Wechselmodell für alle – wie Väterrechtler die Bundestagswahl kapern

Es ist kein Geheimnis, dass Väterrechtler besser vernetzt sind als Mütter. Der Grund liegt auf der Hand: Sie haben Ressourcen und Zeit, die Müttern fehlen. Nur so sind die Ereignisse der letzten Tage zu erklären, die auf ein völliges Versagen der Politik schließen und das Schlimmste für Mütter und Kinder befürchten lassen.

Aber der Reihe nach: Am vergangenen Donnerstag entschied die Justizministerkonferenz der Länder, den gesetzlichen Regelungsbedarf für das Wechselmodell zu prüfen. Wechselmodell bedeutet, dass Kinder getrennter Eltern nicht länger vorrangig von einem Elternteil, meistens der Mutter, betreut werden, sondern zwischen den Haushalten der Eltern wechseln. Das Wechselmodell ist so etwas wie der heilige Gral der Väterrechtsbewegung – nicht etwa, weil sie alle so schrecklich gerne Zeit mit ihren Kindern verbringen, sondern weil es bedeutet, dass sie das Leben ihrer Ex-Partnerinnen gehörig durcheinander wirbeln können und außerdem auch keinen Unterhalt mehr bezahlen müssen. Kein Wunder also, dass der Europarat 2015 mit seiner Resolution 2079 nicht nur das Wechselmodell für alle Länder Europas empfahl, sondern dieses auch gleich in eine Resolution “gegen die Diskriminierung von Vätern” packte. „Gleichberechtigte und geteilte elterliche Verantwortung: Die Rolle der Väter“ ist der Titel der Resolution. Ein Schelm, der dabei Böses denkt – um die Kinder ging es dabei wohl ja nicht, sonst würden sie im Titel erwähnt.

Das Wechselmodell funktioniert nur in Ausnahmefällen

Betroffene Mütter berichten, wie schwierig es für die Kinder ist, mit dem Wechselmodell zu leben. Die Kinder haben kein festes Zuhause mehr, werden zwischen den Eltern hin- und hergereicht und erleben ein Gefühl der Unsicherheit. Kritiker weisen sowohl auf die möglichen psychischen Folgen für die Kinder hin als auch auf die Tatsache, dass sich vor allem die Mütter das Wechselmodell gar nicht leisten können.  Andere machen darauf aufmerksam, wie viel Stress und Leid das Wechselmodell für die betroffenen Kinder bringt und wie viel es den Eltern abverlangt. Nach einer Trennung Paar- und Elternebene zu trennen – schwierig.

Einig sind sich alle Experten darin, dass das Wechselmodell nur dann funktioniert, wenn sich die Eltern gut verstehen und beide das Wechselmodell möchten und unterstützen. Für diesen Fall hat es aber noch nie einer gesetzliche Regelung bedurft, deshalb ist es umso verwunderlicher, dass sich nun, wenige Monate vor der Bundestagswahl eine Partei nach der anderen zum Wechselmodell bekennt – jüngst die SPD auf ihrem Bundesparteitag am vergangenen Wochenende. Dort wurde das Wechselmodell einstimmig beschlossen, initiiert von Väterrechtlern in der SPD, die dieses auch gleich feierten. Was das genau für betroffene Familien bedeutet, ist noch unklar, doch im Februar 2017 entschied der BGH, dass das Wechselmodell auch gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden kann, also Wechselmodell per Zwang. Man muss sich das bildlich vorstellen: Da trennen sich zwei Erwachsene – aus guten Gründen – und wenn einer es will, kann er den anderen dazu zwingen, sowohl in direkter räumlicher Nähe zu bleiben, als auch in ständiger Kommunikation und Austauch über das Kind zu sein, ganz gleich wie konflikthaft und schwierig diese Kommunikation ist. Das Wechselmodell erfordert sehr viel mehr Kommunikation und Abstimmung als das bei sonstigen Umgangsregelungen der Fall ist. “Wann schreibt ihr die Mathearbeit?” – “Wer backt den Kuchen für das Schulfest?” – “Wo sind deine Unterlagen, um für die Englischarbeit zu lernen?” … – die Reihe lässt sich beliebig fortführen.

Für Kinder, deren Eltern sich nach einer Trennung gut verstehen, ist das Wechselmodell eine denkbare Lösung, doch eigentlich trennt man sich ja, gerade WEIL man sich nicht mehr versteht. Die Zwangsanordnung des Wechselmodells wird dadurch noch absurder. Noch ist auch nicht klar, wie weit die SPD gehen möchte. Kommt ein Kind einer unverheirateten Mutter zur Welt, so hat diese aktuell noch automatisch das alleinige Sorgerecht, dem Vater steht Umgang zu. In Zukunft könnte es aber so sein, dass sich eine Frau mit ihrem Urlaubs-One-Night-Stand das Leben teilen muss, weil es die Politik so will. Wem nutzt das? Den Kindern? Sicher nicht. Den Müttern? Sicher auch nicht. Kurz vor der Bundestagswahl machen eben alle großen Parteien Politik für Väter.

