Unser Gentleman der Woche: Jürgen von der Lippe für seine “Genderscheiße”

Gentleman der Woche

Jhayne (modified) via Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

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Jürgen von der Lippe gehört zum Entertainment-Urgestein der Bundesrepublik. Nun hat er sich im Spiegel-Interview als sexistischer Dino geoutet, der mit den Anforderungen der Gleichberechtigung nicht mehr klar kommt. Die “Genderscheiße” mache ihn fertig, erklärte er dem Spiegel und von Frauenquoten hält er auch nichts. Sie würden Frauen in Positionen bringen, nur weil sie das richtige Geschlecht hätten. “Wenn ich ‘Mit-Glieder’ sage, müsste ich politisch korrekt doch auch ‘Mit-Mösen’ sagen”, schiebt er nach und man fragt sich, was schlimmer ist. Milde drüber lächeln, weil Opi mit der modernen Welt nicht mehr klar kommt, oder sich entsetzen darüber, dass solche Sprüche tatsächlich noch gedruckt werden. Wir versuchen es mal anders: Lieber Herr von der Lippe – wenn Sie sich mit den Hintergründen der Frauenquote beschäftigt hätten, wüssten Sie, dass sie notwendig ist, weil viele Frauen wichtige Positionen aufgrund ihres Geschlechts NICHT bekommen. Die “Genderscheiße” dient dazu, mehr als die Hälfte der deutschsprachigen Bevölkerung, nämlich die Frauen, sprachlich sichtbar zu machen. Der Spruch mit den “Mit-Mösen” zeigt, welches Frauenbild Sie haben und warum Sie dringend in Rente gehen sollten. Vielleicht haben Sie dann Zeit darüber nachzudenken, wie viel Erfolg als Entertainer Sie als Frau gehabt hätten. Bevor die “Genderscheiße” losging.

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