Schlagwort: weibliche urinstinkte

Die Wolfsfrau in uns

Polarwolf, Canis Lupus Arctos

By Gunnar Ries (Own work (own photo)) [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Die Welt, in der wir leben, ist eine der männlichen Ratio. Alles Widersprüchliche, in Worten und Kategorien nicht Erfassbare wurde mit Hilfe der Wissenschaften aus ihr verbannt. Es sind eben jene Wissenschaften, die versucht haben, aus der gesellschaftlichen Unterdrückung der Frau eine logische Notwendigkeit zu machen, da Frauen kleinere Gehirne haben oder durch ihre Gebärmutter am klaren Denken gehindert seien. Bis heute erweist die Wissenschaft den Frauen einen solchen Bärendienst, denn jede noch so schwachsinnige Vorstellung lässt sich mit der richtigen Studie belegen. Doch bevor es die Wissenschaft gab, wurde Wissen bereits über Jahrtausende weitergegeben, in mündlicher Form. Es war das uralte Erfahrungswissen über das Leben und die Natur, und den Zyklus des menschlichen Lebens in ihr. Doch weil dieses Erfahrungswissen nicht wissenschaftlich belegbar ist, weil es dunkle und unzähmbare Elemente des Menschseins enthielt, wurde es diffamiert, seiner Wahrheit beraubt und in den Bereich der Fantasie verschoben. Während indigene Völker bis heute sehr viel Kraft aus den Geschichten ihrer Vorfahren ziehen, sind für uns Märchen im besten Fall Unterhaltung. Doch Märchen sind keine simplen Kindergeschichten. Sie enthalten symbolhafte Botschaften, die die zentralen Bereiche des Lebens ansprechen – und gerade durch die Verschlüsselung ihrer Botschaften finden sich in Märchen die Spuren der uralten Geschichte der Weiblichkeit, verborgen vor der Vernichtungswut der Männer und ihrer Wissenschaft.

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