Manipulierte Studien und das Hirngespinst PAS

Die Stimmen der Fachleute, die sich kritisch zum Wechselmodell äußern, sind eher verhalten und auch das hat seinen Grund: Seit Jahren hat es sich die Väterlobby zur Aufgabe gemacht, Studien massenhaft zu kapern und so zu falschen Ergebnissen zu führen, bestes Beispiel ist die KiMiss-Studie, die aktuell neu aufgelegt wurde, und zu der sich Väterrechtler organisiert in großen Gruppen und auch mehrfach anmeldeten, wie in den entsprechenden Facebookgruppen zu verfolgen ist. Kein Wunder, dass KiMiss zu erstaunlichen Ergebnissen kommt, nach denen nahezu jedes dritte Kind durch die Mutter dem Vater entfremdet wird. Es wundert nicht, dass die Macher der KiMiss-Studie selbst feststellen, dass es im Zusammenhang mit Entfremdung zu erheblichen Falschbeschuldigungen kommt, sie gehen von jedem 2. Fall aus.

PAS – das Parental Alienation Syndrome – ist eine Erfindung des misogynen Kinderpsychiaters Richard A. Gardner, der behauptete, Mütter würden Kinder bewusst und mit manipulativen Techniken bis hin zur Gewalt ihrem Vater entfremden, so dass diese ein schweres psychisches Trauma erlitten. Gardners Thesen wurden weder in der ICD noch weltweit rechtlich, weil sie empirisch nicht haltbar sind. Gardner empfahl, die Kinder sofort der Mutter wegzunehmen und sie in ein Heim zu geben, er behauptete auch, nur Mütter entfremdeten. Diese Behauptungen wurden im Anschluss von anderen Experten relativiert, dennoch spukt PAS weiter durch die Köpfe und findet auch immer wieder vor Gericht Anwendung, wenn es auch nicht so benannt wird. Wenn Kinder nach einer Trennung nicht zum Vater wollen, weil sie mit der Situation überfordert sind oder warum auch immer – dann wird die Mutter dafür verantwortlich gemacht. Sorgt sie nicht dafür, dass das Kind mit einem Lächeln dem Vater entgegenfliegt, gilt da als Kindeswohlgefährdung und kann im schlimmsten Fall zum Verlust des Sorgerechts führen. “Bindungsintolerant” ist die Mutter dann – sie ist angeblich so fixiert auf das Kind, dass sie es nicht erträgt, dass es eine Bindung zum Vater aufbaut, dem Mann, mit dem sie vorher verheiratet oder verpartnert war und mit dem sie das Kind bekommen hat.

Recht auf Umgang geht vor Gewaltschutz

Das Recht des Vaters auf Umgang mit seinem Kind steht über allem. Schlägt der Vater Frau und Kinder, so dass diese in ein Frauenhaus fliehen, hat er das Recht zu erfahren, wo sie sind und Kontakt zu seinen Kindern zu haben. Das gilt auch für die Zeit nach der Trennung. Es sind mehrere Fälle bekannt, in denen ein Vater den Umgang dazu nutzte, der ehemaligen Partnerin erneut Gewalt anzutun oder sie gleich zu ermorden.

Wer erfahren möchte, was Müttern von deutschen Gerichten und auch der Politik aktuell zugemutet wird, der ist eingeladen, sich bei “Mütter im Familiengericht” oder “Phoenix-Frauen” umzusehen, wo engagierte Mütter seit Jahren gegen die Diskriminierung ankämpfen, die von Vätern vorangetrieben und von der Politik entweder in Naivität oder aber Absicht verschärft wird. Der Kampf zwischen Väterrechtlern und Müttern tobt seit Jahren und nimmt an Intensität zu. Die Gründe dafür sind vielfältig: nach einer Trennung verliert der Mann Zugriff und Kontrolle auf Frau und Kinder, über Umgangsregelungen und Sorgerechtsstreitigkeiten kann er diese Kontrolle weiter ausüben. Besonders beliebt ist es, mit Hilfe windiger Gutachter der Mutter, die vor der Trennung ganz alleine für die Kinderbetreuung zuständig war, nach der Trennung Betreuungsunfähigkeit zu unterstellen. Das Schlimme: Auch Jugendämter und Familienrichter lassen sich mehr und mehr davon vereinnahmen, so groß ist der Einfluss der Väterlobby.

Politiker reden der Väterlobby nach dem Mund

2016 setzte SPD Politikerin Nahles noch einen oben drauf und stieß an, dass Mütter für die Zeit, in denen ihr Kind beim Vater ist, weniger Hartz IV erhalten sollten, immerhin verbrauchten sie ja weniger. Durch massiven Protest und das Sammeln von Unterschriften konnten das abgebogen werden. Im Wahlprogramm der SPD findet sich nun das Vorhaben, dass es stattdessen sogar einen Umgangsmehrbedarf geben soll –  leider und bezeichnenderweise im gleichen Absatz wie die Regelung zum Wechselmodell. Väterrechtler machen kein Geheimnis daraus, dass sie den Antrag zum Wechselmodell eingebracht haben, gut getarnt mit der Forderung nach dem zu begrüßenden Umgangsmehrbedarf, und bejubeln ihn frenetisch: Das BGH-Urteil soll laut im BGB verankert werden – Wechselmodell per Zwang dank der SPD und auch das Unterhaltsrecht soll gleich mit verändert werden. Immerhin ist es doch ungerecht, dass die Papis immer zahlen und die Mamis so viel Geld zum Latte Macchiato trinken in Berlin Mitte haben, nicht? Gut, dass wir da die letzte soziale Partei Deutschlands haben, die hier für Umverteilung sorgt. Wer hat uns verraten? Genau!

