Unser Gentleman der Woche: Die Firma Sheba für ihre sexistische Katzenfutterwerbung

Hund mit Zigarette und Hut im Vintage-Stil

Jhayne via Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

Ich liebe Christina Hendricks. Seit den ersten Folgen von “Mad Men” liebe und verehre ich sie und ihren Look. Ich kann sogar über die Verhaftung ihrer Rolle in einem diskriminierenden Geschlechterbild grinsen, weil sie es mit ihrem Mut und ihrem Erfolg ad absurdum führt. Umso trauriger macht es mich, sie in der neuen Katzenfutter-Werbung von Sheba zu sehen. Da spielt die sonst so kraftvolle (in der Serie schließlich alleinerziehende und Vollzeit-arbeitende Joan Halloway) Christina Hendricks eine Frau, die nichts Schöneres kennt, als sich in ein kleines Kätzchen zu verwandeln, das nur darauf wartet, von ihrem männlichen Besucher (der durch ein Klingeln an der Tür angekündigt wird) das zu holen, “was sie will”. Na, was damit wohl gemeint ist? Dem ganzen die Krone auf setzt ihr “Miau” am Ende. Frauen sind keine Haustiere. Wir sind auch keine Schmusekatzen. Die 1960er Jahre sind zum Glück vorbei, auch wenn Sheba sie sich offensichtlich zurück wünscht. Das Traurige daran: Die Werbung richtet sich an eine weibliche Zielgruppe. An Frauen, die so sein wollen wie Christina Hendricks und deshalb Sheba für ihre Katzen kaufen. Aber, hey, Sheba, es gibt Neuigkeiten: Frauen haben keine Lust mehr, Haustiere oder Spielzeuge zu sein.

1 Kommentare

  1. Anonymous

    Danke für deine Ansicht. Bisher fand ich alle Sheba Werbungen auch sehr anzüglich und teilweise Frauenfeindlich, aber die neueste Werbung ist doch die absolute Krönung. Anstatt Sex mit der Frau zu haben und das find ich schon blöd in der Werbung, läuft er mit heruntergelassener Hose der Katze hinterher. Fickt er die Katze dann in den Arsch weil die enger ist oder was. Ich kann damit nichts anfangen

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