Frauen in meinem Leben. Ganz einfach so.

Er ist ein Zeichen, ein Dankeschön, eine Würdigung für alle verlorenen, gewonnen und nicht ausgefochtenen Kämpfe, deren Teil sie sind.

Ein Widmung den Frauen, die wagen und resignieren, die jeden Tag aufstehen oder im Bett liegen bleiben. Für die, die Mütter sind und die, die keine sind. Eine Widmung denen, die still und heimlich Berge versetzen oder laut und unübersehbar Gipfel verschieben. Für die, die fehlbar sind, wütend, nett, zaghaft oder vehement. Für die, die Artikel schreiben, ganze Bücher gar – oder ihre Träume in die Zimmerdecke hauchen. Die, die Bücher verschlingen und für die, die sie fürchten.

Es sind Zeilen für jene, die ihren eigenen Kopf aus der Schlinge ziehen und für die, denen die Kraft dazu ausgeht.

Für alle Frauen, die im Schatten ihrer Männer blieben, weil das der göttlichen Ordnung entspricht.

Und für die, die Kopf und Kragen riskieren, weil sie sich dem verweigern, ihre Schwestern, Töchter und Mütter dem patriarchalen Fraß vorzuwerfen. Und für die, die aufgegeben haben.

Es ist eine Erinnerung an eine Mutter, die keine Liebe kannte.
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Wie wir uns verbünden: Vertrauen als Fundament, Diversität als Chance

Feminist Suffrage Parade in New York 1912

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Wie können sich Frauen untereinander erfolgreich verbünden? Wie müsste die Beschaffenheit eines Frauenbündnisses sein und was wurde eigentlich aus der uneingeschränkten Solidarität der Sisterhood?

Der Feminismus präsentiert sich oftmals als eine Splitterlandschaft scheinbar unüberwindlicher Gegensätze, die Geschichte vieler Projekte ist die Geschichte von Frauenfreundschaften und Verrat, über die die Projekte schließlich begraben wurden. Warum ist es so schwierig, gerade in frauenpolitischen Zusammenhängen, eine stabile und erfolgreiche Zusammenarbeit herzustellen, warum sind es oft die scheinbar persönlichen Gegensätze trotz ähnlicher oder gleicher Ziele, die dazu führen, das gute Projekte und sogar Freundschaften scheitern? Warum folgt auf die Forderung nach Solidarität so oft der Verrat?

Die Konflikte unter Frauen werden als Beweis dafür betrachtet, dass das Wesen der Frauen genuin streitsüchtig und zänkisch ist – das Patriarchat reibt sich die Hände. Die Ursache liegt in unserer männlich geprägten Wahrnehmung von Konkurrenz, der wir nur Solidarität entgegenzuhalten vermögen. Doch Frauenbünde können anders sein – wenn wir uns vom Mann als Bezugspunkt verabschieden.

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