Noch weiter geht die FDP. Dort ist man dafür, dass das Wechselmodell vom Gericht immer dann angeordnet wird, wenn es Streit um Sorgerecht und Umgang gibt, ein wirklich realitätsbasierter Vorschlag, der vielen Eltern und vor allem Kindern helfen wird.

Die CDU wollte sich eigentlich nicht festlegen, nach der Justizministerkonferenz ist das allerdings offen und die AfD ist dem Anschein nach von Väterrechtlern unterwandert und setzt ja ohnehin auf das “traditionelle Familienbild” – düstere Aussichten für die Bundestagswahl.

Es ist bezeichnend, dass damit gleich vier große bzw. größere Parteien aktiv für das Wechselmodell eintreten, während die einzige Partei, die sich dezidiert für Mütterrechte einsetzt, die Feministische Partei DIE FRAUEN ist. Warum bekommt das Wechselmodell für die Parteien eine solche Relevanz? Warum werden nicht andere, viel dringendere familienpolitische Themen angepackt, wie die Besteuerung Alleinerziehender oder unverheirateter Eltern? Die SPD spricht zwar von Steuersenkungen für Familien – was sie darunter versteht, ist aber offen. Die CSU will immerhin die Erhöhung der Mütterrente und Erhöhung der Steuerfreibeträge für alle Eltern – die CDU mag aber nicht mitmachen, die FDP ist ohnehin für Steuerentlastungen für alle. Der Eindruck bleibt, dass die Politiker ganz unterschiedlicher Parteien von den Lobbyvertretern der Väterrechtler massiv beeinflusst wurden und deshalb das Thema “Wechselmodell” als wichtig auf die Agenda genommen haben, die Sorgen der Mütter hingegen blieben ungehört.

Das Recht des Vaters steht über allem

Es ist weiter bezeichnend, dass mit den betroffenen Müttern, von denen einige bereits im Wechselmodell leben, das, aus Angst vor dem Verlust des Sorgerechts, erzwungen wurde, niemand gesprochen hat und diese Vorhaben von der Politik auch noch  als “modern” und “zeitgemäß” bejubelt werden. Eine großangelegte, bundesweite Untersuchung zum Thema Kindeswohl und Wechselmodell läuft, Ergebnisse liegen noch nicht vor, aber die beteiligten Experten äußern sich eher zurückhaltend. Warum preschen also alle Parteien vor und plädieren für das Wechselmodell, für dessen Erfolg es keine empirische Basis für Deutschland dafür gibt?

20 Prozent der Eltern in Deutschland sind alleinerziehend, 90 Prozent davon Frauen. Die Hälfte lebt von Hartz IV, das bedeutet, ihre Kinder wachsen in Armut und Diskriminierung auf, die Frauen sind später von Altersarmut bedroht. Die psychische Belastung und die Hilflosigkeit durch das parteiliche Vorgehen von Jugendämtern und Familiengerichten ist kaum vorstellbar. Ich erlebe immer wieder, wenn ich mit anderen darüber spreche, dass sie mir nicht glauben, bis ich ihnen die endlosen Beispiele zeigen. Deutschland wird immer mehr zum Land der Väter und für Väter, und die historische Chance, in dieser Bundestagswahl endlich etwas für Alleinerziehende und ihre Kinder zu tun, wird vertan. Auch die Förderung von geteilter Betreuung schon lange vor der Trennung wäre ein wichtiges Thema gewesen, Stichwort Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Vor kurzem machte der Spiegel einen Test. 20.000 Anfragen für Mietwohnungen wurden verschickt, herauskam, dass Menschen mit ausländischem Nachnamen benachteiligt werden. Ich wünsche mir eine soche Untersuchung für alleinerziehende Mütter mit zwei Kindern. Ob dann jemand von Diskriminierung spricht? Ob die Politik dann aufwacht? Oder erst dann, wenn sie feststellt, dass die Bereitschaft, in diesem Land als Frau Kinder zu bekommen, dramatisch nachgelassen hat? Wir werden sehen. Parteien, die für das Wechselmodell sind, sind für Frauen und Mütter nicht mehr wählbar. Sie treten Kindeswohl, Gewaltschutz und Frauenrechte mit Füßen und katapultieren uns damit in das patriarchale Mittelalter. Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen auch die Stimmen der betroffenen Mütter hören und in ihre Entscheidungen miteinbeziehen, da diese weitreichende Folgen für so viele Familien haben. Väterrechtler bringen vielleicht Wählerstimmen – glückliche Kinder und damit die Wähler von morgen aber nicht.

 

29 Kommentare

  1. Es ist wirklich zum Verzweifeln. Da die Mütter ja nicht so viele Ressourcen haben, um etwas zu unternehmen, sollten sich vielleicht die kinderlosen Frauen für Mütter einsetzen. Ich wüsste ja gerne, was ich tun kann. Wenn jemand Vorschläge hat, bitte! Das ist von meiner Seite auch nicht ganz uneigennützig. Ich hätte ja schon vorgehabt, mal Kinder zu bekommen, aber da das Modell der Kernfamilie für mich nicht tragbar ist, würde ich das wahrscheinlich ohne Mann durchziehen. Gibt es eigentlich überhaupt noch irgendeine Möglichkeit für Frauen, ihre Kinder ohne Mann unbehelligt aufzuziehen? Das ist eine ernst gemeinte Frage. Ich kenne einige Frauen, die beireit wären, auf Unterhalt zu verzichten, solange sich nur der Mann auch raushält. Aber welche Frau kann sich das leisten? Das ist doch der blanke Hohn und ich frage mich, ob das nicht Methode hat. Frauen werden nur aufgrund finanzieller Abhängigkeit dazu gezwungen, sich an einen Mann zu binden. Echt, willkommen im 19. Jahrhundert.

  2. Tja,damit fällt dann auch die letzte Machtbastion der Frauen – die Zugehörigkeit von Mutter und Kind, die im traditionellen Rollenbild fest verankert war. Jetzt wird diese Zugehörigkeit von den Vätern grad lautstark sowie mit politischer und richterlicher Unterstützung “dekonstruiert”. Zugegeben, mich hat es früher auch immer tierisch genervt, auf welch manipulative Weise manche Frauen Beziehungen kontrollieren und sogar ihre Kinder dafür instrumentalieren. Häufig habe ich miterlebt wie Frauen die Kinder eingesetzt haben, um beim Mann Wohlverhalten zu erpressen.
    Jetzt machen die Väter das gleiche und nutzen dafür geschickt das Mäntelchen der “Gleichberechtigung” aus. In beiden Fällen geht es auf Kosten des Kindeswohls, es ist ein reiner Machtkampf zwischen den Eltern. Ich finde BEIDE Methoden des Macht- und Kontrollgewinns durch das instrumentalisierte Kind widerlich und kann mich gar nicht entscheiden, was ich schlimmer finde.

  3. Es gibt einfach KEINEN Lebensbereich, absolut keinen, der NICHT vom patriarchalen Dreh und Vorurteil kontaminiert ist. Das ganze Leben haben
    solche Männer okkupiert und gegen Natur, Frauen, Kinder und insbesondere Mütter gedreht. Wenn es nicht so absolut traurig und schmerzhaft wäre, wäre es ja zum Lachen.

  4. Ein Spitzenartikel! Excellent recherchiert und ausgewogen formuliert zeigt er das ganze Ausmaß der Diskriminierung und wie die „neuen Väter“ unter dem Deckmantel „der geteilten elterlichen Verantwortung“ ihr krudes Weltbild durchdrücken wollen. Zuletzt wird auch noch gefordert, dass man das BMFSFJ in BMFSFMJ umbenennt.

  5. Am besten wär ein General-Gebärstreik, da wären die patriarchalen Missstände bald behoben.

  6. Jutta König

    Unfassbar, wie aus politischen Gründen Frauen gewissermaßen durch die Hintertür dem “Patriarchat” unterworfen werden. Kinder werden dadurch zu “heimatlosen Nomaden” zwischen den “Fronten” gegnerischer Elternteile. Kindliche Entwicklung in geregeltem häuslichem Umfeld (mit Freunden etc.) wird massiv gestört und behindert. Entwicklungsstörungen sind vorprogrammiert. Frauen sind aufgerufen, sich zu solidarisieren, um dieses ” emitionale Vorgehen auf Gesetzesebene zu verhindern. unterbinden.

  7. witchlumbago

    Mein ältester Sohn ist 39, kam 1978 nichtehelich auf die Welt. Hätte es die Gesetze damals schon gegeben, ich hätte die Hölle auf Erde gehabt. Heute kann ich jeder Frau nur raten: Niemals, niemals, never ever den Namen des Vaters angeben. Unterhalt zahlen eh die wenigsten. Nie heiraten, nie in die Abhängigkeit eines Kerls begeben. Ich kam immer besser zurecht, wenn ich alleine war. Habe dann doch noch geheiratet, noch 3 Kinder bekommen, aber war (fast) immer berufstätig. Allein wars immer einfacher als mit nem Kerl.

  8. Es ist wie immer, der Mann denkt sich was aus und Frauen müssen sehen wie es umgesetzt werden muss. Im Zweifelsfall ist immer sie die Leidtragende und im Falle des Scheiterns ist sie die Böse.

    Auf das patriarchale Parteiensystem ist kein Verlass. Frau gibt ihre Selbst- und Mitbestimmung an der Wahlurne ab. Das Beste wäre, frau würde ihre Stimme ungültig machen. Ich wäre ja mal gespannt bei wieviel Prozent eine Regierungsbildung überhaupt noch möglich wäre.

    Die anstehende Institutionalisierung der Homo-Ehe halte ich ebenfalls für ein Paradoxon. Hier wird die Nicht-Generativität gesetzlich verankert um der Steuererleichterung Willen. Ich halte es für nicht verantwortlich, dass die sexuelle Interaktions-Gemeinschaft Voraussetzung für Schutz und Förderung sein soll. Das meine ich auch im Bezug zur heterosexuellen Ehe.

    Fürsorge-Gemeinschaften mit Kindern gehören unter den besonderen Schutz eines Staatswesens und nicht die sexuelle Paarbeziehung.

    Aber leider regiert Dummheit die Welt!

  9. @bitchlumbago:
    “Ich kam immer besser zurecht, wenn ich alleine war. Habe dann doch noch geheiratet…”
    ???

  10. Ich habe ja auch lange Männer und männliche Gesetze für “DUMM” gehalten, bis ich merkte, hallo, die sind nicht dumm, das ist alles so gewollt und äusserst perfide. Das ist wie der “dumme” Ehemann mit den 2 linken Händen, der nur Autofahren kann; und sonst gar nichts, unbrauchbar, auch im Haushalt……deshalb bleibt leider alles an der Frau hängen…. So: Preisfrage an ALLE: WER genau ist jetzt der/die Dumme?

  11. Gabypsilon

    Ausnahmslos ALLE ehemaligen Ehemänner von sechs meiner Freundinnen, zahlen keinen Unterhalt für die gemeinsamen Kinder. Alle verdienen gut, einige haben neue Familien gegründet. Ihr erster Nachwuchs ist allen gleichgültig, so, als hätten sie sich geschüttelt, wie ein nasser Hund. Ich teile die Ansicht von @witchlumbago, glaube aber, dass die meisten Frauen dem Cinderella Komplex nach wie vor unterliegen werden.

  12. Ich habe mehrere Bekannte, wo die Väter nach der Trennung die Kinder massiv gelockt haben, dass es bei ihnen besser sei, worauf die Kinder darauf bestanden haben, ihren Wohnsitz zum Vater zu verlegen. Nach 1,2 Jahren sind sie dann wieder zur Mutter, weil es nicht lief und weil sie festgestellt haben, es macht sich doch besser, wenn mal jemand die Hausaufgaben kontrolliert usw. Insofern denke ich, dass es den Männern noch derb auf die Füße fallen kann, wenn sie auf das Sorgerecht bestehen, weil Kinder ja keine Gegenstände sind, die einfach nur im Schrank stehen. Ich bin da guten Mutes, dass die Kinder heutzutage ziemlich kompetent sind und sich artikulieren können. Andererseits ist das auch eine gute Gelegenheit für Mütter, sich aus der Symbiose zu lösen und ein eigenes Leben zu leben. Viel zu oft werden heutzutage die Kinder von den Müttern als Projekt betüddelt und deren Hausaufgaben selbst gemacht. Auf die Frage, warum sie sich nicht eine Arbeit oder andere Beschäftigung suchen, antworten die dann – keine Zeit, wenn das Kind in der Schule ist, muss ich doch aufräumen… !?!?

  13. @vuk: Ja, darum konnte ich auch einige Väter anfangs ganz gut verstehen. Manche Mütter glucken geradezu auf den Kids und nutzen sie als narzisstische Objekte, mit denen sie zugleich ihre Existenzberechtigung legitimieren: Schau her, ich bin Mutter, also bin ich. Manche Mütter sind auch derart manipulativ, sie kontrollieren (soziale) Beziehungen – ein traditionelles Machtterrain von Frauen.
    Denn die traditionelle Mutterrolle ist/ war eine nicht zu unterschätzende Machtressource für Frauen. Darum bleiben viele auch als Hausfrau zuhause, sie wollen die wichtigste und dominante Bezugsperson für die Kinder sein und bleiben. Einerseits ist es gut, daß das aufgebrochen wird; andererseits dringen dann auch Männer in diese Räume ein und okkupieren sie. Und akkumulieren noch mehr gesellschaftliche Macht als sie eh schon haben. Unter diesen Bedingungen bleibt den Frauen gar kein Raum mehr, der ausschließlich ihnen gehört.
    Zusätzlich werden durch die neueren Diskurse über Trans-/ Queermenschen die weibliche Identität und die gesamte Kategorie “Frau” diskursiv aufgelöst und abgewickelt. Das neoliberale Marktsystem kann starke kulturelle und sexuelle Identitäten für seine Globalisierungsbestrebungen nicht gebrauchen. Im Gegenteil, es braucht schwach entwickelte Identitäten, die ihm nichts entgegensetzen können. Aus diesem Grund finden diese unscharfen und nebulösen Diskurse über Gender-Identitäten statt und auch die Auflösung kultureller Identität in der Zuwanderungsdebatte. Man will einen Menschen-Einheitsbrei ohne deutliche Konturen hervorbringen, der nicht aufmuckt.
    Im neoliberalen System ist die Freiheit nicht etwas, was sich an Menschen richtet, sondern es ist das GELD, das frei und ohne Einschränkungen oder Grenzen zirkulieren soll. Auch hinter der Zuwanderungsdebatte geht es im Kern nicht um humanitäre Hilfe, sondern darum, eine Abschaffung des Sozialstaats strategisch vorzubereiten. Irgendwann werden die Sozialsysteme die ganze Zuwanderung nicht mehr stemmen können; dann wird man sagen, es sei nicht länger finanzierbar.

  14. @kira Daher ist meine These auch, dass Frauen aktuell vor allem deswegen so stark an den alten Rollenvorstellungen hängen (Kleidungsstil, Rosa-Hellblau-Scheiß, quietschige Stimmen, neue Hausfrauen etc.), weil die alternative zur Auflösung des Patriarchats neoliberale Beliebigkeit, Entsolidarisierung usw. zu sein scheint. Und natürlich wird den Frauen was weggenommen! Es war ganz schlimm für einige meiner Bekannten, dass die Kinder dann immer eine Woche beim Vater waren. Sie kamen sich vor wie Rabenmütter. Aber letztlich haben alle dazugelernt und sind daran gewachsen (Es handelte sich hierbei aber um “normale” Beziehungen zwischen den Eltern, keine Gewaltbeziehungen, und die typischen Voraussetzungen für das Wechselmodell waren auch gegeben). Den Neoliberalismus sehe ich etwas anders. Der Neoliberalismus braucht auf jeden Fall finanzielle Ungleichheit, davon lebt er. Das Gefälle besteht momentan zwischen den Geschlechtern, zwischen Kulturen und innerhalb von Kulturen. Wenn sich z.B. die Frau in der westlichen Welt emanzipiert und die Care-Arbeit nicht mehr kostenlos machen will, dann müssen billige Arbeitskräfte aus ärmeren Kulturen oder ärmeren Schichten her, die das günstig erledigen. Emanzipiert sich die westliche Frau, indem sie die Verfügbarkeit in sexueller Hinsicht zurückweist, kann der entgrenzte Mann auf günstige Prostituierte in ärmeren Ländern und Schichten zurückgreifen. Neoliberalismus und Patriarchat gehören zusammen, wenngleich das Patriarchat zumindest in der westlichen Welt über Manipulation, “Identitäten” sprich Vereinzelung und so genannte “Freiwilligkeit” hergestellt wird.

  15. @kira Ganu genau so ist es! Genau so! Die NWO- Elite (Alles nur Verschwörungstheorie???) wollen Zombies, ohne Identität, die besser zu manipulieren sind. Diesmal sind es die Frauen, die sich ja erfrechten zu erstarken. Früher waren es die Indianer und andere indigenen Völker, denen man die Identität und Kultur bis zum Geht nicht mehr vernichtet hat.

    Frauen und Mütter, wacht endlich auf und wehrt, oder verweigert Euch!

  16. @vuk Ja klar gehören Neoliberalismus und Patriarchat zusammen wie Pech und Schwefel…. leider aber auch Kommunismus, links-grün, Sozialdemokratie, Nationalismus, Religionen, Institutionen, Gerichte, Wirtschaft, ALLES! Es gibt Nichts, auch keine Partei oder Denkrichtung, die NICHT Patriarchatsversifft ist.

  17. @vuk: Ich sehe da keinen Widerspruch zu meinen Thesen. Patriarchat und Neoliberalismus gehören auf jeden Fall zusammen. Sie sind miteinander genauso eng verwoben wie Sexismus und Rassismus. Es gibt viele Überschneidungen und es bilden sich negative Synergien. Am auffälligsten ist dies bei der Prostitution. Frauen aus armen Ländern werden den einheimischen männlichen Barbaren zum hemmungslosen Gebrauch als Sex-Sklavinnen überlassen, Männer aus armen Ländern erwartet dagegen eine Willkommensparty mit anschließender Komplett-Versorgung (dies liegt v.a. daran, daß 90% männliche Zuwanderer kommen, die das Geld für Schlepper haben, die Frauen dagegen nicht).
    Aber es spricht vieles dafür, daß damit kulturelle und Geschlechter-Identitäten aufgelöst werden sollen, v.a. die Kategorie “Frau”, damit die neoliberale Globalisierung schneller und reibungsloser expandieren kann. Stößt der Neoliberalismus auf starke kulturelle oder stabile Frauen-Identitäten, die sich ihrer Wurzeln, Geschichte und ihres Kerns, ihrer SUBSTANZ bewußt sind, werden die Neoliberalen ausgebremst. Daher legen sie aktuell soviel Wert auf die Aushöhlung von gewachsenen Identitäten.
    Auf diesem Terrain findet momentan der eigentliche (geistige) Krieg statt. Besonders tragisch daran ist, daß das gesamte linksgrüne Spektrum darauf hereinfällt, weil diese feindliche neoliberale Übernahme im bunten multikulturellen Queer-Transgender-Befreiungsgewand daherkommt. Das ist aber nur eine Tarnung. Hinter dieser MASKE verbirgt sich die überaus häßliche Fratze der neoliberalen Menschenhasser.

  18. @yvonne: Was ist denn NWO? Ich kenne die Abkürzung nicht.

  19. Hallo,

    gebetsmühlenartig kann “Mann” nur Antworten. Artikel 3 im Grundgesetz … Alle Menschen sind gleich….” Im Artikel 6 des GG wird beschrieben das Männer wie Frauen sich gleichermaßen um das Kind zu kümmern haben. Es ist schade das hier verbreitet wird, dass es nicht um die Kinder bei Vätern geht!!! Das ist eine Unterstellung und genauso falsch wie z.B. das alle Frauen nur die Entfremdung wollen ect… Leider trägt so ein Artikel am Ende des Tages nur dazu bei das die Kinder leiden! Warum Frauen hier ihre in der BRD Meinung sagen dürfen, Wählen dürfen usw… hat dies etwas mit unserem Grundgesetzt zu tun! Also warum das eine nehmen und wenn es um die gleiche Verteilung der Erziehung geht die “Augen verschschließen”? Ist das Kindeswohl????? Ich denke nein und so erziehe ich auch unsere Kinder. Damit Respekt mind. ihre Beziehung kennzeichnet!
    In Liebe
    LG
    T.H.

  20. Was ist mit dem recht auf umgang für die mutter??? Wir haben beide das sorgerecht aber der vater hat das aufenthaltsbestimmungsrecht 🙁 und hat meinen kleinen ins ausland geholt um den ich mich 4 jahre fast ausschließlich um ihn alleine gekümmert habe .. Gericht und jugendamt sagt er darf das obwohl wir beide sorgeberechtigt sind .. Dem gericht und dem jugendamt ist es egal das der vater seit 5 jahren (schon vor der geburt unseren sohnes) eine nebenfrau hatte und nun sich auch eher in deutschland und östereich aufhält.. Das kind lebt dort bei der schwiegermutter ü70 und dem kranken Schwiegervater (parkinson und diabetes) .. Das ich mit ihm nicht telefonieren kann ihn nicht zum umgang bekomme ..alles denen egal….

  21. Ich halte diese Entwicklung für komplett falsch, da es hier nur allzu oft um Macht geht, aber nicht um das Wohl des Kindes. Die einzige wirklich gerechte Lösung ist, den Kindern hierbei selbst das Wahlrecht zu geben, mit wem sie leben möchten. Darüber hinaus muss der Schutz des Kindes immer an erster Stelle stehen, wenn wir uns vor Augen führen, dass Missbrauch innerhalb der Familie die mit Abstand weitest verbreitete Form ist.

  22. Roya Azal

    Es ist der unheilige Zeitgeist.. Reaktionäres und Missbräuchliches wird als Progressiv verhökert. Neo-Liberalismus oder wie auch immer man es betitlen will. Es ist genau dieses Vakuum der Werte welches weltweit soviel Unheil anstiftet. Ein anschwellen des Autoritären, dass unbedingt auch des Missbrauchs der Frauen und Kinder bedarf. Das isr sozusagen eine Grundwährung des Ganzen.

    Es ist schwierig darüber nachzudenken, die Dinge beim Namen zu nennen, aufzuzeigen was hier los ist. Es ist ein toll geschriebener Artikel. Tausend Dank!

  23. @Juliane: Das ist doch unser Riesenvorteil, den wir Frauen gegenüber Männern haben, nämlich dass wir Kinder bekommen können. Und wenn frau es schlau anstellt, dann kann sie das auch finanziell einigermaßen hinkriegen OHNE Mann. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sie auf Unterhalt verzichtet und am besten den Vater ihres Kindes gar nicht angibt. Oder gleich einen anonymen Vater von der Samenbank wählt. Dann gibt es später keinen, der Anspruch auf Sorgerecht stellt. Das einzige Dilemma: falls das Kind später unbedingt wissen will wer sein Vater ist, sollte frau sich was einfallen lassen, denn jeder Mensch hat zumindest ein Recht darauf zu wissen, wer seine Eltern sind. Ich kannte mal eine Frau, die hat sich total bekifft auf einer Party schwängern lassen und wusste nicht mal den Namen von dem Mann, dessen Kind sie dann bekam…. Ganz früher spielte das gar keine Rolle, wer der biologische Vater war. Erst mit Erfindung der Ehe vor ca. 3000 Jahren wurde das wichtig, und erst damit begann die unheilvolle Total-Herrschaft und Kontrolle des Mannes über die Frau. Aber in heutiger Zeit wird keine ledige Schwangere mehr verbrannt oder ins Moor gejagt, sondern bekommt Kindergeld und notfalls Hartz 4 für sich und ihr Kind, und deshalb kann ich nur jeder Frau empfehlen, die sich dringend ein Kind wünscht und nicht unbedingt einen Mann dazu, sich entweder anonym schwängern zu lassen oder zur Samenbank zu gehen, auf einen Vater und dessen zweifelhafte Unterhaltsleistungen zu verzichten und einfach das Leben mit dem(n) Kind(ern) zu geniessen! Das geht auch mit einem kleinen Budget, und es gäbe da ja auch noch die Möglichkeit einer Zweckgemeinschaft mit einer gut befreundeten Frau, die sich das Gleiche wünscht: Warum nicht eine Frauen-WG mit gemeinsamer Kinderaufzucht? Einfach mal neue Möglichkeiten durchdenken, das Leben hat so viel zu bieten! 🙂

  24. @entsiegeln: Mich macht Ihr Kommentar fassungslos. Ohne eine nachvollziehbare Begründung die Autorin bashen und ihr Inkompetenz zu unterstellen – weil sie angeblich keine Kinder hat (woher wissen Sie das?) – ist ein völlig unqualifizierter Beitrag.

  25. Gabypsilon

    @entsiegeln: Ich kann Deine Kritik nicht nachvollziehen und frage Dich, was Du unter Realitätsferne verstehst? Vielleicht informierst Du Dich abseits dieses Artikels? Mira Sigel hat einige Links beigefügt, wo Du das tun könntest.

  26. @entsiegeln: Was bitte sind zerrüttete Familiendynamiken? Seltsames Wortkonstrukt, unter dem ich mir nichts vorstellen kann. Klingt auch nicht gerade besonders qualifiziert…

  27. Welche Partei sollte ich denn wählen wenn ich gegen das Wechselmodell bin???

  28. Als Betroffener und Interessierter möchte ich zunächst feststellen, dass es hier meiner Meinung im Kern um das geht, was viele meinen bei einer, wenn schon nicht vermeintlichen, Trennung unbedingt vermieden zu wollen: Die Kinder werden Instrumentalisiert, und zwar von beiden Seiten.
    Als Vergeltung für verletzte Eitelkeiten, Verlust von Vertrautheit, Nähe und Liebe, Existenzangst, Eifersucht und was die menschliche Seele sonst noch so aus dem Gleichgewicht bringt, wenn man sich von seinem Lebensmodell tatsächlich verabschieden muss.

    Viel wird hier angeführt in dem Bericht über die “Väterlobby” (wußte nicht, dass es das tatsächlich gibt), hauptsächlich nehme ich hier durchtriebene Väter und Interessengruppen war, die mit ganz viel freier Kapazität, Mühe, gut organisiert, Gewaltpotenzial und auf maximalen Schaden der Mütter bedacht, den gesetzlichen Anspruch auf Kindesumgang des Vaters ergaunern.
    Jetzt frage ich Sie alle hier zunächst mal: warum tun sich Menschen in nennenswerter Anzahl zusammen, um etwas zu verändern? Warum gibt es den Feminismus?
    Es gibt doch einen Anlass. Frauen sehen sich, meiner Meinung nach zu recht, mitunter zu sexistisch dargestellt, im Berufsleben benachteiligt, reduziert auf die, kaum honorable Hausfrau und Mutter.

    Bei einer Trennung gehören die Kinder eben zu Mutter, wohin denn sonst?
    Der Vater ist ja völlig unausgelastet, hängt mit seinen gewaltsamen Lobbyisten rum und manipuliert Studien (ich überzeichne, oder ?!). Kurzum, ein Interesse an der Erziehung der Kinder liegt wohl kaum vor.

    Es gibt aber eben auch Väter, denen dieser oben beschriebene Nonsens völlig unbekannt ist, die allerdings teilhaben wollen am Leben ihrer Kinder, sie begleiten, Ihnen als Ansprechpartner, moralische und emotionale Stütze zur Seite stehen wollen. Auch Männer entscheiden sich mitunter sehr bewusst für Kinder!

    Ich persönlich denke, dass rechtliche Mittel nach wie vor das letzte Mittel sein müssen, zumal wenn es um den Umgang mit den eigenen Kindern geht.
    Aber Tatsache ist auch, dass zur Emanzipation der Frau auch die Einsicht gehört, dass Männer alleine Kinder erziehen können sollten, wenn sie es wollen. Notfalls auch mit rechtlicher Hilfe.

    Abgehen davon erfahre ich gerade, dass, in meinem Fall Teenager, sich mit dem Wechselmodell tatsächlich schwer tun. Der Verlust an Kontinuität wiegt schwer. Selbst der ständige Umzug am Ort in ein anderes Zimmer belastet, organisatorisches Geschick ist gefragt. Der Rhythmus ist geht verloren.
    Andererseits ist da auch der Wunsch, zu beiden Elternteilen Kontakt zu haben (da habe ich wohl nicht fest genug zugeschlagen?! Entschuldigen Sie den Zynismus, aber das ist wirklich bei mir hängen geblieben).

    Ich persönlich liebe meine Kinder und bin gerne Vater, lenke, bin ansprechbar bei kleineren oder größeren Sorgen, fahre zum Sport, helfe bei Hausaufgaben, koche, wasche, gehe einkaufen, halte die Wohnung sauber. Neben meinem Job! Zeit für Lobbyismus habe ich wirklich nicht. Frage mich schon seit einiger Zeit, warum ich so viel Aufwand in diesen Beitrag stecke.

    Andererseits wäre ich bereit zu verzichten würde ich merken, dass die Beiden ihre Homebase brauchen und des ständige hin und her sie dauerhaft und nachhaltig belastet.

    Dieses Modell funktioniert tatsächlich nur, wenn alle die maximale Fähigkeit zu Akzeptanz, Vergebung, Toleranz und Ehrlichkeit haben und den WIRKLICHEN Willen, den Kindern die ohnehin beschissene Situation nicht noch schwerer zu machen.

    Ich bin davon überzeugt, ICH bin in der Überzahl!!!

  29. @mattes: Mit vermeintlichen Mehrheiten ist das so eine Sache. Die Mehrheit der Männer vergewaltigt angeblich keine prostituierten Frauen gegen Geld. Ist das so?
    Sind die Frauen/ Mütter, die hier andere, bittere Erfahrungen mit dem Wechselmodell schildern, in der Minderheit?
    KEINE meiner Freundinnen, erhält finanzielle Unterstützung für die gemeinsamen Kinder von deren Erzeuger. Allesamt, die Herren, gut situiert, haben sie sich kurz geschüttelt wie ein nasser Hund, neue Familien gegründet und ihren Kindern aus erster Ehe den Rücken gekehrt. Erst als eine meiner Freundinnen gewagt hat, Unterhalt einzuklagen, mutierte der Ex zum treusorgenden Vater und klagte seine Rechte ein, was das Zeug hielt. Seitdem muss das 18 Monate alte Kind regelmäßig zu ihm, obwohl es den Mann gar nicht kennt. Betreut von den Großeltern, wird es völlig verstört wieder bei der Mutter abgeladen.
    Diese oder ähnliche Berichte ließen sich endlos aufzählen. Dass es sich um Ausnahmen handelt, bezweifele ich stark.

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